Gehts noch?

Arge
Sonneberg

Ich habe einen Nebenjob und verliere den möglicherweise, weil ich an dieser sogenannten Bürgerarbeit für sechs Monate teinehmen soll. Was so wie so nichts bringt, außer das die Statistik passt.

Meine Forderung an Arge:

Welchen Sinn hat das?

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Die Palette der anzubietenden Tätigkeiten reicht von Helfertätigkeiten im sozialen Bereich bis hin zur Mitarbeit im Heimatverein. Alle Tätigkeitsfelder werden mit den regionalen Arbeitsmarktakteuren detailliert abgestimmt, um eine negative Einflussnahme auf den ersten Arbeitsmarkt auszuschließen. Der Monatsverdienst wird 900 Euro brutto für eine Beschäftigung mit 30 Wochenstunden betragen. Begleitet wird diese Beschäftigung durch ein qualifiziertes, individuelles Coaching, welches ebenfalls durch die Wirtschaftsministerien beider Länder kofinanziert wird.

Ziel bleibt auch hier die Verbesserung der Integrationschancen, im besten Falle der Übergang aus der Bürgerarbeit in den regulären Arbeitsmarkt.

Quelle: arbeitsagentur.de

Viel Erfolg!

Ihnen soll wohl möglich verdeutlicht werden, dass es Hartz IV nicht für lau gibt.

Der Nebenjob ist nicht zufälligerweise "schwarz"?

@Rb4918217
Sie scheinen den Sinn der Beschwerde nicht verstanden zu haben.
Verliert Frau S. diesen Nebenjob, weil Sie an der Bürgerarbeit (was im Grunde genommen nichts anderes ist, als der 1 Euro Job) teilnehmen soll, steht Sie nach diesen sechs Monaten wieder ganz am Anfang.

Anhand der Beschwerde lässt sich unschwer erkennen, dass hier Integration in die Gesellschaft dringend Not tut. Hilfreich wäre es, würde die Beschwerdeführerin ihren Nebenjob näher beschreiben. Aber schon die Qualität der Beschwerde lässt keine Hoffnung zu, dass noch verwertbare Informationen nachgereicht werden.

Ich kann den Beschwerdeführer nur folgendes raten, um das ein paar Steine ins Getriebe zu legen.

Unterschreiben Sie keine Eingliederungsvereinbarungen, auch wenn Sie zu Maßnahmen sollen, dort auch nix unterschreiben, egal ob Hausordnung, Vertrag, oder Schweigepflichtentbindung.
Die Verweigerung der Unterschrift kann nicht sanktioniert werden.

Keine EGV, Maßnahmeverträge etc unterschreiben. Ist nicht sanktionsbewährt.

Also wenn du nichts in dieser Richtung unterschreibst, sorgst du für das Blockieren dieser Maßnahmen, die ja nicht den AL dienen, eher der AL Statistik.

Und eine Job wenn auch nur 400€ ist wichtiger als ein BüA Job.
Es ist deswegen nicht zulässig, sie in diese Büa zu stecken.

Es kann ja nicht sein, dass man Harz bekommt und sich aufregt, dass man dafür was tun muss. Bürgerarbeit sollte für jeden, der Harz bekommt, eingeführt werden (außer Behinderte und Kranke). Wenn ich höre, dass jemand, der Harz bekommt, ausschläft und abends mal an der Tanke jobbt, kotzt mich an.

Der Sinn von solchen Bürgerarbeiten ist, dass Menschen, die auf längere Dauer arbeitslos sind, wieder in eine Vollzeit Arbeitsstelle integriert werden. Dies bedeutet im großen und ganzen, wenn man bereits längere Zeit arbeitslos war, man sich in diesen wie hier z. b. sechs Monaten wieder an Arbeitszeiten und allgemein Arbeit gewöhnt. Aber Peter Rühler sollte mal aufgeklärt werden, denn, mein Lieber, diese Maßnahmen können dazu führen, dass der Bezug von Leistungen teilweise oder ganz gestrichen werden können, sofern diese verweigert werden. Einfach drei Mal solche Maßnahmen ablehnen und dann gibt es gar nix mehr. Aber dann wird hier wieder erneut geschrien, dass das Hartz 4 gestrichen wurde.

Meiner Meinung nach sollte es mehr von diesen Maßnahmen geben und bei Verweigerung sofort der Bezug gestrichen werden.

Weiterhin bleibt hier fraglich, warum sich erst über die "schlechte Behandlung" bei der Maßnahme beschwert wird, in dieser Beschwerde jedoch davon geschrieben wird, dass die Maßnahme noch nicht angetreten ist?

@ReclaBoxler-4575057
Bürgerarbeit sollte für jeden Hartzer eingeführt werden? Stellen Sie sich doch stundenlang auf die Straße, um zu fegen oder Unkraut zu zupfen. Was soll das bringen außer Beschäftigungstherapy. Die ARGE sollte sich lieber mal darum kümmern, dass die Hartz4 Empfänger reale Chancen haben, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Diese ganzen Maßnahmen dienen nur der Statistik, Vermittlungschancen sind gleich NULL. Arbeitgeber & Kommunen wittern einmal mehr ihre Chance auf günstige Arbeitskräfte. Arbeitsverträge werden nie zustande kommen, da man durch die hohe Anzahl der Hartz 4 Empfänger viel "günstiger" davonkommt, als Mitarbeiter einzustellen. Das war doch alles schon einmal da, und ist auch nichts anderes als die damaligen 1 Euro Jobs, jetzt heißt es eben Bürgerarbeit.

Jeder Gärtner steht stundenlang bei aller Wetter in den Beeten und zupft Unkraut. Einem Sozialhilfeempfänger ist das nicht zuzumuten?
Die reale Chance zur Rückkehr muss sich der Bedürftige schon selbst verschaffen. Die Arge kann nur unterstützen und vermitteln. Wenn sich eine Anja S. ihrem zukünftigen Arbeitgeber auch so schnodderig präsentiert - dann Prost Mahlzeit!
Selbstverständlich soll Hartz IV nicht zum Nichtstun verleiten. Da liegt das Problem. Arbeit muss sich wieder lohnen!

@ReclaBoxler-7314869
Gärtner (ob Berufs- oder Hobbygärtner) machen das aus freien Stücken und nicht weil sie dazu gezwungen werden. Berufsgärtner arbeiten aus nicht für einen Lohn, der weit unter dem Existenzminimum liegt.

Zu der Aussage: "Die reale Chance zur Rückkehr muss sich der Bedürftige schon selbst verschaffen. Die Arge kann nur unterstützen und vermitteln", da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.

Wie viele Arbeitgeber sind denn gewillt, Langzeitarbeitslose mit oder ohne Gebrechen einzustellen? Und wie viele Arbeitgeber greifen lieber zu 1 Euro Jobbern, anstatt die Leute fest einzustellen?
Die ARGE ist weder unterstützend noch vermittelnd tätig. Dort steht die Quote an erster Stelle, der Rest ist denen ziemlich egal.

Sorry, aber ist es nicht so, dass dem Existenzminimum auch die Übernahme der Miet- und Nebenkosten inbegriffen sind? Fragen Sie mal einen Gärtner - Vater dreier Kinder - ob dieser vielleicht finanziell besser gestellt ist als vergleichbarer Hart IV-Empfänger. Es ist zu dumm, zu behaupten, ein Berufsgärtner arbeitet aus freien Stücken. Ich behaupte, er arbeitet in erster Linie, um den Lebensunterhalt für sich (und die Angehörigen) bestreiten zu können. Tätigkeiten, die auf 1€- Basis verrichtet werden, sollen dem Gemeinwohl dienen, nicht den Unternehmen eine billige Arbeitskraft bieten. Missbrauch schließe ich auf keinen Fall aus. Trotzdem ist es reine Bequemlichkeit und es steckt auch kein realer Wunsch nach Berufstätigkeit dahinter, wenn man mit dem Sofa zu einer Einheit zusammen wächst und sich den vermeintlichen Arbeitsplatzbedarf ausschließlich durch die 'Bemühungen' der Arge befriedigen lässt.

Lieber 7314869'er

Leider ist es aber dennoch so, dass Unternehmen dieses Angebot schamlos für sich ausnutzen. Ich habe selbst mal als 1 Euro Jobber in einem Seniorenheim gearbeitet. Ich und einige "Kollegen" wurden mit Aussicht auf eine Festanstellung geködert. Da hat man sich natürlich ordentlich ins Zeug gelegt, Überstunden gemacht, Aufgaben übernommen, für die man weder die gesetzlich geforderten Voraussetzungen noch die Qualifikation besaß. Und was ist dabei herausgekommen? Nichts, außer leeren Versprechungen. Übernommen wurde keiner, im Gegenteil, man wurde gegen neue 1 Euro Jobber ausgetauscht. Der ARGE war dies schon im Voraus bewusst, interessiert hat es die netten Damen und Herren Sachbearbeiter jedoch nicht. Und das ist leider nicht die Ausnahme, sondern wird immer mehr zur Regel.