Der PayPal-Dienst wird in letzter Zeit seitens eBay den Verkäufern aufgedrängt, so dass viele Angebote nur per PayPal bezahlt werden können. Als Käufer in einem solchen Handel sandte ich die Ware zurück und streckte dabei gemäß Absprache mit dem Händler die Frachtkosten vor, der diese dann per PayPal erstattete.
Das Geld ist auf dem PayPal-"Konto", aber nur für PayPal-Vorgänge nutzbar. Wenn man es in bar auf seinem normalen Konto haben will, muss man es dahin "überweisen" und zu dem mehrere Tage darauf warten - weiterhin soll eine "Empfangsgebühr" (von 1,11 €) berechnet werden.
Ist es überhaupt zulässig, dass ein Finanzdienstleiser solche Beträge einkassiert? Was sagt die BaFin zu solchem Gebaren?
Meine Forderung an PayPal:
Verzicht auf die Empfangsgebühr, sofortige Überweisung von Guthaben.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 11
Auch in Ihrem Fall kann man nur empfehlen sich die AGB durchzulesen, bevor man ein Konto bei Paypal eröffnet:
https://www.paypal-deutschland.de/privatkunden/was-ist-paypal/gebuehren.html
Was soll die Bafin dazu sagen? Die Banken sind mit Ihrer Gebührenpolitik ziemlich frei und des weiteren handelt es sich nicht um ein deutsches Unternehmen.
https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=xpt/Marketing/general/Imprint-outside
Nachtrag: bei den beiden Links das "https://" vorne entfernen, sonst funktioniert die Weiterleitung nicht.
Es wundert eben, dass solche Geschäftspraktiken überhaupt zulässig sein sollen. Und die Bemerkung zu den AGB kann ja nur von einem Anwalt oder einem Lohnschreiber kommen - natürlich liest _niemand_ die AGB durch, vielmehr geht man davon aus, dass der Gesetzgeber vernünftige Rahmenbedingungen setzt; meist klappt dies ja auch - hier offenbar nicht.
@ReclaBoxler-1424491
Worin soll sich der Gesetzgeber denn noch alles einmischen? Jeder, der über PayPal Geschäfte abwickelt, sollte wissen, dass in manchen Fällen Gebühren anfallen, genauso wie bei den normalen deutschen Geschäftsbanken auch. Das ist ja schließlich deren Geschäftsmodell und wenn die das aufgeben würden, wären morgen die nächste Pleite fällig. Es gibt nunmal nichts umsonst im Leben, besonders nicht bei Geldgeschäften.
Wie gesagt, Paypal hat auf eBay einen Monopol-Status, und eBay wiederum unter den online-Händlern. Und als _Käufer_ und Zahler habe ich normalerweise eben _keine_ Gebühren zu zahlen, insofern sind "Empfangsgebühren" bei der Erstattung eines Betrags überraschend.
Und welche Bank verlangt noch einmal solche Gebühren? Ich kenne Gebühren da, nur für die Kontoführung und Überweisungen - aber für den _Empfang_?
@ReclaBoxer-1424491
Sie vergessen, dass die meisten Geschäftsbanken eine monatliche Gebühr oder einen Mindestgeldeingang fordern. Paypal erhebt keine Grundgebühren und finanziert seine Geschäfte eben über die von Ihnen beanstandete Methode. Dies ist auch nicht irgendwo im Kleingedruckten versteckt, sondern steht groß und deutlich auf der Seite von Paypal.
Man kann ja wohl kaum erwarten, dass die angebotenen Dienstleistungen für "lau" erbracht werden.
@ReclaBoxer-1424491
Bei Ihrer Hausbank zahlen Sie aber auch in der Regel Kontoführungsgebühren oder es muss zumindest ein Mindestbetrag monatlich eingehen. Das Paypal Konto kennt keine monatlichen Gebühren und finanziert sich über die von Ihnen beanstandete Methode.
Das sollte man schon einsehen, dass eine Dienstleistung nicht vollkommen umsonst zur Verfügung gestellt werden kann. Das wird auch nicht im Kleingedruckten versteckt, sondern ist groß und deutlich bei den Gebühren auf der Paypal Seite zu lesen.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst.
Nochmal: Keine Bank wagt es, von dem _Empfänger_ einer Überweisung Gebühren zu verlangen. Und was den Vergleich mit den Gebühren von Hausbanken angeht: PayPal liefert auch nicht deren Leistungen, etwa die banale Überweisung an ein beliebiges Konto.
Seien wir ehrlich: Es ist ein Zusatzdienst von eBay, wäre ohne eBay nicht enstanden, könnte ohne eBay nicht überleben - und da ist nicht einzusehen, warum sie zusätzlich zu eBay mit seinen fetten Gewinnen aus dem quasi-Monopol hier auch noch mal abschöpfen müssen.
Hier ist der Verbraucherschutz gefragt - und ja, auch die Bankenaufsicht, vor allem wegen der Empfangsgebühr.
@ReclaBoxer-1424491
Noch einmal, PayPal ist keine normale Bank, sondern ein Dienstleistungsunternehmen, das eine problemlose Zahlung über das Internet bietet und Gebühren für den Zahlungsempfang verlangt. Jede Bank erhebt auf die eine oder andere Weise solche Gebühren beim Zahlungsempfang, z.B. wird bei jeder Zahlung, die mit der EC-Karte getätigt wird, ein Obolus vom Verkäufer an die Bank fällig. Das Gleiche gilt für Zahlungen mit der Kreditkarte. Fragen Sie doch mal einen Verkäufer, egal ob im Internet oder bei Rewe, Aldi, Aral usw. usw., ob er dieses Zahlverfahren kostenlos nutzen kann. Besonders bei Kreditkarten fällt einiges an. Warum sollte sich also die Bankenaufsicht darum kümmern, wenn dieses System der Gebührenpolitik weltweit angewandt und auch respektiert wird? Es kann sich keine Firma leisten so etwas kostenlos anzubieten, weil es eben Kosten verursacht. So einfach ist das, auch wenn es immer wieder gerne Schnorrer gibt, die denken, alles umsonst kriegen zu müssen. Das ist unser Wirtschaftssystem und damit muss man leben.
@hans
PayPal ist eine Bank, sonst dürften sie ihr Geschäftsmodell gar nicht legal führen, was zuvor sogar der Fall war.
Zitat: PayPal hat von der luxemburgischen Bankbehörde eine Banklizenz für Europa erhalten und wechselte zum 2. Juli 2007 seinen eigenen Status zu einer Bank.
Klar ist PayPal Abzocke, würden sie die Gebühren beim Käufer abrechnen, wie es rechtlich in Ordnung wäre, würde es auch keiner nutzen. Also nutzen Sie das auch mehr oder weniger aus und spätestens hier sollte sich eine Bankaussicht, Verbraucherschutz oder ein Kartellamt einmischen.
Jeder, der je versucht hat, gegen PayPal zu klagen, wurde bei Unterlassung mit einem schönen Sümmchen belohnt. So werden die Feinde ganz schnell zu PayPals (Zahlkumpels).
Ansonsten hilft jedes Forum, welches sich mit der selben Thematik beschäftigt, weiter.