Der Stromlieferant EON hortet wohl schon jetzt für bevorstehende Investitionen in den endgültigen Atomausstieg Gelder, die er seinen Kunden abzockt. Anders kann ich meinen und auch einige mir inzwischen aus meinem Bekanntenkreis gemeldete Fälle nicht einordnen.
Zu meinem Fall:
Schon viele Jahre bin, bzw. war ich, Stromabnehmer von E.ON-Hanse.
Im Mai 2015, also vor knapp einem Jahr, wurde uns ein neuer moderner Stromzähler mit Stand 0 für HT und NT-Tarif eingebaut. 10 mal wurden uns seither monatlich 64 Euro abgebucht. Das entspricht etwa den Vorjahreswerten.
Im März 2016 haben wir dann eine neue Abrechnung erhalten. Statt der bisher monatlich fälligen 64 Euro sollen wir nach Mitteilung Anfang März 2016 ca. 375,00 bezahlen.
Ich habe in meinem Telefonat mit der Hotline von E. ON die neuen aktuellen Werte unseres Stromzählers mitgeteilt und mir wurde zugesagt, dass ich kurzfristig eine neue Abrechnung erhalten werde. Kurzfristig (innerhalb von 2 Tagen) kam auch in der Tat eine neue Abrechnung. Dieses Mal wurden wir auf ca. 365 Euro monatlich eingestuft. Ich fiel natürlich wieder aus allen Wolken. Ich habe daraufhin erneut die E.ON-Hotline bemüht.
Die Mitarbeiterin sagte mir aufgrund der jetzt telefonisch gemeldeten Werte zu, dass eine weitere neue Abrechnung erfolgt. Ihr mir am Telefon mitgeteilter zukünftiger monatlicher Wert (170, €) lag erheblich unter dem im Schreiben notierten Wert. Wir könnten uns ja in 4 Wochen noch einmal telefonisch anhand der ihr dann mitgeteilten Ablesewerte auf einen neuen aktuelleren Wert verständigen, teilte mir die Dame mit. Sie könne auf keinen Fall den Betrag in die Nähe des bisher monatlich gezahlten Wertes eingeben. Direkt nach meinem Telefonat habe ich dann sicherheitshalber noch eine E-Mail an die EON gerichtet. Ich habe darin zugleich je ein Photo von der Anzeige meines HT- und NT-wertes übermittelt, der sich natürlich ganz geringfügig von dem zuvor telefonisch gemeldeten Wert unterschied. 2 Tage später erhielt ich die neue (inzwischen dritte) Abrechnung. Nun waren es 354,79 Euro (also keine 170 €). Im Online-Kundencenter wurde mir angezeigt, dass die beiden von mir schriftlich mitgeteilten Werte inzwischen eingetragen waren. Aber sie wurden vertauscht angezeigt, HT-Meldung bei NT und umgekehrt. Vielleicht stehen die E.ON-Mitarbeiter ja unter Dauerstress. Ich habe daraufhin beschlossen, den Stromanbieter zu wechseln, um meinen Stressfaktor in Zukunft zu minimieren. Kurze Zeit nach dem Online-Abschluss bei der Firma Stromio wurde mir von dort mitgeteilt, dass die Firma E.ON quasi horrende Verbrauchswerte gemeldet hat, und ein Vertrag daher unter den gewünschten Bedingungen nicht zustande käme. In einem netten Telefonat mit Stromio habe ich den Sachverhalt (von 0 auf 3.600 KW in 11 Monaten) geklärt und erhalte nun seit 19.4. Strom von diesem Anbieter.
Von E.ON wurde ich aufgrund des Wechsels aufgefordert, die Stromzählerstände zu melden. Dies habe ich dann ebenfalls schriftlich erledigt (Photos der HT- und NT-Werte einschließlich Zählernummer waren meiner Mail beigefügt. Übrigens, die Firma E.ON hat am 31.3. unser Konto mit 717,79 € (2 mal 358,90) belastet. Bisher habe ich trotz meiner schriftlichen Aufforderung von E.ON keine Korrektur des zu viel abgebuchten Betrages erhalten.
Natürlich diskutiert man einen derartigen Fall im Bekannten- und Freundeskreis.
Aus diesem Kreis habe inzwischen noch keinen gesprochen, der nicht darüber klagt, dass er von E.ON für die Zukunft nicht (zum Teil erheblich) hochgestuft worden sei, obwohl zum Teil Gutschriften aufgrund von zu hohen monatlichen Vorabbuchungen erfolgten.
Ich bitte um Weiterleitung an E.ON - Ich behalte mir vor, dieses Schreiben an die schreibende oder sendende Presse zu übergeben.
Bestell-/Kundennummer: 3105977278
Meine Forderung an E.ON Energie Deutschland:
Kurzfristige wohl wollende Endabrechnung
Antwort auf die Beschwerde vom 04.05.2016
Sehr geehrter Herr Köhl,
es tut uns leid, dass wir Sie verärgert haben und danken Ihnen für die Möglichkeit den Sachverhalt zu prüfen.
Wir kümmern uns um Ihr Anliegen und werden uns schnellstmöglich wieder bei Ihnen melden.
Ihre E.ON Energie Deutschland GmbH
Antwort auf die Beschwerde vom 04.05.2016
Sehr geehrter Herr Köhl,
heute melden wir uns gern noch einmal bei Ihnen um zu erfahren, ob Sie mit der Klärung Ihres Anliegens und unserem Schreiben aus Mai 2016 zufrieden sind.
Bitte melden Sie sich bei uns, wenn wir noch weitere Fragen beantworten können. Wir sind gern für Sie da.
Sollte Ihr Anliegen zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sein, würden wir uns freuen, wenn Sie Ihre Beschwerde auch hier in der ReclaBox als gelöst kennzeichnen.
Viele Grüße
Ihre E.ON Energie Deutschland GmbH
kommentare und trackbacks 3
Verbrauchssteigerung von ca. 2 Euro auf inzwischen 4,3 Euro je Tag seit Einbau von neuem Zähler kann nicht nachvollzogen werden. Hierzu gibt es keine Erklärung hinsichtlich einer Änderung im Verbraucherverhalten.
Mein Schreiben mit jährlicher Verbrauchstatistik seit 1994 (mein Aufzeichnungsbeginn) folgt an E.ON Landshut
Günter Köhl
Meine Beschwerde konnte zwar nicht gelöst werden, im Nachhinein kann ich allerdings nicht nachvollziehen, was diese "Kostenexplosion" in der Abrechnungsperiode 2015-2016 verursacht haben soll. Für mich ist es aufgrund meiner seit April 2016 vollzogenen täglichen Verbrauchsstatistik ebenfalls unerklärlich, wieso man unseren Haushalt von Seiten der E.ON von monatlich 64 Euro auf rund 365 Euro heraufstufen wollte.
Der tägliche Verbrauch bewegt sich täglich im N- und T-Bereich max. zwischen 8 und 12 KW.
Um (zwar mit Bauchschmerzen) zu einem Ende zu kommen, schließe ich meine Beschwerde.