Am 19.08.2015 gab ich oben angeführte Sendung und einer Postfiliale bei mir vor Ort ab. Da ich dort fast jede Woche zu Gast bin, werde ich von einigen Mitarbeitern schon mit Namen angesprochen. Das Paket selbst wurde im Rahmen eines Kommissionsverkaufs und im Namen meines Unternehmens verschickt. Da der Inhalt einen Wert von 21.750€ hatte (wurde von mir bewiesen, Dokumentiert und der Käufer hat diesen Betrag auch bezahlt) habe ich, wie des Öfteren, die von DHL ach so angepriesene Zusatz Transportversicherung von 25.000€ genommen und mal eben für den Versand 20,99€ bezahlt. Da ich keine weitere Transportversicherung habe, habe ich dankend das Angebot angenommen.
Allerdings gab es von Anfang an Probleme. Das begann schon einen Tag nach Einlieferung am 20.08.2015. Angeblich konnte die Adresse nicht gefunden werden und daher ist ein Rückversand an dem Empfänger eingeleitet worden. Allerdings kam das Paket erst am 26.08.2015 endlich zurück. Da ich mehrere Pakete an diesem Tag erhalten habe, wurden diese natürlich fein säuberlich gestapelt an mir übergeben. Das genannte Paket natürlich ganz unten. Erst als die Postbotin schon lange weg war, bemerkte ich die dermaßen starke Beschädigung. Der Boden des Pakets wurde fein säuberlich geöffnet und mit mir unbekannten braunen Klebeband wieder verklebt. An der einen Seite wurde mein durchsichtiges Klebeband mit ziemlicher Gewalt nach ob geschoben und die Klappe des Pakets nach unten gedrückt. So konnte man ungehindert den Paketinhalt ausspionieren und ich habe sofort entdeckt, dass der komplette Inhalt weg war.
Natürlich habe ich sofort am 27.08.2015 in der Postfiliale vor Ort reklamiert. Allerdings geschah dann 2 Wochen lang nix. Nachdem ich dann bei der tollen Hotline dieses Unternehmens anrief wurde mir mitgeteilt, dass das Paket erst am 07.09.2015 in der richtigen Bearbeitungsstelle angekommen sei und ich mich noch ein paar Tage gedulden solle. Nach einer weiteren Woche Wartezeit ohne jegliche Rückmeldung, rief ich erneut die Hotline an und dort wurde mir völlig unfreundlich mitgeteilt, dass ich ja erst am 11.09.2015 eine Reklamation eingeleitet habe und daher nicht innerhalt ein paar Tage erwarten kann, dass diese Bearbeitet sei. ich sollte eine Mail an nachforschungdhl@deutschepost.de schreiben und könne eine Wartezeit von 6-8 Wochen erwarten. Damit beendete die Dame das Telefonat. Ich schreib also eine Mail an oben genannte Adresse und wartete. Bis heute habe ich keine Antwort auf diese Mail erhalten und das Paket kam dann endlich am 18.09.2015 zurück.
Leider kam allerdings erneut keine Reaktion von DHL, so dass ich nach 1 1/2 Wochen selbst einen 7- seitigen Brief mit wirklich allen mir verfügbaren Unterlagen direkt an die Schadensstelle in Neuss schickte, die für mich laut eines Anwalts zuständig sind. Ist setzte eine Frist bis zum 14.10.2015. Und wieder passierte nix. Daher schrieb ich dann erneut 2 Briefe am 20.10.2015, der eine ging samt sämtlicher mir vorhandenen Unterlagen nach Hamburg und der andere erneut nach Neuss. Diesmal mit einer Fristsetzung bis zum 30.10.2015.
Plötzlich bekam ich Post. Oh. ein Wunder! Allerdings gleich 2 Briefe. Im Einen wurde mir Mitgeteilt, dass meine Unterlagen nach Neuss weiter geleitet wurde. Ach ne. hätte ich jetzt nicht gedacht. In dem anderen wurde mir allerdings Mitgeteilt, dass "die Deutsche Post AG eine Haftung ablehne"! .
Hä? Wieso Deutsche Post AG? Der Schaden ist doch durch DHL entstanden. Naja egal. Ich schrieb dem guten Herrn eine Mail, dass ich natürlich nicht einverstanden sei und daher Fordere, dass rechtlich Begründet wird, warum die Deutsche Post AG die Haftung ablehne. Außerdem Forderte ich, wie in den voran gegangenen Briefen auch, die Herausgabe der Ware. Sprich wenn die die Haftung bzw. Regulierung ablehne, dann können die mir doch meine Ware wieder geben.
Eine Woche später erhielt ich erneut Post von dem guten Herrn aus Neuss. Er schrieb mir in einen lächerlichen 2-zeiligen Brief, dass die Deutsche Post AG an ihrer Rechtsauffassung festhalte. Toll!
Also bin ich jetzt die gear.! Habe keine Ware mehr, mir wird die Schadensregulierung verwehrt und als i-Tüpfelchen darf ich brav meinen Käufer und meine Klientin auszahlen.
Ich schrieb daher heute, auf Anraten mehrerer anderer Betroffenen, nun als 1. einen Widerspruch, denn ich an den guten Herrn nach Neuss geschickt habe und 2. einen Brief an den Vorstand der Deutschen Post AG.
Ich warte jetzt erstmal ab, was da raus kommt, allerdings erwarte ich von diesem Unternehmen nichts mehr gutes.
Und das ist das Dankeschön der Deutschen Post/ DHL für die Jahre lange Treue.
Vielen Dank auch.
Ich werde dann wohl auch Notgedrungen nun einen Anwalt diese ganze Sache übergeben lassen.
Würde mich über weitere Tipps von anderen Betroffenen natürlich freuen.
Bestell-/Kundennummer: Sendungsnummer 965999075380
Meine Forderung an DHL (Deutschland) / Deutsche Post:
Regulierung meines Schadens, alternativ Herrausgabe meiner Ware
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 1
Bis heute keine Reaktion. Weder von dem netten Vorstand, noch auf meinem Widerspruch. Allerdings läuft eine, von mir gesetzte, Frist erst am 14.11. Ab. Bin mal gespannt ob noch irgendwas von denen kommt.
Muss erlich sagen, das ich auch langsam verzweifel.