Im Zeitraum vom 01.02.2010 bis 31.01.2011 hatte ich einen Versorgungsvertrag (Strom) mit der Stromio GmbH. In der Abschlussrechnung gab es eine Überschneidung (Doppelabrechnung) mit dem Vorlieferanten der Firma FlexStrom von insgesamt 207 kWh (entspricht nach einer detaillierten Aufschlüsselung gegenüber der Stromio GmbH 41,75 Euro). Stromio hat somit eine Versorgungsleistung abgerechnet, die sie nicht erbracht hat und vor Vertragsbeginn am 01.02.2010 lag.
Stromio hat auf meine neun E-Mails nur einmal reagiert. Ich erhielt jeweils zeitversetzt (ca.12- 24 Stunden) eine Eingangsbestätigung per Mail, was darauf hindeutet, dass es sich hierbei nicht um ein automatisiertes Verfahren ("Autoresponder") handelt, sondern die E-Mails offenbar zuvor gelesen wurden, bevor eine Eingangsbestätigung verschickt wurde.
Ich erhielt insgesamt eine Antwortmail, dessen Inhalt nicht auf meine Mails einging und auch keinen Namen eines Sachbearbeiters oder einer Telefon-Durchwahl trug.
Die telefonische Hotline, die in der Rechnung angegeben wird, habe ich in zahlreichen Versuchen für 42 Cent pro Minute tagsüber per Handy zu erreichen und habe es nur einmal geschafft, über die Warteschleife hinaus zu kommen und mit jemanden sprechen zu dürfen.
Mir wurde in der Hotline von Frau K. gesagt, dass sie keine Möglichkeit hat, auf meine Kundendaten zuzugreifen, und die Beschwerde ausschließlich aufnehmen und weiterleiten kann. Auf meine Nachfrage sagte Frau K. "Rechnen Sie mit einer Bearbeitungszeit von 8 bis 10 Wochen." Ich hoffe, ich habe den Namen richtig verstanden, da dieser trotz mehrfacher Nachfrage nicht ganz eindeutig war. Auf meinen gewünschten telefonischen Rückruf warte ich seit dem 30.04.2011.
Für mich gab es somit keine Möglichkeit, mit der Stromio GmbH in Kontakt zu treten, geschweige eine (gegenseitige) Korrespondenz aufzubauen. Nachdem mein erster Widerspruch im März fruchtlos blieb und ich bereits am 13.03.2011 die Schlussrechnung von FlexStrom als Nachweis an Stromio per Mail geschickt habe, habe ich Stromio eine angemessene Frist zur Rückzahlung in Höhe 41,75 Euro eingeräumt. Nach Ablauf habe ich die zu unrecht eingezogenen 41,75 Euro von meiner Hausbank zurück buchen lassen. Es handelt sich dabei um zwei Lastschriften (in Summe 55,31 Euro). Am gleichen Tag habe ich die Differenz von 13,56 Euro an Stromio überwiesen.
Ich habe Rücksprache mit dem Kölner Grundversorger, der RheinEnergie gehalten, die mir bestätigten, dass die Vorlage der Schlussrechnung ausreicht, um eine Korrektur des Zählerstandes vorzunehmen.
Des Weiteren habe ich persönlich bei dem örtlichen Netzbetreiber der Rheinischen NetzGesellschaft mbH (RNG) vorgesprochen, da dieser in der Antwortmail seitens Stromio angeführt wird. Obwohl es bei der RNG kein Publikumsverkehr gibt, konnte ich im Dienstgebäude Maarweg 159-161 in Köln persönlich die Angelegenheit erörtern. Ich habe die Rechnung von FlexStrom und von Stromio im Original vorgelegt. Auch seitens der RNG gab es in meinem Fall nur Unverständnis für das Verhalten der Stromio GmbH. Mir wurde zugesagt, erneut der Stromio GmbH über den branchenüblichen Weg der elektronischen Datenübermittlung der Zählerstand vom 01.02.2010 zu übermitteln.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass sich Stromio weiterhin auf eine Zählerstandschätzung beruft, die in der Schlussrechnung mit "S" gekennzeichnet ist. Einen Nachweis, d. h. hier die Abschlussrechnung von FlexStrom zum 31.01.2010, die somit ein konkreten Zählstand liefert, weigert sich Stromio bis heute anzuerkennen.
Am 14.07.2011 erhielt ich ein Schreiben von TESCHInkasso in Wiehl, die mit dem Einzug der Forderung seitens Stromio beauftragt wurden. Aus der ursprünglichen Forderung wurden nun 110,85 Euro (+ 165,5 %). Es ist für mich das erste Mal, dass ich von einem Inkassounternehmen Post erhalte. Für mich ist es selbstverständlich, dass jedes Unternehmen, welches eine berechtigte Forderung, sprich Rechnung stellt diese umgehend beglichen wird. Umso weniger kann ich in diesem Fall verstehen, dass ein eindeutiger Nachweis seitens der Stromio GmbH nicht anerkannt wird.
Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass eine Leistung (hier: Versorgungsleistung) in Rechnung gestellt und EINDEUTIG NICHT erbracht wurde. Ich brauche mich sicherlich nicht weiter darüber auslassen, welche juristischen Tatbestände hiermit gegeben sind.
Ich kann weiterhin alle Leser nur auffordern, in Ihren Stromrechnungen zu kontrollieren, ob es Überschneidungen beim Wechsel des Stromanbieters gibt.
Bestell-/Kundennummer: Kunden-Nr. 1218143 (Vertragskonto), Bestellnummer: 10023061
Meine Forderung an Stromio:
Rücknahme der Forderung (inkl. Mahn- und Inkassokosten), Einstellung des Inkassoverfahrens
Antwort auf die Beschwerde vom 18.07.2011
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihren Eintrag.
Ihr Anliegen möchten wir gerne persönlich mit Ihnen besprechen und werden Sie in Kürze kontaktieren.
Nochmals vielen Dank für Ihre Geduld und entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.
Freundliche Grüße
Ihr Stromio Kundenservice
kommentare und trackbacks 4
Das Inkassoverfahren wurde eingestellt! Ich habe erneut einen maschinellen Brief ohne Ansprechpartner erhalten. Demnach soll ich in den nächsten Tagen eine neue Rechnung per Post erhalten. Aus dem Brief ist jetzt schon ersichtlich, dass der Anfangszählerstand korrigiert wird, aber jetzt plötzlich der Endzählerstand zu meinem Ungunsten geändert werden soll. So kann es aber auch nur Stromio als Lösung betrachten. Ich warte ab...
Für mich ist die Angelegenheit noch nicht gelöst: Stromio hat sich per Brief mit mir in Verbindung gesetzt, wie immer anonym, ohne Name & Ansprechpartner, ohne Unterschrift und ohne Telefondurchwahl. Weiterhin heißt es: "Wir haben eine Korrekturrechnung erstellt. Diese werden Sie in den nächsten Tagen mit separater Post erhalten." Dieser Brief datiert vom 20.7.2011. Heute, am 03.08.2011 habe ich diese Korrekturrechnung erhalten. Sie ist vom 01.08.2011 und trägt auf zwei Seiten die Überschrift "Duplikat". Was das auch immer zu bedeuten hat. Innerhalb von zwei Tagen wurde mir ein Duplikat gefertigt. Weshalb? Ich habe nur eine neue Rechnung erhalten. Dies ist natürlich nur sekundär, denn in der Rechnung steht die Position "Rücklastforderung vom 12.05.2011 über 13,44 Euro". Ich habe in zahlreichen E-Mails und Telefonaten (nur einmal jemanden erreicht, siehe auch meine Beschwerde), um Rückzahlung des zu viel gezahlten Betrages gebeten, was über zwei Monate erfolglos blieb. Ich habe dann schriftlich und explizit Stromio eine Frist gesetzt und mit Rückbuchung gedroht, falls es keine Reaktion und Rückzahlung gibt. Auch hier reagierte Stromio nicht. Danach habe ich zwei Lastschriften zurück buchen lassen und die Differenz von 13,56 Euro am GLEICHEN TAG überwiesen. Bis zum Schluss schob Stromio die Schuld auf den Netzbetreiber. In der aktuellen Rechnung steht plötzlich "ermittelt durch K". ("K" bedeutet Kundenablesung), also ist dem lokalen Netzbetreiber in Köln, die Rheinische NetzGesellschft doch kein Übermittlungsfehler unterlaufen? Ich fordere hiermit nochmals Stromio auf, die Gebühren für die Rücklastschrift zurückzuzahlen, da mir Stromio keine andere Wahl gelassen hat, um an mein Geld zu kommen. Eine Gesamtfrist von ca. 9 Wochen sehe ich mehr als angemessen an. Bisher seitens Stromio geschehen und als positiv zu werten: - Das Inkassoverfahren über TESCHInkasso wurde nach wenigen Tagen eingestellt. - Einmalige Rückzahlung von 39 Euro
KEINE Erstattung der Rücklastschriftgebühren (s. letzter Kommentar).
Eigentlich wollte ich nun an dieser Stelle berichten, dass mit der Fa. Stromio alles geklärt wurde und eine neue korrigierte Schlussrechnung ausgestellt wurde. Aber wie geschrieben nur eigentlich... Ich bekam nun nach der korrigierten Schlussrechnung vom 01.08.2011 nun am 20.09.2011 eine neue Abrechnung. Die korregierte Rechnung im August war immer noch fehlerhaft, die ich aber trotzdem akzeptiert habe. WICHTIG: Ich wurde seitens Stromio schriftlich aufgefordert, meinen ursprünglichen Artikel in der Reclabox als erledigt zu kennzeichnen bzw. zu melden. Ich habe jedoch erst einmal abgewartet und erlebte eine böse Überraschung: Stromio fordert in einer neuen Rechnung exakt 100,-Euro binnen acht Tage von mir. Da ich das Lastschriftschriftverfahren widerrufen habe, soll ich den Betrag überweisen. Nachdem der Anfangszählerstand nach exakt sechs Monaten (richtig) korrigiert wurde, hat Stromio eine weitere Möglichkeit genutzt und den bisher richtigen Endzählerstand abgeändert. Mir wurde weiterhin im August 2011 schriftlich mitgeteilt, dass die Rücklastschriftgebühren in der Schlussrechnung storniert wurden, in der nun aktuellen Rechnung tritt diese Position wieder auf. „Eigentlich“ müsste ich mehrere neue Threads eröffnen, denn nach meinem Widerspruch per E-Mail unter Angabe des Vertragskontos, Rechnungsnummer und Rechnungsdatum erhielt ich eine Rückantwort vom Stromio per Mail (s. ganz unten). Möchte sich die Fa. Stromio nicht mehr mit mir unterhalten? Ursprünglich wollte ich die Antwort von Stromio abwarten, bevor ich hier im Forum über die aktuelle Angelegenheit berichte, aber die Kommunikation kommt offenbar nicht zu Stande.... Ich habe es jetzt nochmals über das Kontaktformular auf der Stromio Homepage probiert und erhielt die gleiche Rückantwort (s. unten). Meine Angaben: Vertragskontonummer, Bestellnummer, Rechnungsnummer und Rechnungsdatum. Aber für Stromio bin ich nicht identifizierbar... Meine Forderung an Stromio: Sofortige Stornierung der Rechnung vom 20.09.2011 und somit alle Weiteren maschinellen Mahnverfahren zu stoppen Ich habe Stromio über das Kontaktformular übrigens angeboten, dass ich mit allen Unterlagen und auf eigene Kosten zur Unternehmenszentrale nach Düsseldorf komme, um die Angelegenheit in einem persönlichen Gespräch zu klären. -------------------------------------------- Lieber Stromio-Kunde, vielen Dank für Ihre Nachricht vom 24.09.2011. Leider war es uns nicht möglich, in Ihrer Anfrage eine Vertragskontonummer oder andere eindeutige Identifikationsmerkmale zu erkennen. Wenn Sie Ihre Vertragskontonummer oder die Bestellnummer aus der Bestellbestätigung nicht angeben, kann Ihre Anfrage aus Datenschutzgründen leider nicht bearbeitet werden. Um Ihre Vertragsnummer nachzureichen, antworten Sie uns bitte auf diese E-Mail und fügen Ihre Vertragskontonummer im Betreff oder zu Beginn Ihrer Nachricht ein. Sie haben noch keine Vertragskonto- oder Bestellnummer, weil Sie ein Angebot für günstigen Strom wünschen oder ein anderes Anliegen haben? Dann benutzen Sie bitte diesen Link und wählen "Ich bin noch kein Kunde" als Anfragegrund aus: http://www.stromio.de/kontakt.shtml Diese E-Mail wurde automatisch generiert. Freundliche Grüße Ihr Stromio Kundenservice Stromio GmbH Kundenservice - Postfach 1463 - 39004 Magdeburg - kundenservice@stromio.de Ust.-Id.-Nr.: DE 815091293 Geschäftsführer: Ömer Varol - Amtsgericht Düsseldorf · HRB 64133 · Sitz der Gesellschaft: Düsseldorf.