Vor einer Weile erwartete ich mal wieder eine Sendung aus China, die in DE mit dem DPD transportiert wird. Am 9.12. sah ich im Tracking, das diese Sendung in DE angekommen ist, daher kontrollierte ich am 10.12. nachmittags nochmals die Trackingnummer - und siehe da: "Ihr Paket wurde um 12:47 Uhr zugestellt". Die Frage war nur wo. ein Zettel lag nicht im Briefkasten und ich war ja nicht zuhaus. Also ein Anruf bei der Hotline, wo mir für teuer Geld eine nette Computerstimme das gleiche mitteilte, nur das auch dort nicht zu erfahren war, wer denn für mein Päckchen unterschrieben hat.
Also bin ich die Treppen runter und hab die beiden Nachbarn gefragt, die zur fraglichen Zeit überhaupt im Haus waren und keiner der beiden hatte meine Sendung. Ein kurzer Anruf im nächsten Paketshop brachte mir die Durchwahl des zuständigen Depots. Die Dame am Telefon war auch sehr nett und sagte mir, der Zusteller hätte meine Sendung im Briefkasten zugestellt - das wär bei Kleinsendungen erlaubt. Klein sollte meine Sendung sein: ein Karton ca. 10x6x3,5 cm in einem Luftpolsterumschlag laut Angabe des chinesischen Händlers auf seiner Angebotsseite. Ich sagte der Dame daher gleich, das ich die Aussage des Zustellers anzweifle, weil die Senung zu groß für meinen Briefkasten sei, aber das tat sie ab ala "der Zusteller sagt das so und dann stimmt das! " Gut, ich lass mich nicht sooo schnell abwimmeln, daher hab ich erstmal aufgelegt und einen Händler in Deutschland angerufen, der das Bestellte auch verkauft - seine Antwort auf meine Frage nach der ungefähren Größe der Verpackung: ca 10x6x3,5 cm. Danach bin ich nochmal zum Briefkasten und hab die Größe des Briefschlitzes ausgemessen: breit genug wär der, allerdings nicht hoch genug - es passen nur Sendungen mit einer maximalen Höhe von rund 2,5 cm da rein! Also rief ich die Dame wieder an und forderte eine Erkärung, wie der Zusteller eine Sendung IN EINEN BRIEFKASTEN bekommen haben will, die definitiv GRÖSSER ALS DER BRIEFSCHLITZ ist - das konnte sie natürlich nicht und wollte mich vertrösten, der Versender könnte ja eine Nachforschung einleiten - Klasse Idee, die hätte ergeben das meine Sendung am 10.12.15 um 12:47 Uhr zugestellt wurde! Ich sagte ihr daher, das ich mich weigere, durch den Versender einen Nachforschungsantrag zu stellen, weil die Sendung 1. angeblich ja zugestellt ist und weil der Versender in China sitzt und damit schlicht für mich kaum greifbar ist. Dann fragte ich nach einem Vorgesetzten "ist keiner mehr da" - komisch: nachdem ich offensichtlich telefonisch nichts weiter tun konnte um meine Sendung zu bekommen, hab ich mich ins Auto gesetzt und bin direkt ins Depot gefahren und dort haben mich gleich 2 Herren in Anzug empfangen und sich mein Problem schildern lassen. Das nette und -halbwegs- ehrliche Gespräch endete mitdem Versprechen, am nächsten Tag mit dem Zusteller zu reden, eigene Nachforschungen anzustellen und mich zurück zu rufen. Der Rückruf erfolgte promt am nächsten Nachmittag und brachte keine neuen Erkenntnisse, Mir wurde aber zugesagt, das sich das Depot "persönlich" um diesen Fall kümmern würde, wenn ich per Email die Rechnung für die verschwundene Ware schicke, was ich sofort getan habe. Seit dem ist absolute Funkstille: keine Bestätigung, das meine Mail angekommen und gelesen wurde, keine Nachricht über den Stand der Dinge.
Ich erwarte und fordere, das der DPD mir Schadenersatz in Höhe des aktuellen Wiederbeschaffungswertes der Ware leistet, denn die Aussage des Zustellers lässt für mich nur folgende Schlüsse zu:
- Der Zusteller hat schlampig gearbeitet und die Sendung AUF statt IM Briefkasten abgelegt - der übrigens frei einsehbar an einer öffentlichen Straße steht und nicht hinter verschlossener Haustür im Hausflur - und somit einen Diebstahl durch Dritte provoziert und billigend in Kauf genommen
- Der Zusteller hat die Sendung selbst gestohlen!
In beiden Fällen trägt der DPD die alleinige Verantwortung und muss für den Schaden haften!
Bestell-/Kundennummer: 09445662509739
Meine Forderung an DPD Dynamic Parcel Distribution:
Schadenersatz in Höhe des aktuellen Wiederbeschaffungswertes der Ware
Antwort auf die Beschwerde vom 27.12.2015
Hallo Frau Schröder,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Wir würden Sie bitten, dass Sie sich direkt an den Versender (unseren Auftraggeber) wenden, damit dieser eine Verlustmeldung bei seinem Ansprechpartner veranlassen kann.
Vielen Dank und beste Grüße,
Ihr DPD Team
kommentare und trackbacks 4
Ich werde sicher keine Verlustmeldung über den Versender veranlassen lassen!
Der Versender sitzt in China und wird nichts tun, nachdem das Tracking ergibt, das die Sendung zugestellt wurde.
ICH bin in diesem Fall der Geschädigte und somit der Ansprechpartner des DPD, denn der Zusteller des DPD hat MICH bestohlen und belogen bzw. durch Fahrlässigkeit und Schlamperei einen Diebstahl durch Dritte überhaupt ermöglicht!
Das seh ich anders: Sicher hat "mein" Versender in China den ursprünglichen Vertrag mit dem DPD geschlossen, allerdings wurde dieser ja laut DPD ja angeblich erfüllt und somit ist der Versender raus aus dem Spiel.
Der DPD Zusteller hat entweder gelogen und meine Sendung selbst geklaut oder auf dem Briefkasten abgelegt, wo sie Dritten zugänglich war, von denen dann einer zugegriffen hat. Auf jeden Fall wurde die Sendung als "zugestellt" eingegeben und somit sehe ich die Ware rein rechtlich als "in meinen Besitz übergegangen" und damit bin ICH! der Ansprechpartner und nicht mehr der Versender.
Nein - die "Obhutspflicht" hatte der Zusteller bis zur korrekten Zustellung - Zugestellt hatte er ja -angeblich-, allerdings alles andere als Korrekt! ich bin als Empfänger nicht verpflichtet, den ganzen Tag vorm Briefkasten zu warten, damit ich die schlampig arbeitenden Zusteller auch ja nicht verpasse, wenn die wieder mal ihren Job nicht richtig machen!
Trotzdem - für den Versender ist die Sache erledigt. Die gucken ins Tracking und lesen "Zugestellt" - von deren Seite ist also keine Hilfe mehr zu erwarten. was interessiert es nen chinesischen Kundenservice, ob dann hier zum Schluss gelogen und betrogen wurde?
Ist es nicht eigentlich egal, um welche Summen es hier geht? Fakt ist, das durch den DPD eine Ware gestohlen bzw. deren Diebstahl ermöglicht wurde, für die ich gezahlt habe.
Habe heute dann zufällig erfahren, das der DPD Kundendienst meine Ansprüche abgewiesen und die Begleichung des Schadens abgelehnt hätte, wenn ich nicht noch am 10.12. persönlich und vor Ort Beschwerde eingereicht hätte: der "Schadensservice" sah nur Sendung zugestellt und das reichte zur Ablehnung. Ich hatte nur das Glück, das ein Vorgesetzer im Depot mir persönlich die Begleichung meines Schadens versprochen hat. Wäre ich allerdings nicht heute zum 2. Mal persönlich ins Depot gefahren und hätte dort nachgefragt, würd ich noch bis nächstes oder übernächstes Weihnachten auf eine Antwort warten dürfen, denn ich wurde 1. nicht informiert und 2. wäre es ohne meine heutige Nachfrage bei der Ablehnung geblieben und ich hätte garnichts bekommen - so soll der Schaden über den Versender an mich reguliert werden, womit ich leben kann, wenns nicht wieder wochenlag dauert.