DHL Paketshop: 3 EUR mehr Porto, weil Paketmarken aus waren

DHL
Pampow

Als ich heute am 22.04.10 mein Paket mit 17kg Gewicht in dem Paketshop in 19075 Pampow abgeben wollte, erklärte mir die Verkäuferin, dass die Paketmarken zu 10,90 Eur (bis 20kg) mal wieder nicht vorrätig sind und ich somit die nächst höhere Kategorie zu 13,90 Eur (ab 20 kg) nehmen müsste.

Dieses Problem war mir noch vom Dezember 2009 bekannt. Die Verkäuferin meinte, die Post könne nicht liefern, und es haben schon mehrere die nächst höhere Kategorie nehmen müssen. Als ich dieses schriftlich haben wollte, wurde mir dieses von der Verkäuferin und zudem von der per Telefon zu Rat gezogenen Chefin verwehrt.

Notgedrungen habe ich dann die Paketmarke ab 20 kg zu 13,90 Euro gelöst. Die Verkäuferin hat mir dann einen Paketschein ausgestellt, wobei als Gewicht 21 kg angegeben wurde, obwohl mein Paket nur 17 kg gewogen hat.

Als ich dann vor Ort die DHL Service Nummer angerufen habe (auf meine Kosten), hatte ich einen Mitarbeiter des Servicestützpunktes in Berlin dran. Ich schilderte ihm den Vorfall und bat ihn hier entsprechend einzugreifen. Dieser war jedoch nicht bereit, irgend etwas zu unternehmen, da dieses das Problem des Paketshops sei.

Erst nach mehrmaligem Nachfragen gab mir die Verkäuferin ein Formblatt mit dem Titel "Aufnahmebogen für Kundenanliegen", welches mir im Original vorliegt. Hier steht extra der Hinweis: nicht vom Kunden ausfüllen lassen. Die Verkäuferin weigerte sich jedoch nach wie vor, mir irgend etwas schriftlich zu geben. Ich füllte dieses Formblatt vor Ort aus, und die Verkäuferin versicherte mir dieses Formblatt an die Beschwerdestelle zu faxen. Ob sie es gemacht hat...

Meine Forderung an DHL:

Erstattung der Differenz zu den höheren Portokosten, Erstattung der Tel. Kosten zur DHL

Firmen-Antwort ausstehend seit 16 Jahren, 59 Tagen und 4 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Das ist echt wieder typisch. Wahrscheinlich erhalten die im Shop mehr Provision, wenn sie ein 21kg Paket kassieren.
Für mich auf jeden Fall nicht akzeptabel. Wenn es die Briefmarken nicht gibt, dann sollen die einen Aufkleber draufkleben, wo der Betrag daraus ausgedruckt ist.
Kennt man ja sonst auch bei Paketen - die einen Barcode (?) und den Betrag in Zahlen darunter stehen haben.

Sie mussten die teurere Paketmarke kaufen? Warum? Wurden Sie dazu gezwungen?
Wenn ich die PLZ 19075 eingebe, gibt es im Umkreis von 7 km zehn Hermes Paketshops. Dort wären Sie das Paket zu unter zehn Euro losgeworden.

Trotz Fax mit Reklamation direkt im Paketshop und noch extra zwei Mails an dhl.de - Rubrik Reklamation - keine Antwort, null Resonanz. Trauriges Bild. Ich werde nun meinen Rechtsanwalt aufsuchen.

Nach geräumer Zeit wurde ich von einer Mitarbeiterin der DHL mit unterdrückter Nummer angerufen. Sie meinte, dass ihr die ganze Sache leid tut, und man könne mir "aus Kulanz" eine Paketmarke im Wert von EUR 6,90 anbieten. Ich fragte sie, wie sie auf die Idee von wegen auf Kulanz kommt, da ich mich im Recht sah. Sie meinte, sie hätte eine Stellungnahme des Paketshops angefordert, welche noch nicht eingetroffen sei. Ich schlug ihr vor, dass man mir zwei Paketmarken schicken solle, was sie mir nach langer Diskussion dann auch zuwilligte. Inzwischen sind die Paketmarken eingetroffen. Für mich ist der Fall erledigt.