Ich musste heute leider meine beiden Wellensittiche Johny & Macho bei Ihnen abgeben, da ich beruflich sehr viel unterwegs und kaum zu hause bin.
Wie dem auch sei, jedenfalls muss ich am heutigen Tage hier mal meinen Unmut loswerden über das Personal.
02.04.2011, um ca.10:30 Uhr: Diese beiden Damen sahen mich kommen und gaben mir schon von weitem das Gefühl von "was will der den jetzt". Ich bin dann in die Innenvoliere eingetreten, wobei ich weiterhin eine unwohle Situation zu spüren bekam. Ich gebe zu, dass ich selber sehr nervös und unsicher wirkte, weil ich meine beiden Freunde hier abgeben wollte.
Aber anstatt mir dieses Gefühl zu nehmen, zickten diese beiden Damen mit mir herum, wobei ich die eine noch fragte, warum sie zu mir so unfreundlich sei. Natürlich bekam ich keine Antwort.
Der Grund war wohl, dass ich die Vögel aus dem Käfig nehmen wollte, damit sie diese beringen konnten. Ich bestand darauf, weil ich meine beiden Racker sehr gut kenne und diese mir mehr vertrauen als zwei schwarzen Lederhandschuhen.
Ich verstehe, dass Sie es sicherlich nicht leicht haben mit so vielen ausgesetzten Tiere etc., aber mal ein Tipp von mir: Wenn ein Mensch ein Tier bei Ihnen abgeben muss, behandeln Sie ihn bitte nicht so wie mich, weil, das hinterlässt echt ein üblen Nachgeschmack.
Ich wollte eher das Gefühl vermittelt bekommen, dass meinen beiden Freunde bei Ihnen gut aufgehoben sind und nicht nur als Objekte gesehen werden. Es sind in erster Linie Lebewesen, mit denen wir diesen Planeten teilen dürfen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Geld und kompetente, einfühlsame Mitarbeiter, auch gegenüber der Ex-Halter (Menschen).Meine Forderung an Tierheim Berlin Bereich Vögel:
Mehr Mitgefühl und Toleranz
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 13
@ Bilgin Caliskan: Dadurch dass Sie sich von Ihren Vögeln trennen mussten, will ich Ihnen gerne eine emotionale Befindlichkeit für den heutigen Tag zugute halten.
Das Tierheim ist aber kein Beerdigungsinstitut, wo man noch am ehesten eine gewisse Pietät erwarten dürfte. Ich weiß es nicht, aber hatten Sie dort erwartet, im Angesicht Ihrer betrübten Stimmung mit rotem Teppich und Zuckerwatte begrüßt zu werden?
Für die armen Vögel hätte es eigentlich mehr Bewertungssterne geben müssen, aber für Ihre Schaumschlägerei gibt's jetzt nur einen einzigen!
Ich musste mich vor ein paar Jahren auch von meinen Vögeln trennen, aber ich habe es vorgezogen, via Zeitungsanzeige ein neues Heim zu suchen, und auch gefunden. Das wäre hier vermutlich auch besser gewesen, aber das muss jeder selbst entscheiden.
Ja, Fr. Dr. vet., bestimmt haben sie mit ihrer fachmännischen Aussage Recht, trotz dessen bleibe ich mit meiner Forderung - roten Teppich für jedes Tier, was dort verbleiben muss.
Ich kann die Motivation der Beschwerde verstehen. Nicht jeder *will* sich seiner Lieblinge entledigen und wenn man sich deswegen sowieso schon schlecht fühlt, möchte man nicht auch noch zusätzlich ein mieses Gefühl vermittelt bekommen. Aber wenn Du dich mal in die andere Seite hinein versetzt, bist Du auch nur eine weitere Person, die plötzlich seine Viecher nicht mehr gebrauchen kann. Was einem in dem Zusammenhang an Menschen begegnet, lässt sich sicher nur mit reichlich Zynismus ertragen und fördert nicht die Neigung, echte Trauer von den üblichen Ausreden unterscheiden zu wollen.
Leute, die im Tierheim arbeiten, haben vielleicht auch manchmal eine Perspektive, in der berufliche Anforderungen keinesfalls über der moralischen Fürsorgepflicht stehen, die man mit der Anschaffung/Adoption der Tiere übernommen hat. Auch wenn es Dir furchtbar schwer gefallen ist, hast Du die Vögel nicht um der Vögel Willen ins Tierheim gebracht, sondern auch nur deine Fürsorgepflicht dort abgeladen wie jeder andere auch.
Die können nicht von Dir verlangen, dass Du die Loyalität zu den Tieren genauso über deine Interessen stellst wie sie, im Gegenzug kannst Du nicht realistisch verlangen, dass Du getröstet wirst, als ob Du ein Recht darauf hättest, dort ein Tier abliefern zu können - das hast Du nämlich nicht. Die haben nur eine höhere Verpflichtung übernommen, das Tier vor Leid zu bewahren als Du und sind dem Tier gegenüber verpflichtet es anzunehmen, nicht Dir. Du hast in der Sache ein bisschen aus den Augen verloren, dass Du nicht das einzige Opfer der Trennung bist, dafür aber alleinige Ursache aus Sicht des Tierheims, mal davon abgesehen, dass Du den Lebewesen vielleicht auch ein neues Heim hättest suchen können, anstatt dies auch noch dieser Notfallinstitution aufzuladen, die kein Dienstleistungsunternehmen für Menschen ist und die Tiere damit doppeltem Stress auszusetzen. Tut mir Leid, aber hier auf "Servicequalität" zu klagen, geht völlig an der Sache vorbei und dann tierisch nach hinten los.
Die deutsche Gesellschaft verkommt immer mehr, deshalb wundere ich mich nicht über die abgegebenen Kommentare. Für Sie Herr Caliskan tut es mir Leid, solche Erfahrungen gemacht zu haben. Es war sicherlich schon schwer genug, sich von Ihren "Freunden" zu trennen.
Sicherlich wären Sie besser damit gefahren, die Vögel wieder mitzunehmen und per Zeitungsanzeige ein gutes zu Hause zu finden.
In Tierheimen sind die Tiere zwar "untergekommen & versorgt", tristen aber ein trauriges Dasein.
Ich denke schon, dass man von den Angestellten mehr "Einfühlungsvermögen" erwarten kann, denn die besitzen genug Menschenkenntnis, um genau abwägen zu können, wer die Tiere nur los haben möchte und wem die Trennung wirklich schwer fällt.
Auch wenn das Tierheim nicht die optimale Lösung gewesen ist, so ist es dennoch besser die Vögel dort abgegeben zu haben, als wenn man die Tiere sich selbst überlässt und diese dann elend im eigenen Dreck verenden.
Hallo Bilgin Caliskan,
wie ist das denn so in ihrem Kulturkreis.
Gibt da überhaupt Tierheime?
Denke mal, da kommen die Katzen und Vögel in die Pfanne.
@ C.
Zitat C.: "Die deutsche Gesellschaft verkommt immer mehr."
Stimmt, nur was sind wohl die Ursachen. Ich persönlich kannte vor 30 Jahren z. B. Messer nur als ein Werkzeug in der Küche. Hat sich aber inzwischen mit den vielen Neudeutschen geändert!
@ ReclaBoxler-5428735
Ist ja sehr interessant! Wenn man bedenkt, dass es ursprünglich um zwei ins Heim abgeschobene Vögel ging und sich jetzt die Diskussion auf fremde Kulturkreise und m-e-s-s-e-r-stechende A-u-sländer fokussiert hat, ist das doch irgendwie schon etwas grenzwertig.
@ Demokratie Fürsprecher
Ja, da sieht man wieder, wie verzahnt unsere kleine Welt ist.
Morgens Ärger mit deinem Partner und schon leidet auch dein Umfeld.
; o)
Mannomann, einige merkwürdige Deutschtümmler gehören hier eindeutig auch ins Heim.
Denkanstöße für die ewig Gestrigen:
"Die Schuld verdoppelt sich, wer seines Vergehens sich nicht schämt." (Publilius Syrus, Sentenzen)
"Der Verlust von Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn." (Sigmund Freud)
Hallo, ich war für einige Jahre ehrenamtlicher Notdienstfahrer im Tierheim Feucht bei Nürnberg. Die Zustände, die ich dort erlebt habe, sind der Auslöser gewesen, den Notdienst aufzugeben. Den Vorstand hat nur Interesse gehabt, die Satzung zu ändern, um sich eine Aufwandsentschädigung zu nehmen. Die festen Mitarbeiter werden mit Abmahnungen und Kündigungen überhäuft, die vor Gericht keinen Bestand haben. Ehrenamtliche, die nicht das Interesse vom Vorstand teilen, werden rausgemobbt. Meldungen von Diebstahl werden nicht verfolgt, wenn es gute Freunde vom Vorstand sind. Die Versprechen gegenüber Tierhalter sind erlogen gewesen. Als Notdienst sollte ich einige Tiere nicht ins Tierheim bringen, wegen der Kosten.
Ich denke, es wird in fast jedem Verein so ablaufen. NIE WIEDER
Schade um die Tiere.
Hi Recla-Team, sorry, dass ich so spät antworte, die Tierheimleitung hat sich bei mir gemeldet, um das Problem zu klären. Danke an euch . MfG B.Caliskan