Briefe mit Videospielen kommen nicht an

Bonn

Seit ca. 2 Monaten sind 3 per Maxi Brief versendete Videospiel bei uns nicht angekommen. Klar, hat man da vielleicht mal nicht als erstes die Post im Verdacht, jedoch unter den gegebene Umständen zwängt sich dieser Verdacht auf. Unser Briefkasten ist auch so beschaffen, das die Briefe komplett hineinpassen und ein entnehmen nach dem Einwurf nicht mehr möglich ist. Dazu muss ich noch sagen, das geringerwertige Spiele (im Vergleich zu den nicht angekommenen) alle angekommen sind.

So rief ich dann bei der Kundenhotline der Post an. Nach Schilderung der Umstände sagte mir der Mitarbeiter, das es sich hier wohl um ein - Zitat" schwarzes Schaf in den eigenen Reihen" handele und dieses gefunden werden müsse. Um dieses in die Wege zu leiten verwies er mich an die Nachforschungsstelle für Briefe (andere Nummer).

Die Dame dort nahm bereitwillig alle Daten auf (was eine Zeit lang dauerte) und wies mich nach ca. 7 Minuten Energisch darauf hin das sie nun keine Zeit mehr habe und das ich das ganze noch einmal schriftlich bekomme. Auf meine Nachfrage hin, ob die Sendung denn eventuell sich jemand andersweitig bei der Post angeeignet haben könnte, wie der Kollege aus dem vorherigen Telefonat schon vermuten lies, würgte sich mich verbal ab und sagte, wenn dann "liegen sie hier höchstens als Unzustellbar irgendwo bei der Post herum".

Die Krone setzte dieser Charmebolzen dann am Ende des Gespräches noch oben drauf. Zitat. " Zahlen sie dem Versender in Zukunft einfach mehr Geld für den Versand, so das er die für Sie bestimmten Sendungen als Einschreiben verschickt. Dann ist die Ankunft der Sendungen nachvollziehbar. Jetzt habe ich aber wirklich keine Zeit mehr"

Hallo? Ich dachte erst ich hätte mich verhört aber mit dieser Aussage war das Gespräch dann auch beendet.

Da der Fall ja nicht nur für mich offensichtlich erschien, hätte ich mir doch ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit in diesem Fall gewünscht. Aber mit einem Nachforschungsauftrag für unzustellbare Briefe ist die Sache wohl für die Post abgetan. Schade, aber Kundenservice ist das nicht unbedingt in meinen Augen.

Warten wir mal ab was geschieht.

Meine Forderung an Deutsche Post:

Liebe Post, nehmt mich als Privatkunden mal ernst.

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 216 Tagen und 13 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

@Sven B.: Wenn die Post da eigene Ermittlungen anstellt, ist das genauso, als wenn der Bock zum Gärtner gemacht wird. Man überlege sich nur einmal, durch wie viele hundert Hände so ein Brief geht, bevor er zum Empfänger kommt.

Allerdings ist es schon seltsam, dass nur die hochwertigen Spiele verschwinden. Der "Täter" müsste also schon die entsprechende Sachkenntnis besitzen und vor allem auch Gelegenheit und Zeit, um die Briefe unbemerkt zu öffnen und ggf. "verschwinden" zu lassen.

Ich würde Ihnen eher dazu raten, eine Strafanzeige bei der Polizei zu stellen. Die haben so ihre Methoden (z. B. fingierte Sendungen), da könnte zumindest eher was bei herauskommen, als wenn die Post da ihren Larifari abzieht.

@Der Moralapostel

Die Briefe gehen nicht durch viele hundert Hände, sondern höchstens durch 3 oder 4, in der Regel ist es sogar so, dass nur der Austräger, nach der Einlieferung durch den Absender, persönlich mit der Sendung in Kontakt kommt.
Das meist wird durch sogenannte Sorter erledigt und läuft vollkommen automatisch ab.
Der Arbeitsplatz, an dem die wenigen Briefe von Hand abgestempelt werden, ist Video überwacht
Ich glaube auch nicht, dass ein Angestellter der Post wegen irgendwelcher Spiele seinen Job riskiert.

http:// www.youtube.com/watch?v=5IQru_YxEp4

Das Gleiche gilt analog bei Paketen.

http:// www.youtube.com/watch?v=qfxKSD0w3v8

Ja, an die Möglichkeit mit der Polizei habe ich auch schon gedacht. Da ich aber selbst schon lange in dieser "Branche" tätig bin (anderes Unternehmen), braucht mir mit Sicherheit keiner was über die Möglichkeiten erzählen, um sich, seien es Briefe oder Warensendungen, unrechtmäßig anzueignen. Die Zahl derer, die erwischt werden, ist verschwindend gering und das auch meistens nur, weil sie es irgendwann übertrieben haben. Werde mich in Zukunft wohl oder übel bei solchen Sachen auf die Einschreiben verlassen müssen, damit es ankommt.

Einschreiben nützt Dir auch nichts - und von Nachnahme kann ich komplett abraten. (Die NN ist nicht versichert - außer beim teuren Paket.) Gib mal Post Nachnahme bei Google ein - da kannste die Häufung der Beschwerden nachlesen.

Tja, bis Dato ist noch nicht einmal die Bestätigung über meine "Vermisstenmeldung" bei mir eingegangen. Ist wohl auf dem Postweg irgendwie verlorengegangen.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst.