Ich habe am 30.01.09 einen Antrag auf DSL-Anschluss bei HanseNet gestellt; habe diesen am 09.02.09 per Einschreiben mit Rückschein widerrufen, da mich Tele2 erst Ende des Jahres aus dem bestehenden Vertrag gelassen haben.
Somit habe ich die Frist von zwei Wochen eingehalten. Dachte, der Vorgang sei erledigt. Habe ebenfalls das schon gelieferte Modem zurückgeschickt. Hatte ja den Antrag mit fünf monatiger Befreiung der Grundgebühr und hörte in der Zeit keine Bestätigung der Kündigung sowie sonst was.
Nach fünf Monaten kam dann die erste Rechnung; hatte inzwischen bei Telekom den DSL-Anschluss bekommen - war vorher immer schon bei Telekom. Alice besaß die Frechheit, zu behaupten, es wäre keine Kündigung bei ihnen eingegangen und bestand weiterhin auf den angeblichen Vertrag.
Jedesmal habe ich die Rechnungen von Alice bei meiner Bank storniert. Es hat sich inzwischen einen regen Schriftverkehr zwischen Alice und mir entwickelt. Obwohl ich alle Belege dorthin gefaxt habe, bestanden sie auf den Vertrag.
Ein netter Mann, der beim Abschließen solcher DSL-Verträge zuständig war - auch für andere Firmen - hat mir mit Ratschlägen geholfen und selbst mit einem Mitarbeiter dieser Firma telefoniert und mir empfohlen, keinen Betrag zu überweisen, da ich ja fristgerecht damals gekündigt hatte.
Dann bekam ich aus Kulanzgründen die Kündigung zum 31.08.09. Habe die Zahlungsforderungen ignoriert, weil meines Erachtens kein Vertrag zustande gekommen ist, habe ja keine Leistungen in Anspruch genommen.
Seit August v.J. habe ich dann auch nichts mehr von Alice gehört. Heute (20.05.10) erhielt ich von einer Inkassofirma Hansenet@bfs-inkasso.de die Aufforderung, bis 25.05.10 87,14 € zu überweisen, ansonsten wird das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet.
Finde diese Forderung unverschämt, da ich keinerlei Leistungen von Alice erhalten habe und ja auch damals fristgerecht gekündigt hatte. Wo bleibt denn da die gesetzliche Kündigungsfrist, wenn sie von dieser Firma ignoriert wird?
Meine Forderung an HanseNet Telekommunikation:
Rücknahme der Inkassoforderung
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 5
Sie haben ja schon das Modem erhalten und damit ist die erste Leistung erbracht worden und die Möglichkeit des Rücktritts verwirkt.
Sehr geehrte Damen und Herren, bisher bekam ich noch kein Kommentar von Alice wegen dieses Vorfalles. Obwohl ich meine Kundennr. DE0684 1020, sowohl meine damalige Tel.Nr.: 0681791044 sofort weitergeleitet habe. Mit freundlichen Grüßen Odilia Herres
Sehr geehrte Damen und Herren, mit Schreiben vom 26.05. teilte man mir mit, zunächst möchten wir unser Bedauern über die entstandenen Unannehmlichkeiten zum Ausdruck bringen. Leider ist es uns, nach Abgabe von offenen Rechnungsbeträgen an ein Inkassounternehmen nicht mehr möglich Ihnen dsbzgl. Auskünfte zu erteilen. Aus diesem Grund bitten wir Sie, sich zur Klärung meines Anliegens direkt an das von uns beauftragte Inkassounternehmen mit folgenden Kontaktdaten zu wenden: BFS risk&collection GmbH Gütersloher Str. 123 33415 Verl Tel.: 05246 83832651 Meiner Ansicht nach hat es wohl keinen Zweck mehr, mich mit dem Inkassounternehmen in Verbindung zu setzen; habe ja mittlerweile das Geld überwiesen, um einem Mahnverfahren aus dem Wege zu gehen. Das Inkassounternehmen wird das Geld bestimmt nicht zurückerstatten, obwohl die Forderung nicht rechtens war! Mit freundlichen Grüßen Odilia Herres
Alice beantwortet mir, dass nach Abgabe von offenen Rechnungsbeträgen an ein Inkassounternehmen nicht mehr möglich ist, Auskünfte zu erteilen. Klärung des Anliegens direkt an das beauftragte Inkassounternehmen zu wenden. Dies habe ich unterlassen, da mir eine positive Entscheidung unmöglich erschien, da diese bestimmt sich auf vorhergesehenes beziehen -Alice-. Dies wird ein hin und her zwischen mir und Alice wiederum auslösen! Habe ja inzwischen den angeforderten Betrag überwiesen, um aus dem angedrohtem Mahnverfahren verschont zu werden. Mit kleinen Leuten kann man ja dies machen! Mit freundlichen Grüßen Odilia Herres
Inkasso-Unternehmen können sehr einsichtig sein, wenn man ihnen deutlich macht, dass sie mit ihrer Forderung keine Chance haben, man selbst im Recht ist und das auch gerne vor Gericht zerrt, wenn es sein muss.
Andererseits kann ein Inkasso-Unternehmen auch in kürzester Zeit erheblichen Druck aufbauen. Ich kann nachvollziehen, dass sie da nicht gegenhalten wollten.
mfg