Frauenfeindlicher Busfahrer

Berlin

am 19.10.2009 um 09.11 Uhr stieg ich mit meinem Sohn am S-Bahnhof Landsberger Allee in die Linie 156 in Richtung Buschallee. Ich sagte freundlich: "Guten Morgen, ich möchte gern zwei Fahrkarten, habe aber leider nur 50 € ". Da brüllte mich der Busfahrer an und schrie: "Na, dann viel Spaß beim Laufen". Ganz perplex fragte ich warum? (Ich fahre selten BVG.) Er erlärte lautstark und unfreundlich, dass er höchstens 10 € wechseln muss.

Dann rief er durch Funk jemanden an, der dieses uns bestätigen sollte - dabei erfuhren wir dann auch, dass er den 50 € Schein genommen und uns eine Quittung gegeben hätte, so dass wir uns das restliche Geld irgendwo hätten abholen können (was ja wohl wieder mit dem Kauf eines bzw. zweier Fahrscheine verbunden wäre...).

Ein Fahrgast war dann so nett und wechselte uns das Geld. An der nächsten Haltestelle rannte draußen ein Fahrgast um den Bus zu bekommen, aber dieser "NETTE" Busfahrer machte natürlich vor diesem die Tür zu und fuhr los.

Hätte uns der Busfahrer nicht gleich am Anfang freundlich erklären können, dass man im Bus nicht mit einem 50 € Schein bezahlen kann? Kann man diesen Fahrer nicht noch mal zu einer Schulung schicken zwecks Umgang mit Menschen?

Es gibt so viele Arbeitssuchende bei uns - da ist es traurig, dass solche Leute sich ihres Jobs so sicher sind!

Meine Forderung an Berliner Verkehrsbetriebe:

Diesen Fahrer zur Schulung schicken.

Firmen-Antwort ausstehend seit 16 Jahren, 243 Tagen und 9 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Und wo, bitte schön, ist hier die "Frauenfeindlichkeit"?
Glauben Sie, wenn ich als Mann mit einem 50 Euro Schein an Ihrer Stelle gestanden hätte, wäre der Fahrer freundlicher gewesen?

Daß er unfreundlich ist, bestreitet hier sicher niemand, aber mit frauenfeindlich hat das hier nicht zutun.
Man sollte die Kirche schon im Dorf lassen.

Cappo

Wieso frauenfeindlich? In Wirklichkeit hat der Busfahrer vermutlich nur eine Abneigung gegen Menschen mit einer bestimmte Haarfarbe...
Im Ernst: Das Verhalten war sicher inakzeptabel unfreundlich. Und: Ja, es mag Menschen geben, die sich gegenüber Frauen unfreundlicher verhalten (genauso wie es Menschen gibt, die Frauen höflicher behandeln). Wie kommt man aber in diesem Fall auf Frauenfeindlichkeit als Ursache für das Verhalten? Mir scheint, da hat eher die Schreiberin ein Problem ...

Mhhh.... dass der Fahrer unfreundlich war, na ja, man hätte es auch anders sagen können, aber warum bitte frauenfeindlich?

1. Das mit den 50 €, also, ich weiß ja nicht, jeder, der Bus fährt, auch wenn es mit einen anderen Unternehmen ist, der sollte doch wissen, dass die Fahrer/innen so hohe Beträge meistens nicht wechseln können oder DÜRFEN! Und meistens ist es DÜRFEN!
Und es stimmt schon, dass der Fahrer eine Gutschrift geben kann, die der Fahrgast dann auf dem Betriebshof einlösen kann (oder bei der Geschäftsstelle des Unternehmnes).

2. Der Bus hat bestimmte Abfahrzeiten und wenn man schon Verspätung hat und auf jeden Fahrgast wartet, der angelaufen kommt, hat man ganz schnell 20 Minuten Verspätung und wird dann AUCH von den Fahrgästen angemault: Wo bleiben Sie, Sie sollten schon längst abfahren, ich beschwere mich u.s.w.
Wie man es macht, man macht es den Fahrgästen NIE recht! Deswegen kann ich jeden Fahrer/in SEHR gut verstehen, der einfach nur noch Dienst nach Vorschrift macht (so wie es der ARBEITGEBER will) und sonst nichts weiter.

Vielleicht hilft es ja mal daran zu denken, wenn 100 Leute kommen, die 50 € haben, und man zum 100.sten mal sagt, es geht nicht, ich DARF nicht wechseln, dass dann auch der netteste und liebste Busfaher mal zuviel bekommt. Im übrigen wie im jeden anderen Beruf auch.

Mit Frauenfeindlich hat das jetzt sicher nix zu tun. Und sicher kann man schon mal ziemlich sauer sein, wenn schon zum zehnten Mal jemand mit einem 50 € Schein bezahlen will. Dies berechtigt den Fahrer aber in keinster Weise so zu reagieren. Ich fahre schon seit Jahren regelmäßig mit dem Bus und wusste davon auch nix, weil ich eine Monatskarte habe.

Und wenn der Bus verspätet und überfüllt ist, ist es auch in Ordnung, die Türen nicht noch einmal zu öffnen für einen hinter dem Bus hinterherrennenden Fahrgast. Aber wenn der Bus 3 Min. ZU FRÜH ist und der Busfahrer dreist weiterfährt, dann habe ich dafür absolut kein Verständnis, zumal dieser besagte Bus nur alle 20 Min fährt. Ebenso für Busfahrer, die nicht auf Anschlussbusse warten und möglichst viel zu früh sein möchten, damit sie eine längere Pause haben.

Es gibt eben einfach mal richtig schlechte Busfahrer bei der BVG. (Ganz ehrlich kann ich die ansteigende Gewalt gegenüber Busfahrern verstehen). Genau so gut gibt es aber auch richtig chillige Busfahrer, die einen auch mal mit Fahrrad in den Bus lassen oder ähnliches. Und zum Thema Fahrkartenkauf im Bus: Ich bin schon des öfteren versehentlich bis zu einem halben Monat lang mit einer abgelaufenen Fahrkarte gefahren, jeden Tag Bus mehrmals und dem Busfahrer ist es nicht aufgefallen. Aus Dreistigkeit habe ich auch schon Kreditkarten, Führerschein, Bibliotheksausweis, Arzttermine oder sonst was, was sich im Portmonnaie befindet, vorgezeigt.
Ganz ehrlich, hätte ich keine Monatskarte - ich würde schwarz fahren, weil einfach kaum ein Busfahrer darauf achtet und falls doch, kann man dem Fahrer immer noch seine 2 € geben.

Schlechtes Gewissen? - Nein. Einsparung der Kontrolleure und Übertragung der Aufgabe an den Busfahrer führt zu längeren Fahrzeiten, Verspätungen und ungleichmäßiger Passagierverteilung im Bus.

Wenn man erst mal nicht mehr in Berlin, merkt man erst mal wie gut die Berliner es mit ihren pampigen Busfahrern etc. haben. Hier in Hamburg wird noch auf jeden heranschlendernden Lutscher gewartet, was besonders Spaß macht, wenn man's eilig hat. Allen wird alles ganz geduldig erklärt und so weiter.

Ich habe mich immer gefreut, wenn in Berlin ein paar dumme Touristen zusammengepfiffen wurden oder der Fahrer durch die ganze U-Bahn keift... =/

Die sind dann also wohl nur touristenfeindlich, die Berliner Busfahrer?

GLÜCK GEHABT, FRAU LEMKE!
:)

Ich kann aus eigener Erfahrung fast jede Beschwerde über dieses Syndikat, welches sich BVG nennt, nachvollziehen. Das Personal ist dank dem Missmanagement der Konzernleitung das am schlechtesten ausgebildete, unfreundliche und grobschlächtige dieser Erde.
An alle die, die denken, dass sie durch lakonische Kommentare Stimmung gegen die Opfer machen könnten: Ihr wart nicht dabei und seid wahrscheinlich frustriert oder einfach nur hobbylos. Ich meine, wozu liest man in einem Beschwerdeforum, wenn man eher anscheinend glücklich und opportunistisch ist? Es sei denn, man ist selbst Busfahrer.