29.11.2010 | 19:18 Uhr | 683 Views
Ich habe einen Nebenjob und verliere den möglicherweise, weil ich an dieser sogenannten Bürgerarbeit für sechs Monate teinehmen soll. Was so wie so nichts bringt, außer das die Statistik passt.
Meine Forderung an Arge:
Welchen Sinn hat das?
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Ziel bleibt auch hier die Verbesserung der Integrationschancen, im besten Falle der Übergang aus der Bürgerarbeit in den regulären Arbeitsmarkt.
Quelle: arbeitsagentur.de
Viel Erfolg!
Sie scheinen den Sinn der Beschwerde nicht verstanden zu haben.
Verliert Frau S. diesen Nebenjob, weil Sie an der Bürgerarbeit (was im Grunde genommen nichts anderes ist, als der 1 Euro Job) teilnehmen soll, steht Sie nach diesen sechs Monaten wieder ganz am Anfang.
Unterschreiben Sie keine Eingliederungsvereinbarungen, auch wenn Sie zu Maßnahmen sollen, dort auch nix unterschreiben, egal ob Hausordnung, Vertrag, oder Schweigepflichtentbindung.
Die Verweigerung der Unterschrift kann nicht sanktioniert werden.
Also wenn du nichts in dieser Richtung unterschreibst, sorgst du für das Blockieren dieser Maßnahmen, die ja nicht den AL dienen, eher der AL Statistik.
Und eine Job wenn auch nur 400€ ist wichtiger als ein BüA Job.
Es ist deswegen nicht zulässig, sie in diese Büa zu stecken.
Meiner Meinung nach sollte es mehr von diesen Maßnahmen geben und bei Verweigerung sofort der Bezug gestrichen werden.
Weiterhin bleibt hier fraglich, warum sich erst über die "schlechte Behandlung" bei der Maßnahme beschwert wird, in dieser Beschwerde jedoch davon geschrieben wird, dass die Maßnahme noch nicht angetreten ist?
Bürgerarbeit sollte für jeden Hartzer eingeführt werden? Stellen Sie sich doch stundenlang auf die Straße, um zu fegen oder Unkraut zu zupfen. Was soll das bringen außer Beschäftigungstherapy. Die ARGE sollte sich lieber mal darum kümmern, dass die Hartz4 Empfänger reale Chancen haben, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Diese ganzen Maßnahmen dienen nur der Statistik, Vermittlungschancen sind gleich NULL. Arbeitgeber & Kommunen wittern einmal mehr ihre Chance auf günstige Arbeitskräfte. Arbeitsverträge werden nie zustande kommen, da man durch die hohe Anzahl der Hartz 4 Empfänger viel "günstiger" davonkommt, als Mitarbeiter einzustellen. Das war doch alles schon einmal da, und ist auch nichts anderes als die damaligen 1 Euro Jobs, jetzt heißt es eben Bürgerarbeit.
Die reale Chance zur Rückkehr muss sich der Bedürftige schon selbst verschaffen. Die Arge kann nur unterstützen und vermitteln. Wenn sich eine Anja S. ihrem zukünftigen Arbeitgeber auch so schnodderig präsentiert - dann Prost Mahlzeit!
Selbstverständlich soll Hartz IV nicht zum Nichtstun verleiten. Da liegt das Problem. Arbeit muss sich wieder lohnen!
Gärtner (ob Berufs- oder Hobbygärtner) machen das aus freien Stücken und nicht weil sie dazu gezwungen werden. Berufsgärtner arbeiten aus nicht für einen Lohn, der weit unter dem Existenzminimum liegt.
Zu der Aussage: "Die reale Chance zur Rückkehr muss sich der Bedürftige schon selbst verschaffen. Die Arge kann nur unterstützen und vermitteln", da beißt sich doch die Katze in den Schwanz.
Wie viele Arbeitgeber sind denn gewillt, Langzeitarbeitslose mit oder ohne Gebrechen einzustellen? Und wie viele Arbeitgeber greifen lieber zu 1 Euro Jobbern, anstatt die Leute fest einzustellen?
Die ARGE ist weder unterstützend noch vermittelnd tätig. Dort steht die Quote an erster Stelle, der Rest ist denen ziemlich egal.
Leider ist es aber dennoch so, dass Unternehmen dieses Angebot schamlos für sich ausnutzen. Ich habe selbst mal als 1 Euro Jobber in einem Seniorenheim gearbeitet. Ich und einige "Kollegen" wurden mit Aussicht auf eine Festanstellung geködert. Da hat man sich natürlich ordentlich ins Zeug gelegt, Überstunden gemacht, Aufgaben übernommen, für die man weder die gesetzlich geforderten Voraussetzungen noch die Qualifikation besaß. Und was ist dabei herausgekommen? Nichts, außer leeren Versprechungen. Übernommen wurde keiner, im Gegenteil, man wurde gegen neue 1 Euro Jobber ausgetauscht. Der ARGE war dies schon im Voraus bewusst, interessiert hat es die netten Damen und Herren Sachbearbeiter jedoch nicht. Und das ist leider nicht die Ausnahme, sondern wird immer mehr zur Regel.