Ende Januar hatte ich mir ein 17-Zoll-Notebook bestellt, das dritte Medion-Gerät innerhalb von 5 Jahren. Bei den ersten beiden hatte es keine Probleme gegeben, doch nun habe ich scheinbar das berühmte Montagsgerät bekommen, denn 2 Monate nach dem Kauf - bis dahin war ich sehr zufrieden - ließ sich das Gerät plötzlich nicht mehr einschalten. Ein Anruf bei der Service-Hotline brachte die Erkenntnis, dass ich mit diesem Problem bei weitem nicht der Erste war. Der Servicemitarbeiter gab mir telefonische Anweisungen, wie das Problem in 95% aller Fälle zu beheben sei. Natürlich gehörte ich zu den unglücklichen 5%. Also einsenden.
Schweren Herzens habe ich zugestimmt und telefonisch auch die Zusicherung erhalten, dass die Daten um jeden Preis erhalten bleiben sollten. Dann das bange Warten, fast 2 Wochen lang. Schließlich kam das Gerät zurück, funktionstüchtig, aber ohne meine Daten! Dem Reparaturbericht zufolge sei Windows sehr instabil gewesen und deshalb habe man auf den Werksauslieferungszustand zurücksetzen müssen. Ich war so erstaunt, dass ich erst einmal kontrolliert habe, ob es auch wirklich mein Gerät war. Hätte ja auch vertauscht sein können. Doch es war mein Notebook und so war ich fast eine Woche damit beschäftigt, alles wieder neu zu installieren und meine Daten aus einer nicht ganz aktuellen Datensicherung zu rekonstruieren und zu aktualisieren.
Was soll ich sagen? Kaum war alles wieder komplett und lief etwa eine Woche reibungslos, da trat der gleiche Fehler wieder auf: Das Gerät läßt sich nicht mehr einschalten! Zugegeben, bei meinem neuerlichen Anruf bei der Service-Hotline war ich nicht mehr ganz so entspannt wie beim ersten Mal. Aber ich habe geduldig die Prozedur wiederholt, die angeblich in 95% aller Fälle zum Erfolg führt und war wieder bei den 5%. Klar, dass die neue alte Lösung wieder das Einschicken des Geräts werden soll. Auf meine Frage, ob denn nun das Gleiche wieder passieren würde und meine Daten weg seien, war nun die klare Antwort: "Ja, natürlich sind die weg. Wir machen das immer, um weitere Softwarefehler auszuschließen. "
Nun war ich echt sauer und der Mitarbeiter hat es wohl auch gemerkt, denn nun war es mit der Freundlichkeit vorbei. Ich bekam einen nicht unterbrechbaren Vortrag, dass Medion nicht haften würde, wenn ich das Gerät unsachbemäß benutzt hätte. Dann bekäme ich sofort einen Kostenvoranschlag. Schon sollte der schwarze Peter bei mir landen. Ich konnte gerade noch sagen, dass ich den Rücksendeschein wenn schon dann per Mail möchte, da hatte der gute Mann auch schon die Leitung gekappt und ich fand mit in einer automatischen Umfrage zur Kundenzufriedenheit wieder.
Eine absolute Frechheit, die ich so noch nie erlebt habe.
Bestell-/Kundennummer: 0121695648
Meine Forderung an MEDION:
Ich bin auf ein funktionierendes Gerät angewiesen und wünsche angesichts der vergeblichen Nachbesserung den Rücktritt vom Kaufvertrag während der Garantiezeit.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 6
Eine Datensicherung ist Ihr Bier und nicht das des Herstellers. Vlt mal ab und an eine Datensicherung machen und nicht hinterher rumheulen, weil man selbst nicht in der Lage war. Im Defektfall kann man auch einen teuren Service dafür in Anspruch nehmen, bevor man das Gerät zur Reparatur einsendet. Ach ja und mal die Garantiebedingungen des jeweiligen Herstellers durchlesen.
Hallo,
natürlich haben Sie ein Recht auf Nachbesserung nach §439 BGB in der Garantiezeit. Dieses beinhaltet, dass das Gerät mindestens zwei mal zur Reparatur eingeschickt werden muss, oder Sie eine sogenannte „Neulieferung“ erhalten. Dies liegt aber im Ermessen des Sachbearbeiters. Sollte es nach zweimaligen Versuchen nicht funktionieren, haben Sie das Recht auf eine Minderung oder einen Austritt aus dem Kaufvertrag.
Ich kann Ihnen aber garantieren, dass die o. g. Firma es sicherlich noch einmal probieren wird, bevor sie ein neues Gerät oder das Geld erstattet bekommen. Diese Erfahrung musste ich leider auch machen. Seither kaufe ich keine Produkte der o. g. Firma mehr.
Die Datensicherung ist in der Tag, wie bereits mein Vorredner erwähnte, Ihre eigene Sache. Meist werden die Sachen auf Werkseinstellung zurückgesetzt um irgendwelche Fehler auszuschließen. Am besten packt man die wichtigen Dateien auf einen USB-Stick oder auf eine externe Festplatte.
Und geben Sie am besten in Zukunft lieber 100 bis 200 Euro mehr aus für einen vernünftigen Rechner oder Notebook aus. Dann haben Sie auch solche Probleme nicht.
Wie heißt es so schön: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Also liebe Honig Biene: Ich hatte eine Sicherung, wenn auch nicht tagaktuell. Ich bin also in der Lage, so etwas zu erstellen und ich heule auch nicht rum, sondern prangere an, dass die Medion-Hotline den Datenerhalt versprochen hatte, ohne dies jemals zu wollen.
Spar dir also bitte die schlauen Kommentare voll von Schadenfreude und Pauschalbelehrungen. Klugschei.er bringen uns hier nicht weiter.
Danke.
Bisher hat sich die Fa. Medion noch nicht bei mir gemeldet. Das Gerät ist von der 2. Reparatur zurück, diesmal angeblich mit neuem Mainboard und neuem Windows.
Medion hat noch keinen Pieps gemacht.
Ich habe einfach genug von Medion, die es nicht für nötig befunden haben, auf die Beschwerde zu reagieren. Das Gerät wurde ein 2. Mal repariert (angeblich Mainboard getauscht) und läuft. Ich bin dabei es zu verkaufen, weil ich inzwischen Ersatz habe.
Nie wieder Medion!