Fashion Victim

Fashion Victim
köln

Zu meiner Situation, die ich gestern erleben musste und die mir eine schlaflose Nacht bereitet hat.

Ich war gestern mit meinen Kindern in dem Laden Fashion Victim in Köln auf der Hohen Str. 114. Ob dieser Laden wirklich so heißt, kann ich nicht sagen, dies steht auf dem Kassenbon.

Also zunächst war jeder freundlich, bis ich mir ein Halstuch kaufte. Auf meinem Bon am Halstuch stand 7,50 €, habe an der Kasse aber 7,90 € bezahlt. Ich ging raus und keine zwei Schritte fiel mir dieser Fehler auf. Also bin ich mit einem Lächeln rein, um meine 0,40 Cent zurück zu bekommen. Und jetzt fängt alles an.

Das junge Mädchen zählte erst mal schön die Kasse. Ich sagte, dass da ein Fehler passiert ist und dass man mir zu viel Geld berechnet hat. Meine erste Antwort von der Verkäuferin war: Wie soll ich das machen? Ich: Ich denke ein Storno und einen neuen Bon. Sie: Das habe ich noch nie gemacht, so was bringt unser Chef uns nicht bei.

Zu dem Zeitpunkt war ich schon fassungslos. aber es geht noch weiter. Eine Kollegin geht zu den Tüchern und sagt, doch die kosten 7,90 €, da hat der Chef falsch etikettiert. Dann haben wir keinen Fehler gemacht. Ich: Das ist jetzt nicht Euer ernst, oder? Auf dem Tuch steht 7,50 €. Die an der Kasse nimmt unter der Kasse eine Tüte mit Centstücken (nur 1 und 2) raus und knallt mir die 40 Cent da hin und sagt: Ist gut, gehen Sie. Ich sage: Ich möchte bitte Ihren Namen und die Nummer vom Geschäftsführer oder vom Inhaber. Dies habe ich von keiner der drei Verkäuferinnen bekommen, weder Namen noch eine Nummer.

Leider steht im Internet auch keine Nummer drin, deshalb erzähle ich euch das hiert. Hätte sie sich sofort für den Fehler entschuldigt, wäre dies nicht so ausgegangen. Aber die Schuld beim Käufer suchen, weil die nicht die Preise richtig dran machen, geht echt zu weit.

Meine Forderung an Fashion Victim:

Entschuldigung von Inhaber und der Verkäuferin

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Der Verkäufer ist allerdings im Recht - wenn falsch etikettiert wird, ist das Problem des Käufers.

Besteht nicht die Auszeichnungspflicht? Wenn ich Wurst kaufe und da steht ein Euro, dann bezahle ich doch nicht zwei, nur weil der Verkäufer Lust dazu hat, die Preise zu ändern. Und die Art und Weise, wie man einen behandelt, spielt keine große Rolle.

Halstuch war ja schon bezahlt. Stell dir vor, du kaufst, also bezahlst und dann sagt man nö, doch nicht, bezahle mal noch mehr. Echt, wo gibt es das?

Vertrag kommt zu Stande bei Übergabe von Ware und Geld. Kunde möchte für 7,50 Verkäufer kaufen, Verkäufer für 7,90. Kunde zahlt 7,90 und geht. Vertrag kam zu Stande.
Kunde kommt zurück und ficht den Vertrag an. Verkäufer erstattet aus Kulanz einen Teilbetrag des Kaufpreises.
So what?

Aha, und dieser ganze Stress und eine schlaflose Nacht wegen 40 Cent? Ich bin zwar auch nicht Rockefeller, aber 40 Cent wären mir der ganze Aufstand nicht Wert gewesen.

Ich kann nur sagen, dass wenn mir in einem Lebensmittelladen 0,01 Cent fehlt, muss ich auch die Ware da lassen. Da sagt auch keiner, sind doch nur ein Cent! 0,40 Cent hin oder her, ich muss mich nicht als zahlender Kunde so respektlos behandeln lassen. 9011904 klar, gehen wir davon trinken, ist schon ein viertel Bier und wenn die anderen auf 0,40 Cent nicht brauchen, können wir bestimmt die ganze Nacht feiern.

Wenn man mit einem einzigen Artikel zur Kasse geht, dessen richtiger Preis doch sicherlich bekannt ist, wieso bezahlt man dann überhaupt erst den falschen Preis und reklamiert diese offensichtliche Fehlbuchung erst später?

Bei einer größeren Artikelmenge könnte ich es ja noch verstehen, wenn ein Kunde mal eine Fehlbuchung übersieht und diese erst nach Prüfung des Bons reklamiert, aber bei einem einzigen Artikel?

Davon einmal abgesehen laufen die Arbeitsabläufe in dem Geschäft aber ohne Zweifel alles andere als rund, denn wenn das Kassenpersonal noch nicht einmal Kenntnis davon hat, wie im Falle einer Fehlbuchung zu verfahren ist, dann halte ich das schon für sehr bedenklich.

Ich vermute, dass es sich bei dem Beutel mit dem Kleingeld um das Trinkgeld gehandelt hat, da offenbar tatsächlich niemand über die Kasse eine Korrekturbuchung hätte vornehmen können und es somit bei einer Entnahme aus der Kasse zu einer Kassendifferenz gekommen wäre.

Da sollte der Chef sein Personal auf jeden Fall besser schulen, denn was passiert wohl, wenn beim nächsten Mal eine größere Summe reklamiert wird, die nicht mehr einfach durch das Trinkgeld auszugleichen ist?

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst.

Ich habe gestern in dem genannten Geschäft ein paar Schuhe und eine Mütze gekauft. Gestern Abend daheim angekommen, musste ich leider feststellen, dass die für immerhin 8,90 Euro bezahlte Mütze nicht mit eingepackt worden ist. Mein Problem: Ich komme nicht gleich wieder nach Köln und eine Telefonnummer ist von diesem Geschäft tatsächlich nicht herauszufinden :( Mit dieser hätte ich, so wäre meine Hoffnung gewesen, mit den Verkäufern eine gemeinsame Lösung finden wollen - sei es Versand oder Rücküberstattung per Überweisung. Aber wenn ich die Geschäftsgebahren in der Beschwerde vorab so lese, wäre diese Hoffnung wohl vergeblich gewesen. Also bleibt mir wohl nichts weiter übrig, als das Ganze unter "shit happens" abzuhaken.

Ja, es geht um 0,40 cent, aber es geht auch um Prinzip. Mann hat natürlich dei möglichkeit der Artikel auch zurückzugeben und sagen, "Nein, damit bin ich nicht einverstanden. " Tsack, Geld wieder, Tschüüüüüss!

Oh mein Gott! 40Ct. Ist das Euer Ernst?

Ist ja interessant. Ich bin dort beschäftigt. Und ich kann definitiv sagen, dass es bei uns keine gerollten 1Ct Stücke gibt. Zweifelhafte Story. Aber nicht ohne Unterhaltungswert.