Unzumutbar lange Wartezeiten, auch für Kinder die offensichtlich schnelle Hilfe benötigen. Hier werden Kinder auch zu Forschungszwecken benutzt.

Bei unserer Tochter wurde im alter von 9 Monaten bei einer Bronchitis per Schlauch Schleim entnommen. Nach ewigem (mehrere Stunden) Warten auf das Kommen des Dienstarztes, ging alles sehr schnell. In gröbster Weise wurde unserer Tochter ein Schlauch durch den Mund eingeführt und Schleim ausgesaugt.

Im nach hinein wurde uns bewußt, das wir vom Arzt überrumpelt wurden, und dieser Eingriff gar nicht nötig gewesen wäre, sondern lediglich zu Forschungszwecken dient. Unsere Tochter ist mittlerweile 3 Jahre alt und hat immer noch große Angst vor Arztbesuchen jeglicher Art.

Meine Forderung an Virchow Klinikum:

Einstellen von unnötigen EIngriffen + eine Entschuldigung wäre wohl angemessen

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Es ist durchaus üblich, dass bei verschleimten Patienten z.B. bei Bronchitis, mit Hilfe eines Schlauchs (Absaugung) der zähe Schleim über Mund und Nase abgesaugt wird. Den Schleim absaugen bedeutet für den Patienten Erleichterung beim Atmen. Jedes Kind wird sich dieser Behandlung widersetzen, das sieht für jeden Laien grob aus. Bei Erkrankungen dieser Art vermutet man häufig einen sogenannten RSV, einen Virus der oberen Luftwege, ganz häufig der Auslöser einer Bronchitis bzw. Atemwegerkrankung beim Säugling. Um diesen Virus nachzuweisen, muss man ihn natürlich erst mal erwischen und im Labor nachweisen. Ich glaube kaum, dass ein neun Monate alter Säugling den auf Anfrage spontan ausspuckt. Warum hören Patienten oder Angehörige so schlecht zu, wenn sie in einer Klinik oder beim Arzt sind, denn keiner wird dies getan haben, ohne es Ihnen zu erklären. Und nein, das war nicht zu Forschungszwecken, sondern zur Laboruntersuchung, um dem Patienten eine sinnvolle Behandlung zu geben. Erst zuhören - dann meckern! Und mich ärgert jedes mal wieder, wenn Patienten in einer Klinik sind, und angeblich Forschung an Ihnen betrieben wurde, ohne dies genau zu wissen. Und was ist daran falsch? Ohne Forschung wäre die Medizin nicht da, wo sie jetzt ist. Und wenn jeder Patient jegliche Forschungen an ihm so ablehnt, meckert genau er dann herum, warum man ihm im Krankheitsfall nicht helfen konnte.
Unmögliches, egoistisches Denkverhalten!