Mahnung mit der Androhung von Inkasso

Troisdorf

Ich habe von TelDaFax am 08.11.2010 eine postalische Mitteilung erhalten, dass sie auf Grund der negativen Pressemitteilung nun von Quartalszahlung auf Monatszahlung herunter gehen um das Vertrauen der Kunden zu erhalten. -So weit alles gut.

Am 29.12.2010 wurde ein Brief an mich verfasst, worin es heißt, dass die Prozesse neu überdacht und effizienter gemacht wurden, daher wird das Lastschriftverfahren nun zum 10. Januar 2010, hilfsweise zum nächstmöglichen Zeitpunkt beendet ,von Seiten der TelDaFax gekündigt.

Die letzte Lastschrift hatte TelDaFax am 16.12.2010 vorgenommen, okay, dachte ich mir, überweise ich eben monatlich den Betrag an TelDaFax. Am 04.01 habe ich überwiesen.

Am 13.01.2011wurde eine Mahnung an mich verfasst, die am 17.01.2011 in Düsseldorf von der Post abgestempelt worden war und mich eine Tag später erst erreicht hat.

Die Forderung beläuft sich auf einen Monatsabschlag zzgl. 5,00 € Mahngebühren +0,53 € Verzugszinsen. Ich dachte mir, das kann nur eine Irrtum sein, denn es steht ja drin, sollte ich in der zwischen Zeit überwiesen haben soll ich dem Schreiben keine Beachtung schenken, nur, warum bin ich dann auf einmal 43 Tage im Verzug?

Geht ja gar nicht, weil die doch bis zum Dezember 2010bei mir per Lastschrift bei mir eingezogen haben, und erst seit Januar 2011 nicht mehr, als ich - wie gefordert - überwiesen hatte.

Darauf hin habe ich alle mein Bankauszüge und Rechnungen geprüft, von Dezember 2007 (Antrag)/Februar 2008 Versorgungszusage (Vertragsbeginn) und alles, was ich und TelDaFax bisher an Schriftverkehr hatten.

Habe dann den fehlenden Beitrag gefunden, es ist im November 2010 gewesen, als TelDaFax aber noch per Lastschrift von meinem Konto abbuchen konnte, sie haben mich ja erst zum Januar in Kenntnis davon gesetzt, dass ich nun per Dauerauftrag oder Überweisung zu zahlen hätte.

Seit her schreib ich Mail um Mail, ohne auch nur annähernd eine Antwort zu erhalten, und hänge je Anruf 6:47 Min. am Telefon. Ich höre mir da die Warteschleife an, die sagt, dass ja alles so voll ist, weil 80.000 neue Kunden mit 80 neuen Kollegen abgearbeitet werden sollen. Ich bin in die Hose gekniffen, weil ja noch so viele vor mir dran sind, und lege auf.

< p>Ich habe zur Mahnung im BGB, § 286, gelesen, dass ich, wenn ich erst jetzt durch die Mahnung informiert werde, das ein Aussenstand besteht, zu keinerlei Mahn- oder Inkasso- oder sonstige Kosten heran gezogen werden kann. Allerdings nur, wenn ich im Stande bin, Beweise an zuführen. Das kann ich.

Zu keiner Zeit bin ich irgendwann meinen Vertragspflichten nicht oder nicht rechtzeitig nach gekommen, und nur, weil ich zum zweiten Mal mit einer offensichtlich dilettantischen Buchhaltung einer Firma zu tun habe, soll ich für deren Inkompetenz auch noch die Mehrkosten zahlen. Aus Prinzip muss ich das ablehnen, ich werde aus Kulanz natürlich, weil ich es ja auch an Energie verbraucht habe, den monatlichen Abschlag von 74,00 €, den sie versäumt haben einzuziehen als sie den Bankeinzug noch nicht selbst gekündigt haben, gerne bezahlen, aber das war es dann auch gewesen.

Ach ja, den Antrag auf Gasversorgung, den lassen wir doch besser sein, und die 100,00 € einmaliger Sonderabschlag hätte ich auch gerne zeitnah zurück, ich bleibe lieber bei meinem jetzigen Versorger, der ist in puncto Service doch wesentlich genauer, und das hat dann wohl auch seinen Preis.

Lesen und Antworten Sie doch bitte einmal nur zeitnah auf die Mails. Und eine Standardmail mit dem Vorwand "so viel zu tun zu haben" oder "kommen nicht hinterher", und "ihre Mails sind selbstverständlich eingegangen unter der Nummer xxxxxxx", ist nicht die Lösung, wenn man die Dinge dann nicht zeitnah klärt.

Zeitnah ist relativ, schon richtig, aber bitte noch zu Lebzeiten, ist nicht mehr, mit mehr als übertrieben zu rechtfertigen.

Beispiel: Man stelle sich mal vor:

bei ca. 500.000 Kunden x 5,53 € (Mahngebühren, Verzugszinsen) = 2.765.000,-- €, wenn es denn dann bei allen so gelaufen wäre wie bei mir, zusätzliche Einnahmen für ein paar Briefchen.

Bestell-/Kundennummer: 2813929

Meine Forderung an TelDaFax:

Formale Entschuldigung seitens TelDaFax, mit der bitte den selbst versäumten Beitrag, den TelDaFax hätte per Bankeinzug einziehen können, für eben diese zu begleichen.

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 149 Tagen und 8 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

TelDaFax hat sich per Mail gemeldet und sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. Klarheit habe ich bisher noch nicht über den gesamten Sachverhalt. Ich habe der TelDaFax gestern noch geantwortet und die Unklarheiten erklärt, ich bin gespannt, wann ich Antwort erhalte. Nichts desto trotz scheint sich die Reclabox zu lohnen.

Eine Antwort zu dem Thema habe ich erhalten zu dem Problem am 28.01.2011. Man hat sich bei mir in aller Form entschuldigt und das Problem nochmal erörtert und begründet mit dem Automatismus des Datenflusses. Das Inkasso wurde eingestellt, da TelDaFax in diesem Fall erkannt hat, dass die geänderten Informationen zukünftiger Vertragsgrundlagen zu spät zugestellt werden und damit die Frist bereits abgelaufen ist, wenn die Info vorliegt. Jedoch bahnt sich nun schon wieder neuer Ärger an. Werde darüber aber noch berichten, wenn die Sache wieder eskaliert ist, denn eine Antwort steht auch in diesem Fall nach mehrfacher Aufforderung per Mail aus. Im puncto Kundenservice bin ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, sollte man sich, sofern man den Wert drauf legt (ich tue das), nicht unbedingt an TelDaFax halten.