Was macht die Post mit Briefen und Einschreiben?

Bonn

In den letzten acht Wochen habe ich aus diversen Gründen ein hohes Aufkommen (für einen Privathaushalt) an Briefen, Warensendungen und Einschreiben zu versenden gehabt, das sich auf zirka 25 Stück festlegen lässt.

Nun, ein Teil der Briefe kam ohne Inhalt (meist flache Gegenstände, die zusätzlich gepolstert waren) beim Empfänger an, da die Briefumschläge aufgerissen sind. Gut, nach diesen Fehlschlägen habe ich per Einschreiben geschickt, da eine Versicherung und Tracking besteht. Und was passiert? Einschreiben leer, Gegenstände weg. Empfänger erhielt nur eine transparente Plastiktüte mit den Resten des Briefumschlags. Und ich nutze stabile hochwertige Umschläge.

Etwas größere Gegenstände, die jedoch minderen Wert besitzen, schicke ich per Warensendung. Früher hat dies reibungslos funktioniert. Heute sind fast alle Gegenstände - trotz Polsterumschlag + Polsterfolie - bei Empfänger kaputt.

Was macht die Post mit den Briefen und Einschreiben? Mir reicht es langsam, ständig die Hotline anzurufen, die leere Versprechen mit Nachforschungen und vor allem Anrufen bei mir gegenüber ausspricht. Teilweise habe ich sogar auf die Waren die Empfängeradresse geschrieben, um ganz sicher zu gehen, aber auch diese sind verschwunden.

Eine der Mitarbeiterinnen sagte mir einmal (Frechheit hoch 15), wenn ich möchte, dass die Sachen wirklich ankommen, dann soll ich per Einschreiben versenden. Auch die Sachen kommen nicht an.

Liebe Deutsche Post, haben Sie mittlerweile einen anonymen eBay Shop, in dem Sie die "aufgrund der technischen Sortierung" verlorengegangenen Artikel verscherbeln?

Und meine Erfahrungen kann ich durch etliche Bekannte und Freunde nur bestätigen. Mir reichts, jedes Dritte Weltland befördert solche Sachen besser.

Meine Forderung an Deutsche Post:

Prozesskette optimieren

Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 342 Tagen und 16 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Noch eine solche gravierende Situation und ich werde ganz sicher Strafanzeige stellen.

Ich erwarte nichts weiter, als dass meine Sachen von A nach B kommen und ich nicht große Teile meiner wenigen, heiligen Freizeit mit Hinterhertelefonieren vergeude, nur weil im Sumpf eines völlig inakzeptablen Großkonzerns einiges falsch läuft.

Ich kann nur sagen, mir geht es auch so!
Es sind mittlerweile sechs Briefe einfach mal nicht angekommen. Das nervt, was machen die bloß mit der Post?

Mein letzte Nachforschungauftrag für ein Einschreiben wurde - wie ich mir auch gedacht habe - natürlich nicht bearbeitet und erst durch zwei weitere Anrufe bei der Hotline ins Rollen gebracht. Ergebnis natürlich bisher keins.

Ich bin es so satt, für einfache Briefe stundenlang meine Zeit zu opfern, für ein Unternehmen, das die einfache Aufgabe hat, einen Brief von X nach Y zu befördern. Scheinbar liegen die Prioritäten des Unternehmens eher woanders als auf der ursprünglichen Aufgabe "Transport von Briefen". Man stellt sich lieber als der globale Logistikdienstleister dar, wobei ich mir die Frage stelle, wenn es im Kleinen schon nicht funktioniert, wie sieht es dann im Großen aus.

Bei diesem Leistungsniveau würde ich mir überlegen, das als Paket/Päckchen bei einem anderen Logistikdienstleister aufzugeben. Das kleinste Paket kostet bei Hermes z. B. 4 Euro (Internetpaketschein) - man hat volle Kontrolle durch Internetzugriff - und man wirft der Deutschen Post das Geld nicht hinterher - sonst meinen die noch, man sei zufrieden, weil man immer wieder kommt.

Ich habe das selbe Problem, ich bin ein leidenschaftlicher Briefschreiber, und solange ich noch über die DP versendet habe, hatte ich als Absender das Problem, dass nur etwa 80-90% der Briefe ankamen. Nachdem ich zur Nordbayernpost gewechselt habe, kommt alles an. Nur meine Brieffreunde haben meistens noch kein Konkurrenzunternehmen zur Verfügung, daher müssen sie die Briefe eben gezwungenermaßen bei der DP abgeben. Inzwischen (innerhalb von etwa drei Monaten) sind 27 Briefe an mich adressiert, verschwunden. Mich würde nun interessieren, ob hier eine Sammelklage von bereitwilligen Leidgenossen anzustreben, damit die Zustände bei der DP endlich wieder das alte Niveau erreichen, und die Briefe auch da landen, wo sie hin sollen.

Sammelklagen gibt es sehr wohl, laut Info meines Anwaltes. Man sollte für solche Äußerungen sich erst einmal selbst schlau machen, BEVOR man schlau redet. Man spricht in Deutschland nur nicht von dem Begriff Sammelklage, hier heißt das subjektive Klagehäufung.

Quelle: Wikipedia

Weil dieser Begriff eben besser verstanden würde, oder hätten sie den Begriff "subjektive Klagehäufung" als solches verstanden? Man darf nicht immer davon ausgehen, dass solche Fachbegriffe von der breiten Bevölkerung verstanden werden, aus diesem Grund behilft man sich eben mit "normalem Sprachgebrauch" und nicht "Fachchinesisch".