Folgende Beschwerde richtete ich schriftlich an den Vorsitzenden der e-plus Service GmbH & Co. KG. Es ist eine Frechheit, wie dieses Unternehmen mit seinen Kunden umgeht!
Missstände im Kundenservice
Kundennummer 8912592
Sehr geehrter Herr Dirks,
zunächst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich mit dem Sachverhalt direkt an Sie wenden muss. Leider sehe ich keine andere Möglichkeit, da Ihr Kundenservice eine einzige Katastrophe ist.
Ich war bis Anfang des Jahres ein zufriedener Kunde Ihres Unternehmens, was Sie allein daran ersehen können, dass ich bereits zweimal Ihr "Treueangebot" wahrgenommen habe. Der Ärger hat im Prinzip durch ein Fehlverhalten meinerseits angefangen: Mein Bankkonto war zum Zeitpunkt Ihrer Abbuchung nicht gedeckt. Dass Sie den Betrag aufgrund der Rücklastschrift umgehend anmahnen, ist hier natürlich die absolut richtige Reaktion.
Was ich beim besten Willen nicht nachvollziehen konnte, war, dass Sie für eine einfache Rücklastschrift, welche wirklich jedem mal passieren kann, Gebühren in Höhe von 15,00 € verlangen. Eine solche Rücklastschrift kosten Ihr Unternehmen je nach Bank zwischen 3,00 und 5,00 €. Von meiner Bank weiß ich z. B, dass eine Rücklastschrift 3,50 € kostet. Daher kann ich nicht verstehen, wie Sie hierauf eine Gebühr von 15,00 € rechtfertigen.
Was mir jedoch zusätzlich verärgerte, ist die Tatsache, dass Sie nach EINER unbezahlten Rechnung SOFORT das Handy sperren. Ich wendete mich darauf hin an Ihre Finanzhotline, worauf mich die Dame am Telefon in geradezu unverschämter Weise unterbrach, mir mitteilte, dass ich nächstes mal für Deckung auf meinem Konto sorgen solle und auflegte. In gewisser Weise hat sie natürlich Recht, allerdings kann man so nicht mit einem bis dahin zufriedenen Kunden sprechen.
Daraufhin war ich so verärgert, dass ich per Email meine erteilte Einzugsermächtigung entzog und für zukünftige Zahlungen eine schriftliche, also postalisch zugestellte Rechnung forderte. Hierauf erhielt ich die Antwort, dass die Löschung meiner Einzugsermächtigung nicht möglich sei, da diese im Tarif mitvereinbart wurde. Auch postalische Rechnungen seien bei meinem Onlinetarif nicht vorgesehen.
Nachdem ich Sie darauf hingewiesen habe, dass ein Entzug der Einzugsermächtigung jederzeit möglich ist, vollkommen egal, was tariflich vereinbart wurde, und Sie ebenso dazu verpflichtet sind, mir auf meinen Wunsch hin eine Rechnung auf dem Postweg zukommen zu lassen, erhielt ich die Antwort, dass meine Einzugsermächtigung "aus Kulanz" gelöscht wurde und ich fortan auch Rechnungen per Briefpost erhalten werde. Diese Aussage erhielt ich schriftlich von Ihrem Kundenservice.
Leider schien es sich hierbei um ein leeres Versprechen zu handeln, denn kurze Zeit später wurde wieder von meinem Bankkonto abgebucht und auch eine schriftliche Rechnung ging bei mir nicht ein. Natürlich habe ich dem Bankeinzug umgehend widersprochen, worauf ich wiederum eine Mahnung samt Rücklastschriftgebühr erhielt. Nachdem ich das Wissen Ihres Kundenservice auch um diesen Umstand erweiterte, wurde mir die Stornierung der Rücklastschriftgebühr, sowie eine schriftliche Rechnung über die Forderung bestätigt.
Diese schriftliche Rechnung erhielt ich auch, allerdings mit einer Grundgebühr in Höhe von 35,00 €. Im Tarif wurde damals der "Code 25" vereinbart, der mir eine Einsparung auf die monatliche Grundgebühr versprach und diese auf 28,00 € reduzierte. Als ich dies feststellte, prüfte ich auch die vorangegangenen Abbuchungen von meinem Konto und stellte fest, dass bereits über Monate dieser erhöhte Grundpreis abgebucht wurde.
Ich wandte mich also wieder per Email an Ihren Kundenservice und bat um Stellungnahme. Hierauf erhielt ich die Antwort, dass ich meine Rechnung nur sechs Wochen lang reklamieren könne, mir den "Code 25 aus Kulanz" wieder zum Vertrag hinzufügen würde und dies auch für die letzten beiden Rechnungen gelte. Neue Rechnungen habe ich wieder nicht erhalten, auch fortan keine neue. Da ich nicht dafür zuständig bin, Ihren Service ständig darauf hinzuweisen, dass ich, entgegen mehrfacher Zusicherung, noch immer keine Rechnungen erhalte, meldete ich mich nicht, zahlte aber auch nicht. Ohne vorherige Rechnung werde ich auch weiterhin nichts an Sie zahlen.
Bei der noch offenen Rechnung machte ich im Übrigen, aufgrund der erhöhten Grundgebühr, von meinen Zurückbehaltungsrecht Gebrauch, bis ich eine korrigierte Rechnung erhalte. Auch dies ist nicht geschehen.
Anstatt auf meine Mails zu reagieren, erhielt ich ein freundliches Schreiben von Ihrem Inkassobüro. Hierin – dies stellt die Spitze des Eisbergs und die größte Frechheit dar – wurde eine absolut unverhältnismäßige, geradezu abwegige Forderung gegen mich geltend gemacht. Diese enthielt Ihre unrechtmäßigen Forderungen, sowie Gebühren, welche insgesamt vier mal so hoch waren, die eigentliche Forderung, sodass der Gesamtbetrag fast 500,00 € betragen hat.
Hierauf antwortete ich schriftlich und schilderte dem Inkassobüro den Sachverhalt, ähnlich wie Ihnen gerade. Eine Antwort erhielt ich nicht. Ohne auf meine Reklamation einzugehen, erhielt ich kurze Zeit später ein Erinnerungsschreiben, in welchem mir bereits mit der gerichtlichen Eintreibung der Forderung gedroht wird! Weil ich davon ausging, dass auf ein erneutes Schreiben auch erneut nicht reagiert wird, rief ich die angegebene Rufnummer an. Die Dame war wirklich sehr freundlich. Auf meine Frage, warum denn nicht auf mein Schreiben eingegangen werde und stattdessen erneut gemahnt würde, konnte Sie mir leider keine Antwort geben. Sie versprach, sich mit e-plus in Verbindung zu setzen und dass die Angelegenheit bis dahin "ruhen" würde.
Nunmehr sind fast vier Wochen vergangen, ohne dass ich vom Inkassobüro bzw. von e-plus etwas gehört hätte. Gestern erhielt ich dann einen Anruf von Ihrem Kundenservice. Der Anrufer teilte mir mit, dass er anrufen würde, weil ich in meiner Email um Rückruf gebeten hätte. Diese Email ist über einen Monat alt.
In der Mail erteilte ich Ihnen eine neue Einzugsermächtigung, da ich zuvor online gesehen habe, dass ich von Ihnen freundlicherweise und ohne Mitteilung in den"Teilkündigungstarif" eingestuft wurde, und dieser wesentlich günstiger als mein bisheriger ist. Der erwähnte Anrufer konnte mir nicht beantworten, was es hiermit auf sich hat. Das nenne ich geschultes Personal. Außerdem wies er darauf hin, dass ich eine Einzugsermächtigung nur mit einem dafür vorgesehenen Formular erteilen könne, welches ich auf dem Postweg erhalten würde. Auch dies ist nicht passiert, inzwischen habe ich mich dahingehend aber ohnehin umentschieden. Sie buchen bei mir nichts mehr ab, auch nicht nach vorheriger Rechnung!
Lange Rede kurzer Sinn, ich erwarte von Ihnen folgendes:
- Eine Mitteilung, was es mit dem "Teilkündigungstarif" auf sich hat und wie dessen Konditionen lauten.
- Die Bestätigung, dass es sich bei der Weitergabe der UNBERECHTIGTEN Forderung an ein Inkassobüro um ein Missverständnis handelt und diese Kosten storniert werden.
- Die Bestätigung der nunmehr fristlosen Kündigung des Vertrages. Ein Vertragsverhältnis mit Ihnen ist nicht mehr zumutbar.
- Eine Aufstellung darüber, welche Beträge ich Ihnen nunmehr tatsächlich schuldig geblieben bin und die entsprechenden Rechnung (auf PAPIER) hierzu.
- Eine Entschuldigung dafür, wie von Ihrem Unternehmen mit mir umgegangen wurde.
Ich bin – dies betone ich hiermit erneut – zahlungswillig. Ich möchte Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich bereits seit fast einem Jahr Ihren Vertrag überhaupt nicht mehr nutze. Ich bin BASE-Kunde und führe alle meine Gespräche nur noch über dieses Handy.
Sobald ich eine, wie von mir geforderte, Aufstellung samt dazugehöriger und vor allem KORREKTER Rechnungen erhalte, werde ich die Forderung umgehend zahlen - keine Frage.
Sollten Sie auf meine o. g. Vorschläge nicht eingehen, sehe ich mich gezwungen, die Angelegenheit nunmehr endgültig an meinen Rechtsanwalt zu übergeben. Weiterhin werde ich den gesamten Sachverhalt gerne im Internet veröffentlichen. Zahlreiche Plattformen wie www.reclabox.com eignen sich hierfür ausgezeichnet. Auch das ZDF mit "WISO" wird sich vielleicht hierfür begeistern lassen.
Ich möchte es wirklich nicht darauf ankommen lassen und würde mich über eine gütliche Einigung, wie oben beschrieben, sehr freuen. Ich habe einfach keine Lust mehr, mich mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen, werde dies aber, falls nötig, genau so weiterführen.
Dieses Schreiben geht zur Kenntnisnahme auch an Ihr Inkassobüro.
In der Hoffnung auf eine schnelle, schriftliche und positive Antwort verbleibe ich
mit (noch) freundlichen Grüßen, XXX
Meine Forderung an E-Plus Service:
Bestätigung der fristlosen Kündigung, Stellungnahme, sofortige Rücknahme der unverschämten Inkassoforderung, Aufstellung über die tatsächlichen Rückstände
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 8
Die einfachste Lösung wäre ja wohl, pünktlich zu bezahlen.
Wer das nicht kann oder will, soll sich nicht über anschließende Probleme wundern oder sich sogar beschweren.
Klabautermann - Thema verfehlt, 6 setzen.
Kann mal passieren, dass eine Lastschrift zurück geht. Gründe wird es immer dafür geben.
Jedoch darf solch eine Odysee im Anschluß nicht ablaufen.
Wenn Sie gegen die Rechnungen Widerspruch eingelegt haben, würde mich das Inkassobüro weniger jucken. Diesem würde ich einmalig mitteilen, dass man der Forderung widerspricht.
Sie sind jedoch nicht dazu da, in intensiver Zeitarbeit dem Inkassobüro zu erklären, was beim Unternehmen schief gelaufen ist, wenn das Unternehmen im Vorfeld Ihnen schon kein Gehör schenkte.
Ob das so eine gute Idee ist, das vor Gericht zu klären, darf bezweifelt werden. Oftmals wird es dann wirklich teuer. In den meisten Fällen wird ein Vergleich angestrebt, ob dieser dann zufriedenstellend für Sie ist, sollten Sie vorher mit einem Anwalt klären. Bloß nicht ohne Rechtsbeistand auftauchen, in dem festen Glauben, man sei doch im Recht.
@ RB-8124453:
Soll ich Ihrer Meinung nach einfach die unverschämten und - viel wichtiger - ungerechtfertigten Forderungen zahlen?
Das Problem ist, dass ein Richter die Sache eventuell ganz anders als Sie beurteilt. Darauf wollte ich nur hinweisen. Was Sie bezahlen oder nicht, ist Ihre Angelegenheit.
Das ist ja wirklich der Hammer, was sich E-Plus hier rausnimmt. Ich würde genauso handeln, bezahle doch nicht einfach, ohne eine Rechnung erhalten zu haben, da könnte ja jeder mit einem x-beliebigen Betrag ankommen. Von den Inkasso Leutchen dürfen Sie nichts erwarten, da heißt es, Geld machen um jeden Preis.
Hallo zusammen, schon traurig, was sich da E plus rausnehmen tut. Hat sich die Geschäftsleitung schon bei ihnen gemeldet? Ich habe auch eine Recla hier laufen unter "Mobilcom zockt Kunden bei iphone4 vertrag ab". Habe probiert, Kundenbetreuung und Geschäftsl. zu schreiben, ohne Reaktion.
Liebe Foren-Nutzer,
ich habe ähnliche Erfahrungen mit base (E-Plus) gemacht. Auf meine Beschwerden wurde überhaupt nicht reagiert. Erst als ich die Einzugsermächtigung entzogen hatte und auf mehrere Rechnungen inkl. Mahnungen nicht reagiert habe, kam ein Anruf des Beschwerdemanagements. Auch hier sah man sich nicht in der Lage auf eine zeitgerecht widersprochene Tarifumstellung einzugehen. Statt dessen bot man mir eine Gutschrift über EUR 180 auf die kommenden drei Monate verteilt an.
Ich verwies in mehreren Schreiben darauf, dass ich den Sachverhalt damit nicht als beendet sehe und sofern man sich weiterhin weigere, die Tarifumstellung Rückgängig zu machen, ich rechtlichen Rat einholen werde.
-> Es folgte natürlich wieder keine Reaktion.
-> Mein Fazit, nachdem die SIM-Karte gesperrt wurde: Ich empfehle jedem verärgerten Kunden, mit substantiell begründeten Forderungen Anzeige gegen den Gesamtvorstand der E-Plus GmbH & Co. KG bei der Polizei zu erstatten. Ich sehe aufgrund der Machenschaften der Mitarbeiter im Service den Tatbestand der Nötigung als erfüllt an. Sie zwingen einen Kunden die Rechnungen zu bezahlen, obwohl ein begründeter Zweifel an der Rechnungshöhe und den Rechnungsbestandteilen besteht.
Nach der dritten Mahnung drohte man mir mit der Übergabe an ein Inkasso-Büro und damit zeitgleich mit einem Schufa-Eintrag. Daher habe ich die offenen Rechnungen bezahlt und muss nun weiter darauf warten, dass mal auf meine Beschwerden eingegangen wird. UNVERSCHÄMTHEIT! Eine solche Nötigung sollte man nicht durchgehen lassen. Daher unbedingt den Vorstand anzeigen! Wenn sich viele verärgerte Bürger melden, so sollte dies Druck auf E-Plus ausüben damit ein Kundenservice eingeführt wird!