11.07.2008: Gespräch mit der Chefin des Hauses von Manpower

Hatte mich Anfang Juni per Internet bei Manpower beworben, ein paar Tage später meine Bewerbung abgegeben.

Meine Bewerbung wurde angenommen und mir gesagt, sie würden sich melden.

Als ich am 11.07. mittags die Geschäftsstelle aufsuchte, mit der Bitte mir eine Bescheinigung für einen Gerichtstermin zu geben, wurde mir mit geteilt, das ich meine Bewerbung wieder mitnehmen sollte ,da ich ja ein Job hätte, ich solle mich woanders bewerben, sie könnten mir nicht weiterhelfen. Auf meine Frage warum, kam von ihnen, warum ich einen Job suche würde, ich hätte ja einen, dann wurde mit nur gesagt , das sie nicht mit mir zusammenarbeiten könnten, da ich nicht teamfähig sei.

Auf meinen Hinweis, ich suche jetzt ein Ganztagsjob, meinten sie, da ich ja einen Job hätte, sei ich ja nicht motiviert, und das meine Bewerbung nicht vollständig sei, das sie nicht mit mir zusammenarbeiten könnten, das ich nicht teamfähig sei.

Auf meine Frage was den fehlen würde (meine Unterschrift fehlte, wurde aber nicht als ich die Bewerbung persönlich abgab bemerkt), kam von der Chefin (hat sich mir nicht vorgestellt), das soll ich selber feststellen.

Auf meine Frage ob sie mir eine Bescheinigung ausstellen würde, meinte sie nur das würde sie nicht tun. Ich solle meine Unterlagen nehmen mich bei anderen Leiharbeiterfirmen bewerben und gehen, was ich auch getan habe.

Mein Eindruck und meine Meinung ist nun, sie waren solange interessiert bis sie feststellten, dass ich ein Halbtagsjob habe, nicht beim Arbeitsamt gemeldet bin, also diese Firma keine Zuschüße vom Arbeitsamt für mich bekommt. Das wurde durch die Aussage verstärkt, dass ich einen Job hätte. Ich wurde sehr unhöfflich hinausgebeten, ohne das mir eine Chance auf ein Gespräch gegeben wurde.

Meine Forderung an Manpower:

Keine Forderung, möchte mit dieser Firma nicht mehr verhandeln oder etwas zu tunhaben

Firmen-Antwort ausstehend seit 17 Jahren, 344 Tagen und 8 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

einem Bekannten von mir, der arbeitslos gemeldet ist, hat man einen Job für etwas über 5 Euro Brutto pro Stunde angeboten. Manpaower hat sich extrem penetrant an seine Fersen gehängt, obwohl er sowohl dem Arbeitsamt als auch Manpower zu verstehen gab, daß er fast zu identischen Zeitpunkt wie der perspektivische Arbeitsbeginn bei Manpower bei einer anderen Firma loslegen könne - aber eben zu einem vernünftigen Stundenlohn. Werde ihm diese Beschwerde gleich mal weiterleiten, da ich hier herauslese, daß es Manpower wohl hauptsächlich um die Förderung durch das Arbeitsamt geht. Natürlich wäre auch interessant zu erfahren, welche Form der Förderung Manpower erhält?

Ich glaube, die bekommen eine Vermittlungspauschale, also nicht wenig Geld, falls sie Arbeitslose in Jobs vermitteln. Ich hab mitgekriegt, dass viele Zeitarbeitsfirmen den Arbeitslosen regelrecht hinterherlaufen, sogar denen, die nicht mal ne Ausbildung haben!

Fast traue ich es mich gar nicht zu sagen, um nicht mit Manpower & Co. über einen Kamm geschoren zu werden, aber gerne übernehmen Zeitarbeitsfirmen mittlerweile auch die Jobs von privaten Arbeitsvermittlern (der ich auch mal selbstständigerweise war vor ein paar Jahren). Private Arbeitsvermittler (und so auch Manpower und andere), verdienen an Arbeitslosen bei der Einstellung zunächst mit dem sog. Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur. € 1.500,- für die Einstellung des Arbeitslosen (natürlich über eine zweite Firma, die entweder den gleichen Geschäftsführer hat oder durch ein Partnerunternehmen, das die Vermittlungsprovision dann teilt, da "Selbsteinstellung" nicht vorgesehen ist im Gutschein). Darum sind "Nicht-Arbeitslose" auch nicht gern gesehen, weil die € 1.500,- dann nicht fliessen. Meine Meinung dazu ist, dass Zeitarbeitsfirmen sich auf das besinnen sollten, was ihre Aufgabe ist: die "Verleihung" von Arbeitnehmern an Fremdfirmen. Ich als privater Arbeitsvermittler hatte auch keine Chance, Arbeitnehmer bei Manpower & Co. unterzubringen, da ich meine Provision für engagierte und legale Vermittlungsarbeit nicht teilen wollte.

Hallo,

mein Mann und ich kennen das ganze "THEATER" mit Arbeitsvermittlungsfirmen wie auch Zeitarbeitsfirmen rauf und runter! Unerträgliche Lebenssituationen muß man aushalten, um überhaupt arbeiten zu können.

Ach, ist doch so wie so egal, was man hier schreibt - unsere Regierung interessiert es eh nicht, wie wann wo für welchen Lohn die Zeitarbeiter ihre(n) Haut Kopf Körper, nicht zu vergessen ihre Seele hinhalten müssen.