Vertrag untergejubelt

Düsseldorf

Ich hatte mir im Internet einen Stick für Mobiles Internet von Vodafone bestellt.

Bei der Installation gab es Schwierigkeiten bzw. erkannte mein Notebook den Stick nicht. Nach zwei Tagen Herumprobierens bin ich mit meinem Notebook zum Vodafone-Shop im OEZ in München und bat den jungen Mann um Hilfe. Der erklärte mir, ich hätte einen falschen Stick bestellt und er könne mir einen anderen verkaufen, mit besseren Vertragsbedingungen. Sogar den Widerruf für den ersten Stick schrieb er mir. Dann bekam ich einen neuen Stick, einen neuen Vertrag und das Problem war dasselbe. Mein Notebook erkannte den Stick nicht. Was ich erst im Nachhinein erfuhr ist, dass mein Notebook netzabhängig ist, also ich die Sticks von Vodafone gar nicht nutzen kann!
Gestern bin ich dann zurück zum Vodafone-Shop, zum selben jungen Mann, um das Ganze rückgängig zu machen. Erstens ließ er mich gar nicht ausreden, zweitens behauptete er, ich brauche nur mein Notebook mitzubringen und er werde das dann schon regeln und drittens machte er keine Anstalten, den Vertrag zu stornieren. Ich solle dann eben mit meinem Anwalt wiederkommen.

Da ich keine Chance habe, den Stick überhaupt nutzen zu können, ist mein Kauf absolut überflüssig. Dem jungen Mann ging es lediglich darum, mir einen "besseren Vertrag" zu verkaufen, zu Deutsch: eine Provision kassieren.

Ich finde es unerhört, dass Vodafone solchen windigen Gestalten erlaubt, ihren Namen zu benutzen, denn inzwischen habe ich erfahren, dass dies nicht der erste Fall ist, in dem jemand mit nicht ausreichenden Kenntnissen über den Tisch gezogen wird.

Meine Forderung an Vodafone D2:

Sofortige Stornierung des Vertrages

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Versteh nicht, warum du das Notebook nicht beim zweiten Besuch gleich mitgehabt hast. Was für den Verkäufer spricht, ist sein Verkaufstalent, denn warum sollte der zweite stick (bessere Vertragsbedingungen) leichter zu installieren sein.

Da ich von diesen sticks nichts halte, habe ich auch keine Ahnung, wie die Bedienungsanleitungen ausschauen (habe mal nen dual-sim von Samsung getestet & dank deren Kies-Anwendung das Teil postwendend zurückgegeben).

Hast du dich nur an den netten Verkäufer gewendet?

PS: Irgendwie fehlen noch einige Daten, sprich Notebook, OS, stick?

Wie kann ein Notebook netzabhängig sein?

"Wie kann ein Notebook netzabhängig sein?"

Ja, gute Frage, das ergibt keinen Sinn. Eventuell ist im dem Notebook schon ein UMTS/GPRS-Modul, _dieses_ könnte einen Netlock/Providerlock besitzen. Ein von Vodafone gekaufter Stick wird auch mit einer Vodafone-Karte funktionieren. Und wenn es sich um ein handelsübliches Notebook mit z. B. Windows handelt, wird man diesen Stick auch zum laufen bekommen (ggf. vorhandene Zugangssoftware entfernen usw.).

Mein Tipp: Suchen Sie schnell jemanden auf, der sich damit auskennt. Den üblichen Computernerd in der Familie/Bekanntenkreis. Und die Vertragsunterlagen gleich mitnehmen. Und die AGB studieren. Und niemals, ich wiederhole: NIEMALS auf die Verkäufer in "Handyläden" hören.

@Nandor Kovacs.

Zitat: >>Nach zwei Tagen Herumprobierens bin ich mit meinem Notebook zum Vodafone-Shop im OEZ in München und bat den jungen Mann um Hilfe.
Und warum haben sie den jungen Mann dann nicht gebeten, bei der Installation behilflich zu sein?

Jeden Vertrag kann man innerhalt 14 Tagen kündigen/stornieren. Ich würde das schriftich machen, eine Kopie des Kündigungsschreibes für mich behalten und das Original per Einschreiben zum Vodavone schicken. Viel Glück.

Bislang habe ich keinerlei Nachricht zu meiner Beschwerde erhalten. Ich fürchte, dass ich auf einem überflüssigen Vertrag und den dazugehörigen Kosten sitzenbleibe.

Also, um das klar zu stellen: Installiert ist der Stick, aber er wird von irgendetwas blockiert. Genauso wie es netzabhängige Handys gibt, gibt es das auch bei Notebooks. Mein Notebook habe ich in Ungarn gekauft, es ist netzabhängig, weil ich es von einer bestimmten Firma gekauft habe. In meiner Heimat können die Spezialisten mit dem Stick nichts anfangen und hier kann mir wegen der Netzabhängigkeit niemand helfen. Ich habe alles unternommen, um das einmal erworbene Teil doch nutzen zu können, aber soll ich einem Windhund und Fremden mein Notebook anvertrauen? Er hat mich einmal übers Ohr gehauen, wer weiß, was der mit meinem Notebook macht? Ich bin mit sämtlichen Unterlagen und dem Stick zu dem jungen Mann marschiert und das Ergebnis war das geschilderte. Er hat mir einfach nicht zugehört und mir frech ins Gesicht gesagt, ich solle doch mit meinem Anwalt wiederkommen, wenn ich der Meinung sei, den Vertrag stornieren zu können. Mit den deutschen Gesetzen und meinen Möglichkeiten als Kunde kenne ich mich nicht aus, war aber überzeugt, dass ich innerhalb von 14 Tagen den Vertrag stornieren kann. In den Unterlagen steht leider davon nichts. Der Typ wusste, dass er es mit einem "dummen Ausländer" zu tun hat, genau deshalb hat er sich so sicher gefühlt. Ich kann hier nur darum von meiner Erfahrung schreiben, weil ich mir einen Dolmetscher gesucht habe, der mich unterstützt. Eine andere Möglichkeit, mich zu wehren, habe ich leider nicht gefunden, da ich für einen deutschen Anwalt kein Geld habe. Der "nette" Verkäufer betreibt den "Shop" (es ist ja eigentlich nur ein Stand mit minimaler technischer Ausrüstung, den man jederzeit anders wohin verlegen kann) alleine, d. h. die Möglichkeit, mich bei seinem Chef zu beschweren, gibt es nicht. Aber wenn Vodafone drüber steht, hoffe ich doch, dass sich Vodafone dafür zuständig fühlt.

Offensichtlich fühlt sich niemand zuständig, ich habe jedenfalls keine Nachricht zu meiner Beschwerde erhalten. Vielleicht gibt es mittlerweile auch zu viele Beschwerden bei Vodafone, sodass diese nicht mehr zeitnah bearbeitet werden können.