Verdächtige Methoden bei Stromio

Stromio GmbH
Düsseldorf

Nun langt es mir mit Stromio! Am 22.11.2010 schloss ich einen Vertrag über das Portal Verivox mit Stromio und wägte mich auf der sicheren Seite, denn ich hatte vorher schon erfolgreich mit Verivox gearbeitet. Meine betätigten Vertragskonditionen: 21,03 Cent/kWh, 12 Monate Laufzeit, 12 Monate Preisfixierung, Bonus: 605 Frei-kWh, 135 Euro Neukundenbonus. Komplettpreis EUR 844,74 im ersten Jahr. Soweit so gut, dachte ich mir.

Die Preise bekam ich auch mit einem Schreiben vom 27.12.2010 schriftlich bestätigt. Darin wurde allerdings auch ein monatlicher Abschlag von 107,00 Euro angegeben, zahlbar in elf Raten. Nach Adam Riese ist dies ein Gesamtpreis von EUR 1177,00, das hat mit den EUR 844 ja gar nichts mehr zu tun.

Daraufhin beschwerte ich mich mehrmals schriftlich bei Stromio und bat um Änderung des Abschlagsbetrages. Per e-Mail, Fax, auch die kostenpflichtige Hotline habe ich probiert. Keine Antwort (außer Standardeingangsschreiben), keine Reaktion, kein Mensch zu erreichen. Daraufhin kündigte ich meinen Vertrag am 02.02.2011. Die Antwort kam prompt per eMail (bei so was wird plötzlich schnell reagiert), die Kündigung wird nicht akzeptiert, wegen einer vereinbarten Laufzeit vom zwölf Monaten.

Daraufhin kündigte ich die Einzugsermächtigung (23.02.2011). Trotzdem wurde im März munter abgebucht. Ich beschwerte mich wieder schriftlich bei Stromio und bat darum, dies rückgängig zu machen. Ich setze eine Frist von 14 Tagen. Es passierte nichts, daher buchte ich den Betrag über die Bank am 21.03.2011 wieder zurück und überwies manuell EUR 80,00, was in etwas dem monatlichen Abschlagsbetrag entsprechen müsste.

Am 24.03.2011 kam schon die schriftliche Reaktion per Post über die zurückgegebene Lastschrift mit entsprechender Zahlungsaufforderung, Rücklastschriftgebühren und Mahngebühren (EUR 120,00). Ich widersprach dem per Fax, da eine gültige Kündigung des Lastschriftverfahrens vorliegt. Am 13.04.2011 bekam ich eine weitere Mahnung über ausstehende Forderungen (EUR 152,00).

Meine Reaktion darauf am 15.04.2011: Ich berechnete daraufhin, auf Basis des Jahresgesamtpreises und der bisherigen Zahlungen die weiteren Abschlagszahlungen und teilte diese Stromio per Fax (Übertragungsnachweis) mit. Daraufhin kam am 21.04.2011 wieder eine Standard-Abmahnung, nun sind es nur noch EUR 88,16. Wieder eine am 10.05.2011 über EUR 131,32. Und dann wieder am 30.05.2011 über EUR 136,32.

Mit Schreiben vom 29.06.2011 erhielt ich eine Kündigung (wegen zweimaliger erfolgloser Mahnung). Die Stromlieferung endet zum Ende des nächsten Monats. In diesem Schreiben wurde kein genaues Datum genannt, ich wusste also auch nicht, was mit "Ende des nächsten Monats" gemeint ist. Ich beschwerte mich wieder per Fax und erklärte deren Kündigung für unwirksam. Es kam eine Antwort per e-Mail. "Wir bestätigen "IHRE" Kündigung zum 31.07.2011 bla bla". Einfach nur unfähig dieses Unternehmen! Deren e-Mails sind übrigens allesamt rechtlich unwirksam, da sie nicht qualifiziert signiert sind. Rein rechtlich müsste ich noch durch Stromio beliefert werden.

Mit einem Schreiben vom 04.08.2011 erhielt ich meine Schlussabrechnung. Darin die nächste Überraschung. Der Preis pro kWh hat sich seit 2011 auf 22,68 Cent erhöht (2010 nur 21,03 Cent, wie bestätigt). Und das trotz Preisfixierung. Frechheit!

Laut Gesetz muss jede Preiserhöhung spätestens sechs Wochen vor Inkrafttreten dem Kunden mitgeteilt werden und ihm ein außerordentliches Kündigungsrecht eingeräumt werden. Dies wurde nachweislich nicht gemacht!

Zudem trat die Preiserhöhung schon fünf Wochen nach Vertragsschluss in Kraft, eine Zeit von sechs Wochen wäre daher nie möglich gewesen einzuhalten. Leider habe ich die Preiserhöhung erst mit der Schlussabrechnung bemerkt. Zusätzlich zur Stromabrechnung wurden mir Mahngebühren in Höhe von EUR 30 berechnet.

Ich überwies dann am 22.08.2011 (nach dem Urlaub) den verbliebenen Strompreis (leider ohne Berücksichtigung der ungerechtfertigten Strompreiserhöhung, die hätte ich noch abziehen sollen, sind immerhin EUR 37,31). Die Mahngebühren überwies ich nicht, dies erklärte ich auch in einem Fax an Stromio, weil diese für mich nicht gerechtfertigt sind.

Die Antwort kam wieder per eMail am 24.08.2011: "Zahlung über xxx erhalten. Die Mahngebühren wären gerechtfertigt wegen Unterzahlung. Einer Abschlagssenkung wurde nicht zugestimmt". Ja wie denn auch, man erreichte keinen und es gab auf schriftliche Aufforderungen keinerlei Reaktionen. Ich bin nun ratlos. Ich möchte das am liebsten alles weiter ignorieren.

Fakt ist: Stomio ködert mit angeblichen günstigen Strompreisen. Bei Vertragsabschluss wird einem auch eine geringe Gesamtsumme genannt. Die Abschläge werden aber ohne Boni berechnet und einkassiert. Kontaktversuche scheitern immer. Stromio kennt kein Entgegenkommen. Ob überhaupt die Boni nach einem Jahr ausbezahlt werden, ist fraglich. Ich habe dazu nichts im Internet gefunden. Die Abschläge jedenfalls sind ungerechtfertigt hoch und deutlich über denen des Grundversorgers.

Ist das billiger Strom? Auszahlung der Boni ungewiss. Selbst wenn man dabei bleibt, im zweiten Jahr gibt es keine Boni mehr, der Abschlag bleibt so hoch, also deutlich über dem Grundversorger. De facto sehr TEURER Strom! Wenn man vorher kündigt, kriegt man auch keine Boni ausgezahlt, sondern man muss weiter teuren Strom beziehenn um die Boni zu erhalten. Das ist nur für den Unternehmer ein gutes Geschäft, für den Kunden ist das Abzocke! Beschwerden bei Verivox bleiben unbeantwortet.

Bestell-/Kundennummer: 1362841

Meine Forderung an Stromio:

Auszahlung der zu viel bezahlten Stromkosten über EUR 37,31. Auszahlung der anteiligen nicht gewährten Boni für acht Monate Laufzeit. Verzicht auf EUR 30,- Mahngebühren.

Antwort auf die Beschwerde vom 25.08.2011
Stromio GmbH

Abteilung: Kundenservice

26.08.2011 | 14:14 Uhr

Sehr geehrter Herr Kocis,

vielen Dank für Ihren Eintrag.

Ihr Anliegen möchten wir gerne persönlich mit Ihnen besprechen und werden Sie noch heute kontaktieren.

Nochmals vielen Dank für Ihre Geduld und entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Freundliche Grüße

Ihr Stromio Kundenservice

bewerten sie die antwort von Stromio GmbH

@ Attila Kocis und alle anderen Geschädigten, sobald nach Entzug der Einzugsermächtigung nochmals Geld eingezogen wird, Strafantrag bei der Polizei wegen Kontomissbrauch stellen. Das Geld also nicht zurück holen (kann man ja immer noch danach), sondern sofort Strafantrag und der Bank Bescheid sagen, dass sie dem Unternehmen die Einzugermächtigung entzogen haben.

Dank sogenannter neutraler Vergleichsportale, wie z. B. Verivox, werden diese Firmen gnadenlos weiter Strom verkaufen können, weil sie dort eben immer oben gelistet sind.

Ein interessierter Kunde erkennt am Anfang nicht, dass der Preis nur durch Bonus, Frei-kW und Wechselprämien im ersten Jahr günstig ist und kann daher nicht ahnen, dass die Strafe auf dem Fuß folgen wird.
Es fehlt bessere Aufklärung!

Ja, ein weiterer Fall aus der Rubrik "die Stromio-Methode".

Was soll man noch sagen, was nicht schon gesagt wäre?
- Hartnäckig bleiben.
- Öffentlichkeit aufmerksam machen (Medien, Verbraucherzentralen).
- Rechtsanwalt.

Wenn ich die Stunden, die ich mit Diskussionen mit diesem Laden verbraucht habe, in Rechnung stellen würde, würden die mir 2000 € schulden.

@Beobachter:
"Dank sogenannter neutraler Vergleichsportale, wie z. B. Verivox, werden diese Firmen gnadenlos weiter Strom verkaufen können, weil sie dort eben immer oben gelistet sind."

Verivox hat scheinbar aus den Vorfällen bei Flexstrom und Stromio gelernt. Gegen Flexstrom gibt es ja inzwischen diverse Gerichtsurteile wegen dubioser Bonus-Regelungen.

Verivox schreibt inzwischen hin, dass man den Preis im zweiten Jahr genau prüfen soll, weil die Boni nur für das erste Jahr gelten.

Allerdings glaube ich nicht so recht daran, dass Verivox diesen Hinweis freiwillig eingebaut hat. Die bezeichnen bestimmte Unternehmen als Partner und verdienen mit jedem Wechsler. Die haben gar kein Interesse, Kunden von offensichtlich unseriösen Lieferanten zu warnen.

Hallo zusammen,
ja, so ist das mit den sogenannten unabhängigen Portalen. Auch ich habe dies erlebt im Zusammenhang mit dem Laden stromiolein, und auch ich glaube nicht, dass verivox freiwillig entsprechende Kommentare herein gesetzt hat, denn eine solche massive Anhäufung von Geprellten spricht wohl eine ganz klare Sprache und sollte auch Verivox zu denken geben. Auch Verivox, die ich hierüber mehrfach informiert habe und die sich bis jetzt elegant aus der Affäre ziehen, in dem sie meinen, sie wären hier nur der Vermittler, trifft hier eine ganz klare Mitschuld. Denn eins ist wohl klar - hauptsächlich durch die "vermeintlichen" (getürkten?) positiven Bewertungen bei Verivox, hat ein Großteil der hier Geprellten sich (außer den total irrationalen Dumpingpreisen) auf Stromio eingelassen.

In meinem thread könnt ihr noch mehr darüber lesen: http://de.reclabox.com/beschwerde/42025-stromio-duesseldorf-ein-stromanbieter-der-keiner-ist

Übrigens, es gibt auch einen thread zum Thema verivox. Nachzulesen hier: http://de.reclabox.com/beschwerde/42018-verivox-heidelberg-wie-unabhaengig-ist-verivox-wirklich

Wenn das so weitergeht, mit diesen Anbietern bei verivox und co. hole ich mir meinen Strom wieder beim Anbieter vor Ort, da wird man (kostenmäßig) zwar auch verschaukelt, dafür weiß man es wenigstens vorher und nicht hinterher, wie bei stromilein.

In diesem Sinne.

Dieser Kommentar wurde entfernt.

"Denn eins ist wohl klar - hauptsächlich durch die "vermeintlichen" (getürkte?) positive Bewertungen bei Verivox hat ein Großteil der hier Geprellten sich (außer den total irrationalen Dumpingpreisen) auf Stromio eingelassen."

- Dass die positiven Bewertungen auf Verivox nicht der Realität entsprechen, konnte man, zwar etwas mühsam, bis zum 03.03.11 nachprüfen, dem Zeitpunkt, als Verivox das unterbunden hat, indem es nicht mehr die positiven und negativen Einzelbewertungen/Leserkommentare sichtbar machte.

Zu diesem Zeitpunkt wurden von Verivox Stromanbietern wie Hitstrom und Stromio über die letzten 24 Monate hohe Zufriedenheitsquoten von 70 bzw. 67 % bescheinigt.

Ich habe mir damals einmal die Mühe gemacht, die Kundenbewertungen der genannten Firmen selbst auszuwerten (siehe http://www.verivox.de/power/carriers.aspx?id=6600 bzw. http://www.verivox.de/power/carriers.aspx?id=6628). Ergebnis: sie erzielen in Wirklichkeit lediglich 41 bzw. 37 % Kundenzufriedenheit.
Herangezogen habe ich hierzu sämtliche 1035 Hitstrom- bzw. 3182 Stromio-Bewertungen ab 25.12.2009, die auf den angegebenen Verivox-Seiten abgerufen werden konnten.

Angesichts dieser großen Diskrepanz fühlt man mich als Verbraucher schlicht betrogen.

Auch die bis dahin auf der Verivox-Seite zusätzlich gezeigten „Leserkommentare“ wiesen zu über 90 % negative Erfahrungen mit diesen Stromanbietern auf. Am 03.03.2011 hat Verivox diesen Service abgeschaltet. Die dort von Stromkunden geschilderten Erfahrungen standen in krassem Gegensatz zu den hohen Zufriedenheitsquoten, die Verivox wechselwilligen Neukunden vorgaukelt.

Und trotzdem: Verbraucherverbände und Politik rufen in schöner Regelmäßigkeit dazu auf, zu günstigeren Energieanbietern zu wechseln.

Aber wem soll man vertrauen? Verivox und Co, die an diesem bösen Spiel verdienen?

Ich habe eine E-Mail erhalten, man will sich dem Problem annehmen. Bisher aber nur Worte und keine Taten. Daher "noch nicht gelöst".

Na klasse, wieder mal der Standardmailer von stromio - ich krach zusammen!

Übrigens: klasse Beiträge von f. l. und w. zwick - echt gut gemacht und vor allem viel Arbeit reingesteckt. Echt toll.

In diesem Sinne - machen wir den Stromio-brüdern ordentlich Dampf in der Hütte.

de.reclabox.com/beschwerde/42025-stromio-duesseldorf-ein-stromanbieter-der-keiner-ist

Seit der ersten Stellungnahme ist immer noch nichts passiert.

Zwischenstand: Ich erhielt am 23.09.11 ein Schreiben, wo mir eine Gutschrift für den "falschen Tarif" angekündigt wird. Von den Mahngebühren ist auch keine Rede mehr. Sobald ich die Gutschrift auch erhalten habe, werde ich den Fall als "gelöst markieren".

Ich habe von Stromio endlich eine Gutschrift über die zu viel bezahlten Stromkosten erhalten. Wenigstens etwas. Man muss sich nur wehren. Schade, dass man auf persönliche Anschreiben nicht eingeht und nur der Weg über die Öffentlichkeit zum Ziel führt.

Nicht warten, keine eMail, keine Telefongespräche mit den Versorgern führen. Das bringt alles nichts.
Es gibt nur einen richtigen und schnellen Weg „Einschreiben mit Rückschein oder Übergabe“ darin: Rechnung widersprechen, Preise und Preiserhöhungen widersprechen, Forderung formulieren, d. H. korrekte Abrechnung, Rückzahlung, etc. Frist setzen (max. 10 Tage) für die Erfüllung, Erklären was passiert, wenn die Frist nicht eingehalten wird. Nach Ablauf der Frist sofort klagen. Zahlung immer unter „Vorbehalt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ tätigen. Keine Mahnung verfassen oder Aufschub gewähren. Nach Ablauf dieser Frist sofort den Rechtsweg bestreiten. Natürlich nur wenn die Forderung begründet ist und rechtens scheint.

Hier ist ein Beispiel, wie zu verfahren ist:

http://de.reclabox.com/beschwerde/43863-gold-gas-grosshabersdorf-ungerechtfertigte-forderung-m-vorsaetzlich-falscher-datenerhebung

Die Beschwerdeführerin hat, wohl wegen ihrer unmissverständlichen Formulierung der Forderung, nach 10 Tagen Ihren Fall positiv abschließen können. Ich denke, das müsste bei jedem zum gleichen Erfolg führen.

Nur die Beschwerde, Unternehmensantwort und Abschluss lesen, da die Kommentare zum Teil sehr aggressiv gegen die Beschwerdeführerin gerichtet sind. Ein Schelm, wer hinter den Kommentaren böse Absichten vermutet?