DHL war immer mein bevorzugtes Unternehmen, wenn es um den Versand von Paketen ging. Jedoch dämpft sich die Euphorie in jüngster Historie stark. Ich weiß dass die Jungs und Mädels von DHL sicher auch durch die Dumping-Unternehmen in Konkurrenz sowie durch die Masse an auszuliefernden Materials oftmals überfordert sind, dafür habe ich Verständnis.
Wofür ich jedoch kein Verständnis habe, ist dass ich eine Zustellversuch-Karte erhalte, dass ich angeblich nicht daheim bin, obwohl ich es doch bin.
Folgender Sachverhalt. am gestrigen Tag war mein Paket seit 9 Uhr bereits in der Zustellung. Wenn die Angaben im Online-Portal stimmen liefert DHL von der Zentrale in Hagen bis nach Bestwig dann im Lauf des Tages. Ich wartete und hoffte, dass es nicht allzu lang dauern würde, da sich in dem Paket sensible Elektronik befindet, die Schaden aufgrund der momentan herrschenden Temperaturen nehmen könnte. So ist es bereits bei der Erstlieferung passiert.
Als der Zusteller nicht mehr kam, es war nun auch schon spät geworden, rief ich den Service von DHL an, welche mir dann mitteilten, dass dieses Paket heute nicht mehr ausgeliefert wird, der Bote hätte es nicht geschafft - Klar, bei der Masse an täglichen Paketen, kein Problem, kann passieren. Ich fragte dann, wie die Sendung denn über nacht wohl gelagert wird und ob diese nicht allzu kalt gelagert wird und auch ob er sich bei seinen gegebenen Aussagen sicher sei, worauf er zurückhaltend mir "ja" antwortete.
Heute befand sich die Sendung dann schon seit 6 Uhr in Zustellung, wieder aus Hagen und ich wartete. Warten konnte ich, da ich im Moment vorlesungsfreie Zeit habe und Semesterprojekte für die Uni vorbereiten muss, sofern war ich sowieso hier. Nun, gegen kurz nach 12 heute hatte ich dann das Gefühl nochmal online nachzusehen - nichts zu sehen, immer noch in Zustellung. Ich rief darauf hin wieder bei der "Service"-Hotline an.
Während ich anrufte Sah ich dann einen Boten und freute mich schon, machte mich fertig und ging im den Haustreppenflur entgegen, doch es flatterte ein Brief und direkt eine "Benachrichtigung über fehlgeschlagene Zustellung" in mein Briefkasten und der Bote verschwand ehe ich etwas sagen konnte. Flink ist er ja anscheinend.
Ich rief an, hinterließ eine Beschwerde, die laut Aussage des Hotline Mitarbeiters an Bote und seinen Vorgesetzten geht und ließ das ganze mal Revue passieren.
Es kann verdammt nochmal nicht sein, zu behaupten, dass ich nicht zuhause bin, wenn nicht im geringsten versucht worden ist, bei mir zu klingeln. Vor allem wenn man selbst mitbekommt, wie er mir nichts dir nichts wieder verschwindet. Jedes Paket hat seine Wichtigkeit und jeder erwartet mit Spannung das was geliefert werden sollte, wenn man dann eine Woche auf die Zustellung warten muss, nicht zuletzt auch druch den eigentlichen Versender, aber auch 3 Tage Postweg + 1 Tag spätere Abholung zusätzlich durch DHL, ist die Gedult um so mehr am Ende wenn man ja verdammt nochmal "angeblich" geklingelt hätte.
Was habe ich jetzt davon? Ich darf mich dann morgen auf den Weg machen und wahrscheinlich ein zu lange in der Kälte gelegenes defektes Teil bei einer subunternehmerischen Filiale abholen, weil keine Lust da gewesen ist einfach mal zu klingeln. Post, Brief und Paket ist ein hohes Gut, durch Billig-Konkurrenz entsteht Druck, aber nicht einmal den Versuch einer Zustellung unternehmen und einfach zu weg zu fahren, natürlich, ist ja gleich auch Mittag ne, geht einfach gar nicht! Sauerei ist das.
Ich darf also das Paket dann anscheinend morgen irgendwo abholen, oder laut "Service" eine erneute Auslieferung am Samstag auf kosten der Post beantragen. Natürlich, damit das selbe gestresste und zum klingeln unfähige Personal dann auch noch den 3., 4., 5. und wahrscheinlich 100. Zustellversuch vermasselt.
Meine Forderung an DHL:
Mein Paket, heute! Jetzt! Sofort!
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 1
Paket war dann natürlich defekt und wurde von mir nicht angenommen.