Die ganze Palette, nun Tesch Inkasso: Forderung der Mahnkosten

Stromio GmbH
Düsseldorf

Wechsel über Verivox am 29.11.2010 zum 01.02.2011

Dies schrieb ich Anfang Mai 2011 an der VERVOX-Kundendienst und zeitgleich an Stromio:

"Sehr geehrte Herr Reese, ich bitte Sie um Klärung meines seit Beginn der Vermittlung durch Sie bestehenden Problems mit Stromio. Stromio hat trotz Mails (bestätigt), zwei Einschreiben/Rückschein bisher nur mit Mahnungen und dann mit einer Kündigung zum Ende des vergangenen Monats geantwortet. Genau wie fast allen Stromio-Neukunden war der Abschlagbetrag zu hoch angesetzt.

Ich habe ihn neu (und ohne Berücksichtigung der Boni) errechnet und STROMIO per Einschreiben/Rückschein an die Firmenzentrale sowie per Mail an den Kundendienst a) eine Fristsetzung für einen Widerspruch gegen die Kürzung bekannt gegeben und b) die Einzugsermächtigung entzogen und eine gebührenpflichtige Rückbuchung angekündigt - gleichzeitig wurde bei der Sparkasse ein Dauerauftrag von mir eingerichtet. Es kam (wie es wohl bei dieser Firma üblich ist), bis auf die Eingangsbestätigung der Mail keinerlei Reaktion und der erste Abschlag-Betrag wurde von mir überwiesen.

Aber gleich zwei Tage später wurde zusätzlich trotz Entzug der Ermächtigung der höhere Abschlag eingezogen, dieser wurde von mir wieder zurück gefordert.

Dazu habe ich die Sparkasse schriftlich angewiesen, sämtlich Abbuchungsversuche dieser Firma abzuwehren. Die Vertragsbestätigung kam am 12.01.2011 per Post, davor hatte ich am 03.01. 2011 eines dieser ominösen Rundschreiben ohne direkten Bezug auf meine künftige Strombestellung erhalten, dass eine Erhöhung durch die EEG-Gebühren ankündigt. Daher wies ich Stromio darauf hin, dass erstens diese zusätzlichen Abgaben bereits zum Zeitpunkt meiner Strombestellung bekannt waren und meiner Meinung nach im Angebot bereits berücksichtigt wurden (so teilte mir ein Anwalt der Verbraucherzentrale mit) und dass außerdem meine Vertragsbestätigung NACH dieser Mitteilung gekommen wäre und diese Daten für mich bindend wären.

Natürlich kam wieder keine Antwort, dafür eine Mahnung mit extrem hohen Mahngebühren, der ich per Einschreiben widersprach. Außerdem meldete ich Schadensersatzansprüche an, falls man mir vorzeitig und ohne Grund kündigen sollte. Obwohl mein Dauerauftrag weiterlief, kam eine weitere Mahnung und dann eine Zwangskündigung zum 30.4.2011 - darauf hin habe ich sofort den Dauerauftrag beendet, um nicht zu überzahlen, da ich in den inzwischen hunderten von Internetbeschwerden gelesen habe, dass bei einem Guthaben häufig keine zeitnahe Schlussabrechnung erfolgt und es problematisch ist, Geld zurück zu bekommen.

Ich habe am Monatsende abgelesen und gestern die Endabrechnung von Stromio bekommen, bin also nun nach nur dreimonatiger Laufzeit! im teuren Grundtarif der Stadtwerke. Natürlich hat man mir für meine nur 398 kWh den unberechtigten erhöhten Tarif abgerechnet (da die Laufzeit so kurz war), differiert er zum Glück nur um rund Euro 7.

Außerdem wurden meine drei Monatsüberweisungen nicht als Abschlagszahlung verbucht, sondern die erste Überweisung gegen die erste ungerechtfertigte Mahn- und Rückbuchungsgebühr verrechnet und nur Zahlung 2 und 3 voll als Eingang verrechnet. Also statt 101,65 nur 83,65, dadurch ergibt sich ein Fehlbetrag von Euro 24,84. Dazu fordert man trotzdem noch zusätzliche Mahngebühren von 40 Euro! So verlangt man nun eine Nachzahlung von 64,84 Euro.

Entsprechend meines über Sie abgeschlossenen Vertrages - und trotz der Kürzung der Abschlagsumme in den drei Monaten habe ich als tatsächliche Nachzahlung ohne irgendwelche Freieinheiten und Boni zu beanspruchen, nur 30 CENT nachzuzahlen. So hatte ich meine Abschlagsumme von EURO 34 gut geschätzt und immer pünktlich im voraus bezahlt.

Und ich habe auch nicht vor, mehr zu zahlen, da ich durch die vielen Telefonatversuche über die teure Hotline, die beiden Einschreibebriefe einiges an zusätzlichen Kosten hatte. Ich fordere Sie auf, eine Klärung bei Stromio zu erreichen. Einem Mahnbescheid werde ich widersprechen.

Ich habe bereits zweimal mit weniger Problemen über Ihre Plattform gewechselt, die auch von der Stiftung Warentest bisher sehr gelobt wurde, denke aber, dass VERIVOX bald etwas kritischer bewertet werden wird. Schade! Ich bin sehr verärgert, gestresst und muss nun wieder einen neuen Versorger suchen. Ich warte die Reaktion von Stromio ab, notfalls werde ich eine Gegenklage zur Feststellung des Mahngrundes anstreben - ich habe keine Lust, meine sehr guten Daten bei der Schufa zu gefährden

. Ich erwarte Ihre Reaktion innerhalb der nächste zehn Tage und bedanke mich für Ihre Vermittlung. Dieses Schreiben geht zeitgleich als Mail an den Stromio-Kundendienst. Ich werde wohl wieder nichts von dieser Firma hören. Mit freundlichen Grüßen"

Als Antworten kam eine Lesebestätigung von Stromio, ein "Weiterleitungshinweis an Stromio" von Verivox und ein Bausteinbrief ohne direkte Stellungnahme von Stromio. Die 30 Cent habe ich umgehend beglichen! Ich habe inzwischen einen neuen Provider, der trotz inzwischen erfolgter Strompreiserhöhung einen niedrigen Abschlagbetrag bestätigt.

Nun aber erhielt ich am 10. Juli plötzlich wieder eine Mahnung über EURO 69,54 und heute ein Inkassoschreiben der Firma Tesch Inkasso. Inzwischen ist der Betrag, der eigentlich ja nur aus angemahnten ungerechtfertigten Mahngebühren besteht auf EURO 89,54 gestiegen - ganz schön viel, für meine nur dreimonatige Mitgliedschaft bei Stromio! Natürlich warte ich den Mahnbescheid und eine eventuelle Klage ab.

Bestell-/Kundennummer: 10275222

Meine Forderung an Stromio:

Rücknahme der gesamten Forderung und Einstellung des Inkassoverfahrens, eine Entschuldigung für den Stress wäre auch nicht schlecht!

Antwort auf die Beschwerde vom 10.08.2011
Stromio GmbH

Abteilung: Kundenservice

16.08.2011 | 06:58 Uhr

Sehr geehrte Frau Hager,

vielen Dank für Ihren Eintrag.

Ihr Anliegen möchten wir gerne persönlich mit Ihnen besprechen und werden Sie noch heute kontaktieren.

Nochmals vielen Dank für Ihre Geduld und entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Freundliche Grüße

Ihr Stromio Kundenservice

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Da kann es nur eines geben: Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten (illegales Abbuchen) und einen Rechtsanwalt einschalten, den Stromio bezahlen wird. Wer doch noch an das Gute in Stromio glaubt, hat schon verloren.

E-Mail an die Bundesnetzagentur schicken.
Dort den Fall schildern.

Verbraucherservice-energie@bnetza.de

Danach Ökostrom mit „OK Power“ Label bestellen.
Beruhigt das Gemüt und das Klima!

Stromio hat nur den üblichen immer gleichen "Formbrief" eingestellt, eine Kontaktaufnahme durch die Firma fand, wie zu erwarten war, bisher nicht statt. Von Tesch Inkasso kam inzwischen eine Antwort auf meinen Widerspruch, in der auf die AGB Punkt 4 Absatz 4,3/4,4 von Stromio hingewiesen wird (die für diesen Fall gar nicht relevant sind) und vermerkt, dass sich der Vorgang in Prüfung befindet. Ich hatte auch eine Inkasso-Vollmacht angefordert, die zwar laut Tesch beiliegen sollte, aber tatsächlich fehlt. Ein zweites Schreiben wurde nicht mehr beantwortet.

Warte immer noch eine Reaktion!

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst.

Dies kam vor einer Woche von Stromio: "Sämtliche Ihnen in Rechnung gestellten Mahn- und Rückläuferkosten haben wir aus Kulanz storniert. Des weiteren haben wir die Erhöhung der EEG-Umlage ab dem 1.1.2011 nicht auf Ihre Rechnung umgelegt. Selbstverständlich haben wir die Verfolgung der Forderung durch unser Inkassobühro eingestellt, Inkassokosten sind keine fällig. Wir haben für Sie eine Korrekturrechnung erstellt. Für die entstandenen Verzögerungen bitten wir um Verständnis" Diesmal stimmte auch der Zählerstand und ich habe etwa 3.-- Euro nachbezahlt und eine Meldung erhalten, dass das Konto nun ausgeglichen ist. Da dies so plötzlich kommt, kann man nur spekulieren, ob dies an dem Zusammenschluss von Stromio und Gas.de unter der Marke “Grünwelt Energie” liegt, oder an den Problemen, die Verivox in Bezug auf Vermittlungsgebühren nun zu haben scheint - beide Unternehmen werden nun ein wenig aufräumen müssen.