Problem mit dem Post-Ident-Verfahren

Bonn

Ich wollte am Samstag einen Brief verschicken, der die Identitätsfeststellung mittels Post-Ident erforderte. Als ich meinen Reiseausweis und die Plastikkarte vorlegte (ich habe nur diese Dokumente und bin staatenlos - der Reiseausweis ist aber laut § 1 Absatz 3 AufenthV ein vollständiger Ersatz des Personalausweises), sagte die Mitarbeiterin, dass sie die Feststellung mit diesem Dokument nicht durchführen könnte.

Zwar kopierte sie mir netterweise die Unterlagen, sodass ich diese in einem Brief an das Geldinstitut versenden konnte; fraglich ist, ob es am Ende akzeptiert wird.

Die Beschwerde hier geht aber nicht explizit die Nürnberger Südstadtfiliale der Deutschen Post, sondern gegen die Deutsche Post an sich: wie kann es sein, dass Menschen, die LAUT GESETZ zum Personalausweis äquivalente Ausweispapiere besitzen (in meinem blauen Pass ist sogar mein Wohnort etc. angegeben), trotzdem so diskriminierend behandelt werden können. Eine Sauerei!

Meine Forderung an Deutsche Post:

Post-Ident mit Reiseausweis (Pass für Staatenlose) ermöglichen, denn Adresse, Geburtsort, -datum, Lichtbild mit Hologramm etc. sind darin enthalten!

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Die Deutsche Post würde das Post-Ident lieber gestern als morgen ganz los werden. Es ist ein Erbe aus der Zeit als sie noch eine Staatsbetrieb war, macht Arbeit bring aber nichts ein.