Das Unternehmen TelDaFax ist seit zwei Tagen wieder Gegenstand umfangreicher Berichterstattung.
Das Handelsblatt hat das Schnellballsystem in seiner gestrigen Ausgabe ausführlich beschrieben. DerWesten hat heute zusammenfassend geschrieben: "... Wie Prüfer in einem internen Bericht enthüllen, der dieser Zeitung vorliegt, kaufte Teldafax Strom zu den üblichen Konditionen bei den Produzenten ein und gab ihn billiger an die Kunden weiter. So machte Teldafax zwar Verluste, konnte dafür aber massenhaft Kunden gewinnen. Und die brauchte Teldafax schließlich, um das Dumping-System aufrechtzuerhalten. Denn die neuen Kunden leisteten oft Vorauszahlungen von bis zu 1000 Euro, um Strom zu bekommen. Diese Vorkasse nutzt Teldafax wiederum, um Verluste auszugleichen, neue Kunden zu gewinnen und Energie einzukaufen. ... "
Wie Leser dieses Forums wissen, funktionierte das Ausbeutungs-Modell nur deshalb so lange, weil TelDaFax Vorauszahlungen nach einer Kündigung unrechtmäßig lang auf ihren Konten beließ. Oft brauchte TelDaFax über ein Jahr für eine korrekte Abrechnung und Rückzahlung. Alles bekannt. Überrascht hat mich dann aber ein Absatz der Berichterstattung der FTD zum Thema TelDaFax: "... Die Bundesnetzagentur hat bisher offenbar keine Unregelmäßigkeiten bei Teldafax festgestellt. Die Behörde überprüft fortlaufend die personelle, technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aller Energieverkäufer. Konsequenzen würden bei Mängeln rasch gezogen, sagte eine Sprecherin. ... "
Über TelDaFax sind keine Unregelmäßigkeiten bekannt? Viele User dieses Forums haben sich an die Regulierungsbehörde gewandt und sich dort über die Methoden von TelDaFax beschwert. Mitte 2008 das erste Mal. Und seit dieser Zeit, trotz des Protests von Frau T. von TelDaFax, immer wieder. Das Geschäftsmodell ein Schneeballsystem, der ehemalige Vorstandschef und später Aufsichtsrat wegen Betrugs in Haft, völlig entnervte Kunden die monatelang um eine korrekte Abrechnung und Rückzahlung kämpfen müssen. Aber Möglicherweise definiert die Bundesnetzagentur "Unregelmäßigkeiten" anders als der betroffene Verbraucher.
Meine Forderung an Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen:
Aufwachen! Tätig werden.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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@Robert P.: LOL! Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass die User dieses Forums bei der Bundesnetzagentur nicht ernst genommen werden. Warum sollten sie auch? Wenn man das Niveau so mancher Beschwerde hier anschaut, kann ich mir kaum vorstellen, dass sich die Mitarbeiter der Agentur mit diesem Board auch nur peripher auseinandersetzen.
Sie sollten mit Herrn Schimmelkäse in Freiburg Kontakt aufnehmen und zusammen mit ihm den "Verein der überflüssigen Beschwerden" gründen. LOL!
Teldafax im Zwielicht
http://www.ksta.de/html/artikel/1285337985764.shtml
@ Robert S.
Ich muss doch gerade herzhaft Lachen über "die gute Nachricht für alle TelDaFax-Kunden". Da sollten sie sich hier am Board mal die Beschwerden über "Flexstrom" ansehen. Vom Regen in die Traufe. :-)
Auch ich hatte mich bereits vor über einem Jahr mit einer Beschwerde über Teldafax und deren in meinen Augen unseriösem Geschäftsgebaren an die Bundesnetzagentur gewandt. Man fühlt sich als Verbraucher sehr allein gelassen und resigniert angesichts der vermeintlichen? Nichtreaktion.
Die Bundesnetzagentur "war mal sehr gut". Wahrscheinlich haben die nur noch sehr wenig Personal (Beamte), um sich der Sachen ernsthaft anzunehmen. Vor einem Jahr hatte ich wegen der Telekom (in selbiger Sache) mein Geld wieder bekommen. Wir werden immer mehr zur DDR!