Ich bin seit 1994 Kunde beim Amazon Vorgänger ABC Bücherdienst und Amazon.
2007 hatte ich eine Geschäftsinsolvenz und ein Verkäuferkonto wurde von Amazon gesperrt. Seitdem bin ich Primekunde und bestelle circa 100 Waren im Jahr. Vor acht Wochen wurde seitens Amazon mein Kundenkonto ohne Vorwarnung gesperrt. Nach mehreren Telefonaten mit dem Kundendienst stellte sich als Grund heraus, dass Amazon zwei bestellte Waren aus der Geschäftsinsolvenz 2007 als nicht bezahlt reklamierte.
Nach einem Telefonat mit der betreuten Inkassofirma teilte diese mir mit, sie können in meinem Fall keine weiteren Maßnahmen unternehmen, da ja diese Bestellungenen Teil einer Insolvenz seien.
Ich bot daher Amazon an, die zwei Waren in Höhe von circa 100 Euro direkt zu bezahlen. Eine Kundenbetreuerin sendete mir dazu die Kontodaten. Nach circa zwei Wochen bekam ich dann auch noch Post von einem anderen Inkassounternehmen, das mir ebenfalls nochmals 49 Euro Kosten von seitens Amazon in Rechnung stellte.
Ich habe alles sofort bezahlt und dachte, nun ist wieder alles gut mit meinen Konto. Fehl gedacht.
Seitdem kann ich nur noch Waren bestellen, die nicht mehr als 100 Euro kosten. Alle anderen Bestellungen (Hängeschränke für 300 Euro oder ein Grillkamin 400 Euro) wurden von seitens Amazon als nicht per Bankeinzug bestellbar abgelehnt, mit der Aufforderung per Kreditkarte zu bestellen.
Nach mehrmaligen Nachfragen beim Kundenservice wurde mir mitgeteilt: "Wir behalten uns vor, die Zahlungsweise Kreditkarte als einzige zu akzeptieren. Sollten Sie sich für diese Zahlungsart entscheiden, bitte ich Sie, eine neue Bestellung wie gewohnt über unsere Website aufzugeben. Da es sich hierbei um einen internen Vorgang handelt, kann ich Ihnen leider keine näheren Informationen dazu geben und bitte hierfür um Verständnis."
Dass ich dafür überhaupt kein Verständnis habe, ist ja klar. So etwas passt ja auch nicht zu den kundenfreundlichsten Unternehmen der Welt, mit dem Amazon Werbung macht. Ich werde daher die Geschäftsbeziehung mit diesem Unternehmen einstellen, denn andere Unternehmen bieten auch Waren an, manche sogar erheblich günstiger als Amazon.
Ich hoffe, mein Beispiel zeigt anderen auf, dass Amazon mit Kunden schrecklich umgeht und es sie überhaupt nicht interessiert, ob man langjähriger Stammkunde ist oder nicht.
Meine Forderung an Amazon.de:
Völlige Freischaltung meines Kundenkontos ohne Einschränkung.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 2
Diese "100 Euro Regelung" ist ein ganz normaler Vorgang bei Amazon, wenn man mal Probleme oder einen Rückstand hatte oder aber auch bei Neukunden oder Kunden mit mittelmäßiger Bonität, Score, und was es da alles für interne Kriterien gibt. Die Lösung ist denkbar einfach. Man muss nur eine entsprechende Anzahl Bestellungen tätigen (bis 100 Euro), und wenn diese reibungslos klappen und es keine Probleme mit der Lastschrift gibt, erhöht sich das Bestellvolumen in aller Regel auch wieder. bspw Sie bestellen 30 mal bei Amazon bis 100 Euro, es gibt keine Probleme, dann können Sie auch wieder teurere Waren bestellen.
Wenn Sie liquide sind, verstehe ich Ihren Ärger nicht. Ob Sie per Lastschrift oder KK zahlen ist doch für Sie kein Unterschied. nach nur richtig ist. VA ist es in Ihrem Fall ja nicht unbegründet (siehe Insolvenz 2007).
Wie bereits erwähnt, ist dass mit der 100€ Regel ganz normal.
Viel Erfolg dabei, einen Online Versandhandel zu finden, der Ihnen Ware für 400,00€ zuschickt ohne vorher Geld (Sofortüberweisung, Kreditkarte, Überweisung im Voraus, etc.) gesehen zu haben.