Abzocke durch falsche Tarifinformation

E wie einfach hat uns im April informiert, dass wir ab 01.08 durch Umstellung auf den EinPreisTarif im Vergleich zum bisherigen MeinCentTarif etwa 100,-- € im Jahr incl. Bonus von 60,-- € sparen würden. Im Schreiben stand: "Gute Nachrichten: Ihr Strom wird günstiger". Darauf haben wir der Tarifumstellung zugestimmt.

Wir haben nicht schlecht gestaunt, als uns zusammen mit der Jahresrechnung der neue Abschlag mitgeteilt wurde: bisher haben wir 65,-- € gezahlt, der neue Abschlag beträgt 76,-- €. Das ist keine Ersparnis, sondern ein Mehrpreis von 132,-- € pro Jahr (ohne Anrechnung des Bonus). Von wegen günstigerer Strom!

Da hat sich E wie Einfach doch glatt um 232,-- € verrechnet. Auf meine Rückfrage beim Kundenservice räumte die Mitarbeiterin ein, dass es sich beim damaligen Wechselangebot vom April wohl um eine bedauerliche Falschinformation gehandelt habe.

Dieses Vorgehen empfinde ich als glatte Unverschämtheit und gezielte Falschinformation. Von der Geschäftspolitik dieser Firma bin ich wirklich entsetzt.

Meine Forderung an E WIE EINFACH Strom & Gas:

Einhaltung des Versprechens, dass unser Strom günstiger wird

Antwort auf die Beschwerde vom 11.08.2010
E WIE EINFACH Strom & Gas GmbH

Abteilung: Presse/PR

12.08.2010 | 11:23 Uhr

Sehr geehrte Frau Jurina,

Sie sind bei Ihren Berechnungen von Ihren ursprünglichen MeinCentTarif-Konditionen ausgegangen. Diese hatten eine zweijährige Preisgarantie. Nach Ablauf dieser Garantie wären Arbeits- und Grundpreis an die zu diesem Zeitpunkt aktuellen Konditionen des Grundversorger-Tarifs (auf die sich der MeinCentTarif ja bezieht) angepasst worden.

Auf diese neuen Konditionen haben die Kollegen sich bezogen, als sie Ihnen den im Vergleich günstigeren EinPreisTarif vorgeschlagen haben. Um Ihnen dies noch detaillierter zu erläutern, führen wir die Berechnung noch einmal schriftlich auf und lassen es Ihnen per Post zukommen.

Mit freundlichen Grüßen
Bettina Donges

Leiterin Presse/PR
E WIE EINFACH Strom & Gas GmbH

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Das wollten die mir letztes Jahr schon anbieten, daraufhin habe ich der e wie einfach (langsam) folgendes geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

so langsam zweifle ich an der Glaubwürdigkeit Ihres Unternehmens. Sie bieten mir einerseits mit Ihrem Schreiben vom 15.09.2009 einen verbesserten MeinCentTarif Gas an und mit Ihrem Schreiben vom 19.09.2009 Ihren so hoch gepriesenen EinPreisTarif Gas.
Sie suggerieren mir, dass ich mit diesem neuen Tarif bei einem Verbrauch von 18501 kWh besser liege, als mit meinem neuen MeinCentTarif.
Ich gehe stark davon aus, dass Ihr Unternehmen überzahlte Fachkräfte hat, die durchaus bei einem Tarif den Break-Even-Point errechnen können. Sollte das nicht der Fall sein, dann nenne ich Ihnen jetzt mal ein paarZahlen:
Sollte ich auf Ihren EinPreisTarif reinfallen und einen tatsächlichen Verbrauch von 18501 kWh haben, würde ich 322,64 € mehr bezahlen als mit dem neuen MeinCentTarif. Da ich weiß, dass Sie das auch wissen, gebe ich Ihnen heute eine Hausaufgabe:
Teilen Sie mir bitte mit, ab welchem Verbrauch ich mit dem EinPreisTarif spare. Sollten Sie von selbst auf die Antwort kommen, teilen Sie mir das am besten mit einem Entschuldigungschreiben mit.
Sollte es Ihnen schwer fallen, ein einfaches Excel-Rechenblatt zu erstellen, nehmen Sie am besten Kontakt mit mir auf.

Und was soll ich sagen, es hat zumindest in meinem Fall gewirkt.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist gelöst.