Abzocke bei mobilen Daten in der Schweiz

Maintal

Bislang wurde ich bei jedem Auslandsaufenthalt über mögliche Kosten informiert und musste explizit per SMS die mobilen Daten hinzubuchen. Nicht so als wir im Juli durch die Schweiz fuhren: Die mobilen Daten waren automatisch aktiviert - eine SMS mit einer Kosteninformation gab es nicht. Erst am nächsten Tag, als wir schon lange wieder in Deutschland waren, erhielt ich eine Warnung, dass nun das automatische Preis-Limit greife (bei über 50 Euro).

Smartmobil weigerte sich, auf die Inrechnungstellung zu verzichten. Auf meine Frage, warum keine Kosteninformation zugestellt wurde, schrieb smartmobil: "Zudem erhalten Sie, sobald sich Ihre SIM-Karte ins ausländische Partner-Netz einbucht, automatisch eine SMS mit den gültigen Preisinformationen. Diese ist für uns leider nicht ersichtlich. Daher kann nicht geprüft werden, ob Sie diese erhalten haben oder nicht." und in einer späteren E-Mail "Wie bereits kommuniziert, kann die Zustellung einer SMS mit Preisinformationen, bei Einreise ins Ausland nicht garantiert werden".

Ich vermute, dass smartmobil hier bewusst die Intransparenz bei der Abschaffung der Roaming-Gebühren ausnutzte, die nicht bei allen Anbietern auch für die Schweiz entfielen. Dass es nicht einmal möglich ist, über die Kosten zu informieren, wenn automatisch Daten aktiviert werden, halte ich für Abzocke.

Meine Forderung an smartmobil.de:

100% Erstattung der Gebühren für mobile Datennutzung in der Schweiz.

Firmen-Antwort ausstehend seit 8 Jahren, 232 Tagen und 23 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Netter Versuch.

Sie haben eine Leistung in Anspruch genommen und müssen diese nun bezahlen.

Dafür was Sie nutzen und was nicht sind erstmal nur Sie verantwortlich.
Einfach mittel wie das Roaming im Handy selbst abzuschalten haben Sie ja scheinbar nicht nutzen wollen.

Ein schlüßiges Argument warum sie die Verantwortung für Ihr Handeln auf andere abschieben ist in Ihrer Beschwerde nicht zu finden.

Sehe ich genau so. Dass die Schweiz nicht zur EU gehört, sollte jeder wissen. Und auch, dass dann zusätzliche Kosten anfallen, wenn man dort die Datennutzung eingeschaltet hat. Das hat nichts mit Intransparenz des Mobilfunkanbieters zu tun, egal ob man diese obligatorische SMS vom Provider bei Grenzüberschreitung bekommt oder nicht.