Flug gebucht ueber opodo.com, weil es guenstig war, fuer meinen Mann, mich und unser zum Reisezeitpunkt 11 Monate altes Baby. Flug von Porto Alegre (Brasilien) nach Bremen, ueber Rio de Janeiro und Frankfurt am 8.09.2016 (Rueckflug am 28.09.2016)
Am Flughafen angekommen, nach 4 h Anreise im Bus, wurde uns mitgeteilt, dass das e-Ticket nicht den korrekten Namen unserer Tochter enthaelt. Statt Adda Luíza stand dort Addaluiz. Trotz Originalgeburtsurkunde und Paessen von uns allen drei (in ihrem und in der Urkunde sind wir als die Eltern ausgeschrieben), wurden uns von der Fluggesellschaft Avianca mitgeteilt, dass man uns nicht einchecken koenne, weil der Name nicht uebereinstimmt.
Haette es eine 24-h-Hotline gegeben, haette Opodo vermutlich leicht ein neues Ticket ausstellen koennen bzw. dieses veranlassen koennen. So waren wir aber um 15 Uhr brasilianischer Zeit ausserhalb der "Oeffnungszeiten" von Opodo. Ausdrucken der REchnung vor Ort hat nicht geholfen, obwohl dort zu sehen war, dass ICH alle Namen korrekt eingegeben habe.
Also mussten wir mit Baby in ein Hotel gehen. Um 3 Uhr morgens habe ich dann fuer ca. 1 h in der Warteschlange gehangen mit zwischendurch auch Gespraech mit einem deutlich ueberforderten (oder uebermuedeten) Mitarbeiter (dessen Namen ich notiert habe). Selbst nach 10 Minuten Gespraech musste ich immer wieder unsere Situation erklaeren, inklusive der Tatsache, dass wir NICHT geflogen waren. ER machte sich offensichtlich nicht eine einzige Notiz.
Da unser erster Flug bereits begonnen hatte, ist angeblich technisch keine Umbuchung moeglich, auch eine Stornierung nur gegen Gebuehr. Und zudem muss der Mitarbeiter staendig Ruecksprache halten, unter anderem mit Lufthansa (die zwei der drei Fluege durchfuehren). Er raet uns, am Flughafen die Avianca als ausfuehrende Fluggesellschaft in die Pflicht zu nehmen, da diese uns haetten mitnehmen muessen: Das elektronische System, das Opodo nutzt, namens Amadeus wuerde automatisch Namen, die zu lang sind, auf die erlaubte Zahl einkuerzen. Das sei aber kein Problem und die Fluggesellschaft haette uns befoerdern muessen. Eine Neu- oder Umbuchung wollte der Herr auch nicht vornehmen, sondern empfahl, dies direkt bei Avianca zu tun (die angeblich auch Lufthansa-Fluege buchen koenne).
Am naechsten Tag um 7 Uhr waren wir zur Oeffnung der Avianca-Geschaeftsstelle wieder am Flughafen, wo man uns exakt die gleiche Auskunft wie am Vortag gabe - eine internationale Beforderung waere nicht moeglich, und spaetestens in Rio sei die Reise zuende gewesen (wo dank der Paralymics kein Hotel gewesen waere) oder wir waeren evtl. bis Frankfurt gekommen, wo man uns aber mit 100 % Sicherheit zurueck nach Brasilien geschickt haette (also 12 h Flug hin und 12 h Flug wieder zurueck - wohlgemerkt mit Baby). Wir haben uns diesen Sachstand durch die ANAC, die Flug-Aufsichtsbehoerde Brasiliens bestaetigen lassen. Zudem konnte Avianca keine Buchung durchfuehren (selbst wenn sie gewollte haetten), maximal innerhalb Brasiliens. Ein neuer Flug - wie wir im Flughafenreisebuero erfragt haben, waere zum dreifachen unseres Preise erhaeltlich gewesen. Zu viel fuer uns ohne Sicherheit einer Erstattung des vorherigen Fluges. Da wir uns einen neuen Flug nicht leisten konnten, sind wir wieder die 4 h mit dem Bus zurueck gefahren.
Eine schnelle Hilfe gab es nicht. Kein Angebot fuer einen Flug, kein Schuldeingestaendnis, keine Moeglichkeit fuer uns, in einem Land mit 5 h Zeitzonendifferenz zu Deutschland, in direkten Kontakt zu treten, noch eine Hilfe bei Erstattung oder aehnlichem. Die Ankuendigung, die Lufthansa um Erstattung zu bitten, kann ich nicht mehr ernst nehmen, da seit meinem Anruf (am 9.09. um 3 Uhr) schon 1 Tag und 19 h vergangen sind und bisher nichts aufgetaucht ist.
Wir verlangen den Flugpreis ohne jegliche Gebuehren, die Erstattung von Hotel- und Taxikosten sowie die Zahlung eines Schmerzensgeldes fuer die inakzeptable Situation mit einem kleinen Baby einen von langer Hand geplanten Flug nicht antreten zu koennen. Es war kein Urlaub i. e. S. geplant, sondern diese Reise sollte das erste Treffen meiner Tochter mit meinen Eltern, ihren Grosseltern ermoeglichen, die ihr Enkelkind noch nie gesehen, noch nie im Arm gehabt haben. Dafuer haben wir lange gearbeitet, da uns das Geld nicht in den Schoss faellt, obgleich Opodo das zu meinen scheint. Wann wir uns den naechsten Flug leisten koennen, steht in den Sternen.
Wir koennen diese Reiseagentur nicht empfehlen, auch wenn der Flug relativ guenstig war. Fuer uns hat sich dies in den groesstmoeglichen Albtraum verwandelt, weil ein elektronisches System den Namen unserer Tochter "eigenwillig" gekuerzt und damit unsere Reise unmoeglich gemacht hat. Dies war nicht eindeutig zu erkennen, selbst wenn wir gewusst haetten, dass dies solche Probleme mit sich bringt, weil in der Rechnung alle Namen korrekt geschrieben sind.
Bestell-/Kundennummer: 2063752068
Meine Forderung an Opodo Deutschland:
Flugpreis, evtl. Stornogebuehren, Hotel- und Taxikosten, Schmerzensgeld
Antwort auf die Beschwerde vom 18.09.2016
Sehr geehrte Frau Dr. Holthusen,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Wir informieren Sie, dass die Erstattung am 30. September bearbeitet wurde.
In der Regel kann es bis zu 2- 3 Werktage dauern, bis Sie der Betrag einsehen können.
Mit freundlichen Grüßen,
Cristina- Customer Care
kommentare und trackbacks 1
Mit Fristsetzung 27.09. zur Erstattung der Flugkosten (ich war so freundlich - bisher - nicht einmal Schadenersatz zu verlangen) hat man uns zunaechst versichert, es tue Opodo sehr leid und man wuerde uns den Betrag erstatten (letzte Woche). Allerdings ist seitdem nichts mehr passiert. Stattdessen scheint man uns hinzuhalten, in der Hoffnung, dass wir aufgeben. Es gibt keine Informationen, ausser eine Bitte um eine Vollmacht, um die Lufthansa zum Fall zu befragen. Das aendert aber nichts an dem eigentlichen Problem, das von Opodo verursacht wurde.
Ich werde jetzt einen Anwalt hinzuziehen und auch Schadenersatz inkl. Schmerzensgeld einfordern.