Mittwoch Mittag, 26.08.09, gegen 14:00 Uhr in der Linie M37, Richtung Hahneberg, Bus 3221. An der Obstallee/Ecke Sandstraße ereignete sich folgendes:
Der Fahrer bremste rücksichtslos an der Haltestelle, so dass einige der aussteigenden Fahrgäste ins Taumeln kamen. Die meisten der Fahrgäste in diesem Bus waren ältere und gehbehinderte Leute und auch einige Mütter mit Kleinkindern oder Kinderwagen.
Eine junge Frau beschwerte sich daraufhin und bat den Fahrer, etwas langsamer zu fahren. Woraufhin der Busfahrer ausrastete und die Frau aufs übelste mit Worten (die ich hier nicht nennen möchte) beschimpfte. "Schlampe" war noch eins der harmlosesten. Außerdem sagte er, wenn es ihr nicht passen würde, wie er fährt, dann solle sie doch laufen.
Daraufhin mischte mein Mann sich ein und fragte den Fahrer, ob das die richtige Art sei, Fahrgäste zu behandeln. Jetzt würde mein Mann von dem Fahrer als "Idiot" und "arbeitsloser Sozialhilfeempfänger" betitelt und auch ansonsten beleidigt. Auch wurde er von dem Fahrer aufgefordert, nach vorne zu kommen, was sich wie eine Aufforderung zu einer Schlägerei anhörte.
Ich finde nicht, dass Fahrgäste sich so etwas bieten lassen müssen. Auch meine ich, dass der Mann völlig überfordert ist und somit eine Gefahr für den Straßenverkehr ist.
Meine Forderung an Berliner Verkehrsbetriebe:
Abmahnung des Fahreres
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 4
Hallo,
mal ein Tipp, den ÖPNV Betrieben ist es aus Erfahrung völlig egal. Das beste ist den Fahrer wegen Beleidigung anzuzeigen. Sollte sogar online gehen, da mittlerweile viele Dienststellen eine online Anzeige ermöglichen.
Ich bin ein Busfahrer seit 1984 in Koeln und ich moechte den Kollegen nicht in Schutz nehmen, weil ich ihn auch nicht kenne, aber wer in dem heutigem Strassenverkehr sich nicht festhaelt und denkt, er waere in der Disco oder Zuhause in dem Wohnzimmer, der ist falsch im Koepfchen gepohlt, und wer beim scharfen noetigem Abbremsen, weil irgendwer dazwischen oder auf die Strasse gelaufen ist, noch motzt, den musste ich nur fragen: sollte ich draufhalten und den "Umnitten", wenn es auch ihr Kind oder Ehepartner ist? Oder ist es besser, dass ich bei einer normaler Reaktion abbremse? Und zweitens, solche Situationen sind min. 20-50 mal in einer min. acht Stunden Schicht - ich spreche aus Erfahrung und der Druck (seelisch und koerperlich) von allen Betrieben ist mittlerweile so gross, dass z.B. viele der Kollegen bei der KVB schon im Alter von 35-60 Jahre versterben.
Wer kein Verstaendniss fuer die Busfahrer in Grosstaedten aufbringen kann, sollte lieber mit den Taxis fahren.
Okey, man sollte sich als Busfahrer beherschen koennen, aber das ist leichter gesagt als getan - jedem Busfahrer platzt irgendwann mal der Kragen und da muss die Luft raus! Ubrigens das Gesetz sagt ganz klar, wer sich in den oeffentlichen Verkehrsmitteln nicht festhaelt und dabei hinfaelt und sich verletzt (egal wie das Fahrzeug faehrt und abbremst), ist selbst schuld. Und ich stehe auf dem Standpunkt, bevor ich einen totfahre oder zum Kruepel mache, bremse ich (schon als Reaktion), wenn es auch noetig ist, dem entsprechend stark ab. Und bertreffend den Woertern, die wir als Busfahrer der KVB hoeren ist das, was Sie da oben genant haben, sehr sehr harmlos. Wenn ich jetzt anfangen wuerde die alle aufzuschreiben, was ich seit 1984 gelernt und gehoert habe (als Danke schoen so zusagen fuers Befoerdern) von den Fahrgaesten, da wuerden Sie nur noch fragen, gibt es uebrhaupt solche Woerter? Aber zum Gluck habe ich zwei Ohren, es geht zwar durch, aber es bleibt immer etwas haengen... Trotzdem, dass ich bis heute keine einzige Beschwerde habe, aber es ist ein schlechter JOB und dazu noch unterbezahlt. Wer will ihn heutzutage noch machen als Deutscher? Ich habe in den letzetn 15 Jahre mehrere deutsche Kolegen ausgebildet und es sind davon 4-5 geblieben, alle hauen, nachdem die da reingerochen haben, ab. Und wer meldet sich - alles Suedlaender aus moslemischen Laendern - kann nur sagen, armes Tuerkedeutschelande.
Und dich, mein lieber Freund Christian Drinkuth, moechte ich als erstes fragen, ob du der Bruder von Th. D., von unserem Fahrdienstleiter und Verkehrsmeister Bus Betrieb bist. Wenn ja, dann sprich mit deinem Bruder, wie der hochgeklettert ist. Versuch es auch so wie er naemlich durch.
Und zweitens, wenn man so ein Job als Busfahrer nie gemacht hat, sollte man auch keine bescheuerte Ratschlaege wie Anzeigen oder sowas Aehnlichem machen. Das ist genau so, ich wuede mich beim deinem Job reinmischen, wobei ich davon keine Ahnung habe. Nomalerweise wuerde ich als beleidigter Fahrgast bis Ende mitfahren und mit dem Fahrer ein ruhiges klaerendes Gespraech furhen. Meistens beruhigen sich bis dahin beide Seiten und klaert sich alles von alleine. Oder den Fahrer bei der naechster Runde oder am naechsten Tag darauf anzusprechen. Es ist ganz einfach....
1. Nein, bin ich nicht...
2. Ich fahre seit mehr als vier Jahren montags bis freitags jeden Tag zwei mal mit dem Bus, ich habe solche und solche Fahrer erlebt, es gibt sogar Fahrer die, wenn ich mal später dran bin, sogar außerhalb der Haltestelle halten, um mich "aufzugabeln". Meine persönliche Erfahrung ist die, wenn ich auch noch so gereizt bin, dass ich nicht an den Fahrgästen auslassen kann, ich arbeite nunmal in einer "Dienstleistungsbranche". Ich habe den ganzen Tag auch nur mit "Meckerkunden" zu tun, na und dann schlucke ich einmal Atme tief durch und denke mir meinen Teil. Es wurde geschrieben, dass an der Haltestelle scharf gebremst wurde und nicht während der Fahrt. Und ich habe es selbst am eigenen Leib erfahren "dürfen", dass ich trotz Festhaltens mir beinahe das Handgelenk verstaucht habe aufgrund von sehr interessanten Fahrverhaltens. Ich erlebe es immer wieder, dass mit Kollegen an Umsteigehaltestellen geredet wird, ohne auf die Uhr zu sehen und um die Zeit wieder einzuholen, weil ja dann sonst Pausenverzicht geschrieben werden muß, gerast wird und in letzter Sekunde vor der schon dunkelroten Ampel scharf abgebremst wird, ein Kavaliersstart nach Abfahrt an der Haltestelle gemacht wird u.s.w. Natürlich macht der Ton die Musik. Ich habe auch schon Fahrer an besagter Sammelhaltestelle gefragt, ob es möglich wäre, während der fünf minütigen Wartezeit die Motoren abzustellen, da die ganzen Abgase in die jeweils nebenan stehenden Busse geblasen werden, da sich die Auspuffrohre sich direkt gegenüber der offenen hinteren Einstiegen befinden. Und "Idiot" war da auch noch das Harmloseste, was ich zu hören bekam. Wie gesagt, ich habe höflich gefragt. Erst, als ich mich bei dem Verkehrsbetrieb direkt beschwert habe, inklusive über die beleidigenden Äusserungen der Fahrer, änderte sich dies.
3. Und wenn ich beleidigt werde und der Beleidigende nicht vermuten lässt, dass eine vernünftige Aussprache was bringt, dann gibt es eben eine Anzeige wegen Beleidigung. Und nach der Schilderung des Falles sah es so aus, als wenn eine Aussprache nichts bringt.
4. Ein Arschkriecher bin ich nicht, sonst würde ich hier nicht unter meinem bürgerlichen Namen posten, denn ich stehe zu dem, was ich sage! Wobei sich mir die Frage stellt, ob Pipi Langstrumpf Ihr richtiger Name ist?
5. Um mir eine Meinung zu bilden, muß ich nicht jedermanns Job gemacht haben. Und ob Sie schonmal als Feuerwehrmann, Polizist, Kassierin in einem Supermarkt, Bauarbeiter, Kanalreiniger oder Arzt gearbeitet haben, wage ich zu bezweifeln, aber aufgeregt oder sich über diese beschwert, haben Sie sich bestimmt auch schon öfters, oder etwa nicht?
Um es auf den Punkt zu bringen: der Ton macht die Musik und wenn ich höflich auf etwas hinweise und als Antwort darauf beleidigt werde, sorry, da ist auch mein Verständnis zu Ende. Und deswegen werde ich bestimmt nicht bis zur Endhaltestelle mitfahren, soviel Zeit habe ich nicht.
Und wenn ein Busfahrer dann nichts gegen die Jugendlichen unternimmt, die lautstark mit dem Mobiltelefon Musik hören, weil er Angst hat auf die Fresse zu bekommen, aber mir dann verbietet im Hochsommer mal einen Schluck zu trinken, oder der Fahrer, der im Bus! raucht, weil es draußen zu kalt ist. Wie Sie sehen, gibt es immer zwei Seiten der Geschichte.
Und ich habe selber schon in verschieden Diensleistungsbereichen gearbeitet.