Schenke ich Vodafone, bzw. deren überhöhten Rechnungen Glauben, wählt sich mein Handy einfach so ins Internet ein.
Dass diese Unterstellung ungerechtfertigt ist, beweist die Tatsache, dass O2 sich damals niemals ins Internet einwählte. Auch nicht nach Benutzung von Ovi-Maps (die Internetfunktion war ohnehin deaktiviert).
Aufgrund meiner letzten Rechnungen (jedes mal fielen Internetkosten an) rief ich dann Anfang März zum wiederholten Male Vodafone an und bat um eine Internetsperre. Dies wurde mir bestätigt. Dennoch war ich misstrauisch und fragte zwei mal nach "ob es denn hiermit wirklich gesperrt sei" - Die Antwort war zwei mal "ja", mit dem Zusatz "Es entstehen keine Kosten, Internet ist nicht mehr möglich" - Quasi genau das, was ich hören wollte. (Anruf am 4.3.2011)
Mit einem mulmigen Gefühl beendete ich das Gespräch und erfuhr den nächsten Schock bei Erhalt der nächsten Rechnung (März 2011)
Dieses mal sind es, sage und schreibe, 80,-- € Internetkosten. Am 17.3 angeblich 12 Stunden und 30 Minuten Dauer surfen für 70,-- € und noch acht weitere mal für je ~1,-- bis 5,-- € - insgesamt also 80,-- €
Für ein Handy, welches sowohl meinerseits als auch von Seiten Vodafones für den Internetdienst komplett gesperrt ist, eine tolle Leistung.
Auch erstaunlich, wie kleinlich Vodafone kalkulieren kann, wenn es darum geht, Kosten für nicht erbrachte Leistung zu erzeugen. Und wie schlecht sie doch dokumentieren, wenn es darum geht Mitarbeitergespräche wieder aufzurufen, welche doch sogar laut Ansage "aufgezeichnet" werden.
Ist es bei Vodafone so, dass Aufzeichnungen nur dann Verwendung finden, wenn dem Kunden dadurch Nachteile entstehen? Sollten Vorteile entstehen, wie beispielsweise. der Beweis der Inkonsequenz (Nichteinhaltung der besagten Internetsperre) werden die Aufzeichnung dann plötzlich gelöscht?
Als Kunde bei Vodafone habe ich das Gefühl, die Bringschuld erkauft zu haben: Nachteile ohne Mehrwert. Unterstellungen ohne Beweise.
Wieso muss nicht Vodafone mir nachweisen, dass ich tatsächlich im Internet war? - Denn ich war es nicht und ich kann es sogar nicht einmal.
Wie kann es sein, dass Vodafone das Recht hat, einfach so willkürlich Geld abzubuchen, welches der Kunde dann wieder zurückfordern muss - als Privatperson gegen den Konzern, die Rechtsabteilung und das Beschwerdemanagement?
Dieses Ungleichgewicht gegenüber der Interessen des Kunden ist unerhört!
Mit Spannung warte ich auf eine Stellungnahme und fordere mindestens diese 80,--€ zurück. Wenn sich nichts ändert, erachte ich eine (mögliche?) vorzeitige Kündigung als Erlösung dieses Albtraums.
Meine Forderung an Vodafone D2:
80,-- €
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 7
Mein Gott,
das Einfachste wäre es doch wohl, wenn Du den Internetzugang auf Deinem Handy deaktivierst.
Mein Gott,
das Einfachste wäre, wenn du mal korrekt lesen könntest:
"Für ein Handy, welches sowohl meinerseits, als auch von Seiten Vodafones für den Interndienst komplett gesperrt ist, eine tolle Leistung."
Verstehe ich das richtig, dass zuvor in dem Handy eine O2-Karte war? Wenn dem so ist, kann es sein, dass noch die Zugangsdaten von O2 hinterlegt sind? Ich würde einfach in den Einstellungen das Passwort für den Internetzugang ändern, also absichtlich falsch setzen.
@Bernd Marschler
Selbst wenn die Daten von O2 hinterlegt sind, würde das bei Vodafone KEINE Kosten erzeugen. Das kann einfach NICHT funktionieren!
Update:
Vodafone hat sich via Kundenhotline gemeldet. Sie überweisen das Geld (80 €) angeblich mit der nächsten Rechnung zurück.
Auf Rückfrage wurde die Internetsperre jetzt aktiviert. Dies bedeutet, dass das Navigationssystem (Nokia 5800 OviMaps) bis auf weiteres nicht funktioniert.
Lösungsvorschlag seitens Vodafone: Für Navigation o2 FONIC Karte reinmachen - da funktioniert Navigation auch ohne Internet. Gratis offline.
Lösungsvorschlag & neue Forderung meinerseits: Vodafone-Vertrag vorzeitig kündigen und wieder o2 FONIC benutzen.
Mit den besten Grüßen
Marc
Wurde zwar auf Online-Rechnung umgestellt (zum wiederholten Male ohne Vorankündigung, obwohl ich ausdrücklich um Papierrechnung bat). Dennoch wurde diesen Monat nichts vom Konto abgebucht, d.h. ich gehe davon aus, dass mir die 80 € gutgeschrieben wurden.
Es wurde nichts vom Konto abgebucht? Schau mal lieber nach, dass du nicht auf Selbstzahler gestellt bist und im Nachhinein noch eine Mahnung bekommst. ^^