11.05.2011 | 15:41 Uhr · 5992 Views · von ReclaBoxler-1755211
AS - Rehaland GmbH (Soest)
Unseriös und beleidigend?
Ich hatte bei der Firma AS-Rehaland ein Elektromobil gekauft, das mir Herr O. Schxxxxx gebracht und mich auch eingewiesen hat.
Auf der Internetseite der Firma AS-Rehaland war das Elektromobil mit einem anderen Sitz abgebildet, bei dem Sitz wären die Armlehnen in der Breite verstellbar gewesen. Leider ist dieser Sitz nicht erhältlich.
Der Sitz, den das Elektromobil hat, verfügt auch über Armlehnen, allerdings sind die nicht in der Breite verstellbar. Der Abstand der Armlehnen ist relativ schmal, dafür das das Elektromobil bis 159 kg Gewicht zulässt. Ich wiege weniger, passe aber nicht zwischen die Armlehnen, sondern muss sie hoch klappen.
Meine Wahl fiel auf dieses Elektromobil, weil es mehrere Vorzüge hat. Ich bin beidseitig gehbehindert und habe das Elektromobil gekauft, um wieder mobiler sein zu können.
Nach meinem Kauf habe ich mich beim AS-Rehland per E-Mail erkundigt, warum nicht der Sitz, der auf dem Foto des Elektromobiles vorhanden war, auch auf dem Elektromobil ist.
Herr O. Schxxxxx hat zwar erklärt, warum das so ist, aber er ist noch weiter gegangen:
Originaltext Herr O. Schxxxxx per E-Mails:
Zitat Anfang
Das Elektromobil ist sicherlich bis zu 159 kg ausgelegt, aber hierbei kommt es ja auch stark auf die Proportionen des Körpers an. 159 kg auf 2 Meter verteilt passen sicher problemlos auf den Sitz. Leider ist das in Ihrem Fall ja nicht so einfach.
Nun kann ich Ihnen aber mal was sagen: Sicher weiß ich nicht, wie es ist, Kniearthrose in beiden Knien zu haben. Ich habe aber jedes Jahr ca. 500 Kunden mit Elektromobilen die entweder MS, eine Querschnittlähmung, spastische Lähmungen oder Amputationen einzelner oder gar mehrerer Gliedmaßen haben. Seien Sie sich sicher - Ihr Erkrankung sieht dagegen aus wie eine simple Erkältung. Manche Menschen können nicht mal was für Ihr Schicksal. Bei Ihnen liegt es ja doch recht nahe, das diese Erkrankung Folge einer Übergewichtigkeit ist.
Ich möchte mir aber nicht erlauben, Sie in dieser Hinsicht zu be- oder verurteilen - das ist nicht meine Aufgabe.
Wenn Sie bei uns nichts mehr kaufen möchten, so kann ich das verstehen und begrüße Ihre Entscheidung.
Zitat Ende
So etwas geht in meinen Augen gar nicht, das man von jemandem, der in einem Sanitätshaus/Santitätsversand tätig ist und mit Kranken und Behinderten zu tun hat, so behandelt wird.
Solche Geschäftsführer/Verkäufer braucht niemand, und erst Recht nicht jemand, der Krank und/oder Behindert ist!
Meine Forderung
Stellungnahme
Firmenantwort
13.05.2011 | 11:19 Uhr · AS - Rehaland GmbH
Hiermit beziehe ich Stellung zu den Verwürfen von Frau B.:
Frau B. hat am 09.07.2010 bei uns ein Elektromobil Marke Trendmobil Life 4 gekauft. Dieser Kauf resultierte aus einem vorhergehenden Telefonat mit meiner Person, in dem ich mit Frau B. ein Beratungsgespräch führte. In diesem Beratungsgespräch war ich schon sehr skeptisch was die Benutzbarkeit für Frau B. in Punkto Life 4 Elektromobil angeht. Sie lies sich jedoch am Telefon nicht umstimmen und bestand auf die Lieferung dieses Fahrzeuges. Ich brachte Ihr das Elektromobil nach Hannover und wir trafen uns in einer Tiefgarage, die zu Ihrer Wohnung gehört. Hier probierte Sie das Elektromobil zusammen mit Ihrer Familie (Mann und ein Kind waren auch dabei) aus. Sie war ganz begeistert aufgrund der für Sie wiedererlangten Mobilität und sehr euphorisch. Auch meine Hinweise, das Elektromobil sei für Sie zu klein und das Sie ja gar nicht die Armlehnen benutzen könne, war Ihr relativ egal und unwichtig. Sie sagte mir wortwörtlich: „ Die lasse ich dann halt hochgeklappt. “ Ich konnte Frau B. nicht umstimmen, obwohl ich das Elektromobil lieber wieder mitnehmen wollte und Ihr zu einem größeren Gerät geraten habe. Hier gab es aber sofort den Einwand, dass Sie nicht mehr wie die abgemachten 1500 Euro ausgeben möchte und auch kann und somit die von mir angebotenen Alternativen nicht in Frage kommen. Sie übergab mir also das Geld und ich fuhr mit einem für mich unbefriedigendem Gefühl davon. Nachdem aber keine Rückmeldung der Kundin mehr kam, bin ich davon ausgegangen das Sie sich mit dem Elektromobil wohl tatsächlich arrangiert hat und auch gut damit klar kommt. Am 21.10.2010 (über drei Monate später) bekam ich dann eine Email von Frau B., das Sie mit dem Sitz nicht klar kommt und Sie nun einen größeren Sitz haben möchte, den Sie aber nicht bezahlen wolle. Am 25.10.2010 habe ich Frau B. daraufhin folgende Email geschrieben:
Sehr geehrte Frau B.,
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Allerdings wurde etwas falsch verstanden: Es war nie der Sitz des Vorgängermodells, sondern gab es diesen Sitz so nie in Serie (zumindest nicht in Deutschland). Das Bild auf unserer Homepage war von einem Vorserienmodell (so nennt man Prototypen oder nicht fahrbare Dummys), welches so nie in Serie gegangen ist. Es gab kein Fahrzeug, welches so an einen Kunden ausgeliefert worden wäre. Im Zuge der Entwicklung wurde dann der jetzige Sitz (den Sie auch haben) entwickelt.
Das Elektromobil ist sicherlich bis zu 159kg ausgelegt, aber hierbei kommt es ja auch stark auf die Proportionen des Körpers an. 159 kg auf 2 Meter verteilt passen sicher problemlos auf den Sitz. Leider ist das in Ihrem Fall ja nicht so einfach.
Ich habe Ihnen das Elektromobil damals auch ausgeliefert und war ja direkt vor Ort schon der Ansicht, dass dieses Fahrzeug etwas zu klein für Ihre Verhältnisse wäre. Ich kann mich aber auch noch sehr gut erinnern, dass es in Ihren Augen alles gar kein Problem ist und Sie sich damit schon arrangieren werden. Auch die Armlehnen waren ja für Sie kein Kaufhindernis - "Lasse ich halt hochgeklappt" hieß es. Sicher waren Sie damals einfach angetan von der wiedererlangten Mobilität, so dass Sie auf diese "Kleinigkeiten" keinen besonderen Wert gelegt haben. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass nun - nach einiger Zeit Benutzung - der Enthusiasmus verflogen ist und die kleinen Unannehmlichkeiten zu etwas Größeren werden.
Leider ist einfach zu viel Zeit vergangen, als dass wir das Elektromobil nun noch austauschen oder eine andere Lösung finden könnten. Die Variante neuen Sitz kaufen halte ich ehrlich gesagt für zu teuer. Zweite Variante wäre eine Inzahlungnahme Ihres Fahrzeugs (Zustand muss geprüft werden) und eine Zuzahlung zu einem größeren und hochwertigeren Fahrzeug. Hier war aber (glaube ich) die Transportfähigkeit in Ihrem PKW zu beachten, welches die Auswahl natürlich sehr einschränkt.
Ich würde Ihnen wirklich sehr gerne helfen. Bitte lassen Sie mich wissen in welcher Form ich helfen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr AS-Rehaland Team
Oliver Schulz
Danach wurde nicht mehr geantwortet und ich bin davon ausgegangen, dass Frau B. kein Interesse an meiner Hilfe mehr hat. Trotzdem habe ich dann am 25.02.2011 (wieder fast 4 Monate später) erneut eine Email von Frau B. erhalten mit folgendem Inhalt:
Hallo Herr Schulz,
ich wollte Ihnen noch nachträglich mitteilen dass ich bei Ihnen nichts mehr kaufen werde und ich Sie sicher auch nicht an Andere weiter empfehlen werde. Ihre Email vom letzten Jahr empfinde ich als frech und unmöglich, so behandelt man seine Kunden nicht. Lassen Sie sich gesagt sein, SIE wissen NICHT wie es ist wenn man beidseitige Kniearthrose im Endstadium hat und nach Möglichkeiten sucht soweit wie möglich noch mobil sein zu können! Denn wenn SIE es wüssten hätten sie niemals meine Anfrage so beantwortet wie Sie sie beantwortet haben!
Jetzt kann sich nun selbst ein Urteil machen, ob meine Email vom 25.10.2010 frech und unmöglich gewesen ist. Erst auf die oben stehende Email hin habe ich die von Frau B. zitierte Email geschrieben.
Auch hier stehe ich zu meiner Aussage, dass dieses Elektromobil von Anfang an nicht geeignet war und ich das auch im Zuge meiner Beratung mindestens fünfmal erläutert habe. Wenn ich dann gesagt bekomme: „ Alles kein Problem! “ kann ich es auch nicht ändern. Sich aber nachher zu beschweren und solche Wege zu gehen ist mir mehr als Suspekt!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr AS-Rehaland Team
Oliver Schulz
Anmerkung der Geschäftsleitung:
Wir haben in der Branche sicher einen ausgezeichneten Ruf und wir gehen mit unseren Kunden freundlich und korrekt um. Mehrere tausend zufriedene Kunden und auch die vielen Einträge in unser Gästebuch bestätigen uns immer wieder dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir kennen die Probleme von kranken oder auch behinderten Menschen und uns ist es sehr wichtig für diese Menschen vernünftige Produkte zu vernünftigen Preisen anzubieten. Deshalb nehmen wir so unwahre und difamierende Aussagen von Frau B. sehr ernst. Es ist leider das Problem von Frau B., dass Sie es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Gewisse Produkt haben auch einen gewissen Preis. Wenn man wie Frau B. nicht bereit ist diesen zu bezahlen, dann muss man eben Kompromisse machen. Die Verantwortung für diesen "Fehlkauf" liegt ganz alleine bei Frau B.. Wie Jeder Onlineshop bieten auch wir ein 14-tägiges Rückgaberecht. Auch davon hat Frau B. keinen Gebrauch gemacht. Gegen Frau B. werden wir uns rechtliche Schritte vorbehalten.
Angelika Schulz
Geschäftsfüherin
www.as-rehaland.de