Ich möchte die noch laufende Geschichte kurz chronologisch darstellen. Doch zuvor noch eine kurze Einführung: ein französiches Transportunternehmen hat für die Zustellung meiner Sendung über eine Distanz von 7.200 km 6 Tage benötigt. Auf meine Zustellung vom DPD-Depot (Luftlinie 20 km) warte ich seit 7 Tagen. Nun aber zum Ablauf:

11.01.17: Mail, dass die Zustellung am nächsten Werktag erfolgen wird (12.01.17), ich jedoch noch eine Mail hinsichtlich des Zustellzeitraumes erhalten werde.

12.01.17: Nichts passiert! Mal die Paketauskunft angerufen. Kann ja sein, dass die Mail nicht angekommen ist und ein Zustellversuch unternommen wurde etc. Einfach mal nachfragen. Antwort: die Zustellung erfolgt am nächsten Werktag (13.01.17). Schon mal gehört und wäre dann ja auch ok.

13.01.17: Nichts passiert! Mail an DPD geschickt - keine Reaktion!

15.01.17: erneute Mail an DPD geschickt. Richtig, war ein Sonntag Abend, denn ich hatte die Hoffnung, dass diese Montag gleich früh dort vorliegt und bearbeitet wird. Ja, hin und wieder bin ich naiv.

16.01.17: Um 17:15 Uhr angerufen, wie denn nun der Sachstand wäre. Mit wurde mitgeteilt, dass meine Mails dort vorliegen. Auf die Frage, warum denn nicht reagiert wurde kam nur ein langanhaltendes Schweigen. Mir wurde allerdings eine Klärung zugesagt und dass spätestens am Folgetag ein Rückruf durch das Depot erfolgt. Hmmm, raten wir mal gemeinsam, ob dies erfolgt ist. Richtig geraten - natürlich Nein, denn wir sind ja bei DPD!

17.01.17: Da muss ich ja mal sagen, dass DPD wenigstens konsequent ist. Wenn sie sich schon nicht melden und um Nichts kümmern, dann aber auch durchgängig. Hut ab! Noch eine Mail an zwei DPD-Adressen geschickt (empangen + certificat) und die Bundesverbraucherzentrale. Mal schauen, was so passiert. Ok, ob was passiert.

18.01.17: Meldung von DPD Socialmedia. Man benötigt nun dort meine Paketnummer, so dass man sich um mein Anliegen kümmern kann. Ja, das habe ich schon mal gehört. Aber warum die Hoffnung verlieren, wenn DPD es offensichtlich schon mit meinem Paket gemacht hat?

So viel erst einmal zum Sachverhalt. Ich empfinde es nicht einmal so tragisch, dass die Zustellung so lange benötigt. Dies allerdings nur für den Fall, dass diese denn überhaupt mal erfolgen wird. Ich empfinde es als Unverschämtheit, wie der Kundendiest mit Kunden umgeht. Mails werden zur Kenntnis genommen (toll!) und es wird erst einmal rein gar Nichts unternommen. Erst wenn man bei DPD die richtigen Adressen anschreibt fühlt sich das Unternehmen für die Kundenanliegen zuständig. Aber ist das wirklich nötig, lieber DPD? Offensichtlich Ja!

Ich warte jetzt erst einmal notgedrungen ab, ob und welches Feedback von DPD erfolgt. Mehr später.

Meine Forderung an DPD:

Wo ist mein Paket?

Antwort auf die Beschwerde vom 18.01.2017
DPD Dynamic Parcel Distribution GmbH & Co. KG

Abteilung: Social Media

19.01.2017 | 06:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Braun,

für den von Ihnen beschriebenen Vorfall möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Dies entspricht sicherlich nicht unseren Ansprüchen und möchten dazu eine Prüfung vornehmen.

Damit wir Einsicht auf die Daten erhalten, bitten wir Sie, uns noch die betroffene Paketnummer an unsere E-Mail Adresse (socialmedia@dpd.de) zukommen zu lassen.

Wenn wir Ihre Antwort vorliegen haben, werden wir uns dies näher ansehen und Ihnen weiterhelfen.

Schöne Grüße,

Ihr DPD Team

bewerten sie die antwort von DPD Dynamic Parcel Distribution GmbH & Co. KG

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Zwischenzeitlich wurde mir mitgeteilt, dass meine Sendung "außer Kontrolle" geraten ist! Tja, was muss man sich darunter vorstellen? Nach einigen Rückfragen erhielt ich letztendlich am Montag, 23.01.17, von socialmedia@dpd.de die Erklärung, dass man sich im Depot den Verbleibenden der Sendung nicht erklären kann. Da der Versender nachweislich seinen Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag nachgekommen ist, schließt dieser (verständlich) eine Ersatzlieferung aus. Ich habe gegen diesen also keine Ansprüche, sondern nur direkt gegenüber Dpd. Zudem liegt ihm die Information vor, dass die Sendung mittlerweile im Depot auslieferungsfertig vorliegt. Hierzu hatte ich als Antwort auf die vorgenannte Mail vom 23.01.17 gebeten dies noch mal im Depot nachzufragen. Täglich wurde mir auch eine umgehende Klärung zugesagt. Nun die große Überraschung: auch bis zum 28.01.17 ist keine Antwort erfolgt.

Nun habe ich einen Schadenersatzantrag bei Dpd eingereicht. Eigentlich hat lt. Deren Auffassung nur der Versender einen solchen Anspruch. Dies habe ich bereits rechtlich prüfen lassen. Der Versender beabsichtigt dies nicht, so dass dieser Anspruch gem. § 421 Abs. 1 Hgb auf mich übergegangen ist. Sollte Dpd diesen ablehnen, so werde ich über meinen Rechtsschutz halt klagen. Dann gönne ich mir jedoch den Spaß diese kleine Geschichte weit zu verbreiten, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es die ein oder andere Medienanstalt so was gerne zur Kenntnis nimmt.

Fehler machen kann jeder, aber man sollte dazu stehen und für den entstandenen Schaden aufkommen.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst