Blau ignoriert Deutsches Vertragsrecht

Blau
München

Nach acht Jahren wurde von mir fristgerecht der bestehende Vertrag gekündigt, die Bestätigung und der Schriftverkehr befanden sich im Kundenbereich von Blau, ich konnte jedoch urplötzlich nicht mehr darauf zugreifen!

Die Portierung meiner Ruf-Nr. zum neuen Anbieter war problematisch, klappte aber irgendwann noch vor Ablauf des Vertrages, die entstehenden Kosten wurden abgebucht.

Blau hatte eine Abbuchungsermächtigung und zog bis 01/2017 alle offenen Forderungen ein.

Obwohl ich keinerlei Vertrag mehr mit Blau habe, wurde ständig versucht von meinem Konto etwas abzubuchen. Einschreiben, E-Mails, Faxe, alles blieb ohne Antwort, und erst als ich das Lastschriftverfahren widerrufen habe, bekam ich eine mail von Blau, ich solle zahlen.

JEDEN MONAT bekomme ich per E-Mail eine Rechnung, die ich aber nicht einsehen kann. Ganz ganz schlau.

Wiederum Schriftverkehr meinerseits und keine Antwort von Blau.

Die Hotline zu erreichen ist unmöglich, nach einer Std. fliegt man raus - ohne mit einem Menschen gesprochen zu haben.

Mittlerweile habe ich Mahnungen und die Androhung von Inkasso-Maßnahmen erhalten, habe wiederholt per Einschreiben mit Rückschein darum gebeten, mir den angeblichen Vertrag und die daraus resultierenden Rechnungen in Papierform zuzusenden, null Reaktion.

Das ist VERTRAGSRECHT in Deutschland, und diese Frma ignoriert das völlig.

Nach meiner Einschätzung wird hier auf betrügerische Art und Weise versucht, Kunden einen Vertrag unterzuschieben, denn diese nie unterschrieben haben.

Meine Forderung an Blau:

Anullierung sämtlicher Forderungen aus dem angeblichen, neuen Vertrag.

Firmen-Antwort ausstehend seit 8 Jahren, 359 Tagen und 14 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Keinerlei Reaktion, auch nicht auf mein Einschreiben mit Rückschein und Fristsetzung.
Dieses Verhalten spricht doch wohl Bände, was die Organisation des Unternehmens betrifft. UND die Wertschätzung des Kunden.

Blau hat mir lediglich mitgeteilt, dass mein Einschreiben mit Rückschein eingegangen ist. Weder habe ich die gewünschten Kopien des angeblichen Vertrages noch weiterführende Informationen erhalten. Ich ziehe jetzt eine Anzeige in Betracht. Nur stereotyp zu behaupten, es gäbe einem Vertrag, das aber nicht zu beweisen, erscheint mir als Betrug.

Jetzt erhielt ich die deutliche Zahlungsaufforderung über eine Rechtsanwaltskanzlei in Nürnberg. Die von mir angeforderten Vertragsunterlagen habe ich nach wie vor nicht erhalten.
Übergebe das Ganze nun einem Anwalt, publiziere meine Erfahrungen in allen mir zur Verfügung stehenden Medien, und die Bundesnetzagentur hat auch seit 6 Wochen Kenntnis der Geschehnisse.
Es ist interessant, dass diese Vorgehensweise offenbar System hat, denn ich kenne mittlerweile einige ehemalige Blau-Kunden, denen es exakt so ergangen ist wie mir.

Mit Hilfe der Verbraucherzentrale wurde der Fall gelöst.
Mein Fazit: ein dermaßen unorganisiertes Unternehmen, das mit Textbausteinen arbeitet und für seine Kunden null Interesse zeigt, hat m. E.auf dem Deutschen Markt nichts zu suchen!