Unitymedia will 313 € für 5 einhalb Jahre alte Geräte.

Der Unitymedia Kundenservice fordert 5 Geräte von mir zurück.
Wenn ich sie nicht zurücksende, solle ich sie bezahlen: 313,00 Euro.
Diese Forderung erreicht mich Ende August.
Ich bin Mitte Mai von Frankfurt nach Berlin gezogen. Darum kann ich nicht mehr Unitymedia Kunde sein. Zur Kündigung des Vertrages musste ich eine neue Meldebestätigung vom Bürgeramt holen. Das war schon mal die erste anmaßende Schikane.
Über meinen Umzug habe ich schon im April mit dem Unitymedia Kundendienst gesprochen.
Ich wollte wissen, wie ich denen meine Nachmieterin unkompliziert übertrage. Es war sehr kompliziert, Unitymedia den Gefallen eines neuen Kunden zu erweisen.

Hätte mir im April oder Mai jemand gesagt oder deutlich geschrieben, dass Unitymedia alte Geräte zurück haben will, hätte ich sie gerne geschickt. Darauf wäre ich aber nie gekommen, weil in zwanzig Jahren noch nie ein Provider alte Geräte von mir zurück haben wollte.
Alte Geräte werden neuen Kunden nicht weiter gereicht. Also habe ich die Geräte nach meinem Umzug in Berlin zum recyclen gebracht.

Ich habe sie 5 Jahre und 6 Monate verwendet und mit meinem Abo mitbezahlt. Heute verwendet Unitymedia sicher akutellere Modelle.
Weil beim Samsung Horizon das W-Lan nicht ging, bekam ich einen extra Router und dazu einen Splitter-Verstärker, damit das Signal für Router und Horizon reicht.
Insgesamt standen 5 Geräte mit 5 Stromkabeln hässlich um meinen Fernseher rum.

Ich hielt die Forderung für einen Irrtum, schrieb dem Geschäftsführer Lutz Schüler, dem Sen.VP.UK André Schloemer und dem Leiter Kom Johannes Fuxjäger. Keiner hielt es für notwendig, mir zu antworten. Sie delegierten kommentarlos. Beschwerdemanager verwiesen auf Kleingedrucktes in Anhängen oder AGBs.
Im November bekomme ich eine Mahnung.
Die wollen ihre Abzocke wirklich durchziehen.
Jetzt bin ich sauer. Das verzeihe ich nicht.

Meine Forderung an Unitymedia Hessen:

Nicht durch anmaßende Forderungen belästigt werden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Dem Kommentar von Manuel Drescher zufolge, dürften Unitymedia's Kunden nicht mehr den großen Zahlen und Texten der Werbung und Begrüßungsschreiben vertrauen, sondern erst dem sorgfältig studierten Kleingedruckten der Verträge.
Forderungen über 3oo Euro sind im Kleingedruckten versteckt, werden in der üblichen Korrespondenz und den vielen Telefonaten aber nicht erwähnt. Wenn diese Haltung im Fernsehen bekannt wird, verliert Unitymedia, wie jeder andere Anbieter, das Vertrauen der Kunden. Wäre Unitymedia kein Monopolist, würde dieser Anbieter Kunden, Marktanteile, Margen und sein Geschäft verlieren.

Jede Botschaft ist so gut, wie das, was von ihr ankommt.
Der Sender ist verantwortlich für das klare Verständnis beim Empfänger.
Der Anbieter verantwortet, dass die wichtigsten Botschaften früh, klar, deutlich beim Kunden ankommen. Der Kunde ist König. Und heute ist der Kunde auch Krieger. Kunden lassen sich nicht mehr in kleingedruckte Fallen locken. Kunden wehren sich.

Die Haltung, die Manuel Drescher vertritt, würde sich kein Anbieter im wettbewerbsgetriebenen Markt der Mobiltelefone leisten. Da werden umworbene Kunden kulant bedient. Im Markt der Kabelanbieter sind Monopolisten. Deren Haltung sehen wir hier.

Unitymedia reagiert nicht. Es sei denn, durch den Kommentator in Reclabox. Ich war heute bei meinem Anwalt.

Unitymedia besteht immer noch auf der Forderung von über 300 Euro für 5 1/2 Jahre alte Geräte. Unitymedia droht mit Inkasso. Mein Anwalt reagiert darauf. Eine Anwältin der Berliner Verbraucherberatung sagte mir, dass sie viele solche Fälle kennt. Telkos versuchen mit Tricks und Drohungen Geld zu bekommen, klagen am Ende dann aber doch nicht. Also einfach nicht zahlen.

Unitymedia reagierte noch nicht auf den Brief meines Anwaltes auf deren zweite Mahnung hin. Eine Anwältin der Verbraucherzentrale Berlin sagte mir, sie kenne viele solche Fälle. Telkos versuchen halt abzuzocken, was sie können, solange manche Kunden eingeschüchtert zahlen. Sie rät: Nicht zahlen. Die Telkos drohen zwar, klagen dann aber doch nicht. Ich bin froh, dass Advocard meinen Anwalt zahlt, der das Thema weiter verfolgt, während ich mich abwenden kann von der schlechten Gesellschaft so einer Telko und mich guten Kunden, guten Dienstleistern und guter Gesellschaft zu wenden kann.