Ich habe im Juni für die Firma Die p.A. in Hannover gearbeitet. Nach zwei und halb Wochen war ich wegen einer Atemwegserkrankung für zwei Tage aus dem Verkehr gezogen. Da ich einen Termin in der Niederlassung hatte und man sich dort etwas komisch hat mit Terminabsagen, bin ich hingefahren und habe die Krankmeldung selbst abgegeben.
Promt bekam ich zu hören, ich wäre gar nicht krank, mein Arzt hat mir eine Gefälligkeitskrankmeldung ausgestellt und sie (Frau R. B.) hätte das schon am Telefon gehört, dass es mir gut geht und ich nicht zur Arbeit wolle. Die zwei Tage, welche nun der Firma finanziell durch die Lappen gehen, müsse ich nach arbeiten. So weit so gut.
Da der Kunde mich keine 40 Std. Woche beschäftigen konnte, hat man gleich den ganzen Vertrag in einen Teilzeitvertrag umgewandelt. Ich hätte also eine max. Stundenzahl von 132 für den den Monat Juni erarbeiten müssen. So die Theorie, aber man hat die Rechnung nicht mit Die p.A. gemacht. Ich war ja zwei Tage krank und hatte auch erst am 07.06 angefangen, so kam ich auf 104 Std. Diese wurden mir mit der Begründung, ich hätte eine maximale Arbeitszeit für Juni von 96 Std. (bei sechs Std pro Tag) und der Rest wären Überstunden.
Da man keinen Folgeeinsatz für mich hatte, bekam ich auch sofort die Kündigung, welche man drei Tage später widerrief, nur um diese eine Woche später wieder erneut auszusprechen. Für Juli sah es dann so aus (die Gehälter werden immer zum 21. des Folgemonats ausgezahlt), meine Fahrtkosten für die zwei Tage im Juni fehlten, und für die zwei Tage in der ersten Juli Woche, die Garantiezeit für die zwei Tage in der ersten Juli Woche wurde anstatt mit 12 Std. nur mit 10,55 Std. abgerechnet. Die beiden Urlaubstage wurden mit einem alten Stundenverrechnungssatz abgerechnet und für die Kündigungsfrist von einer Woche fehlte die komplette Zahlung.
Darüber hinnaus hat die Firma Die p.A. Überweisungsgebühren von 2,50 einbehalten. Die Abrechnung für die Krankenkasse ist falsch, ebenso die Angaben für das Arbeitsamt. Es fehlt die Bescheinigung über die genaue Auszahlung für das Arbeitsamt, es fehlt meine Arbeitsbescheinigung (die man mir zuvor geschickt hatte, sie sah aus, als hätte man darauf noch rumgetrampelt).
Ich habe also meinen Anwalt eingeschaltet, der hat der Firma Die p.A. eine Frist bis zum 10.09. gesetzt, um das fehlende Gehalt von gut 350,00 € auszuzahlen. Am 09.09. hat sich die Firma Die p.A. dann mal die Mühe gemacht und geantwortet, dass man (mehr oder weniger zähne knirschend) die Zahlung veranlasst hat.
Ja - Pustekuchen! Das Geld ist bis zum 21.09. noch nicht da gewesen. Dafür kam ein Schreiben von Die p.A., man hätte es nicht mir mit in den Abrechnungsturnus geschaft und das Juli Gehalt soll nun aller Wahrscheinlichkeit zum 21.10. ausgezahlt werden.
Ich bin seit zwölf Jahren in der Zeitarbeit und habe viel erlebt, aber das ist echt die Krönung. Der Verdacht bei der Firma ist, dass die pleite sind, denn eine Korrekturabrechnung kann man jeder Zeit starten, ohne Probleme. Also hat mein Anwalt denen eine Frist von einer Woche gesetzt, ansonsten geht es vor Gericht. Ich denke mal, dass ich hier kein Einzelfall bin.
Meine Forderung an Die p. A. - Die private Arbeitsvermittlung & Personalleasing:
Restliche Gehaltszahlung aus Juli 2010 über 350,00 €
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 4
Wären Sie Mitglied in einer Gewerkschaft, müssten Sie sich nicht selbst ärgern, sondern könnten ärgern lassen.
Zeitarbeitsfirmen betreiben moderne Sklaverei!
Das Geschreibe hier wird wenig bringen. Gut, dass ein Anwalt mit dabei ist, das macht die Sache rechtlich sicher. Mein Tipp: beim Arbeitsamt schriftlich Sachverhalt schildern, dann werden die eventuell rausgenommen.
Geld ist am Freitag eingegangen, ob die Zahlung stimmt, kann ich so noch nicht sagen, da die Abrechnung fehlt, gehe aber mal davon aus.
Als ich in der Probezeit eine Hautentzündung hatte, wurde ich auch das wegen gekündigt, es war ein Job mit Glasfaser, toxisch und gefährlich, wo der Arbeitgeber an Schutzkleidung gespart hat dadurch haben wir Hautausschlag bekommen und schlimme Entzündung. Ich wurde dann 2 Wochen krank gemeldet aber die Meldung machte ich am Telefon und in diese Zeit musste ich Schlüssel von Eingang abgeben und wegen Krankheit habe ich gesagt dass ich am Ende meiner Krankmeldung vorbei komme und Schlüssel abgebe, aber der Arbeitgeber wollte nichts davon hören und hat mich mit der Polizei gedroht dass ich sofort die Schlüssel bringen soll und fertig kein Kommentar. Klar dass ich mich von Zuhause nicht bewegt habe, meine Krankmeldung war echt und wenn ich von Zuhause weg wäre hätten die gedacht dass ich nichts habe aber bei mir war nicht der Fall und ich schickte auch per Mail meine Krankmeldung und am Ende gab ich es auch persönlich in original. In zwischen Zeit kam die Polizei und die haben mein Haut gesehen, die bekamen Angst dass ich irgendeiner Krankheit hätte die übertragbar wäre und dann habe ich erklärt es ist nur allergische Reaktion wegen fehlender Schutzkleidung und dann haben die mich in Ruhe gelassen mit der Wunsch auf eine gute Besserung. Sogar die Polizei war freundlicher als der Arbeitgeber eine amerikanische Firma die versucht hier Kunststoff mit Glasfaser-Gemisch zu produzieren aber die sparen von überall in Gedanke dass die Europäer keine Ahnung hätten von Vorschriften.