Rechtswidrige Forderungen von Stromio über Techinkasso

Stromio GmbH
Düsseldorf

Über Verivox habe ich mich entschieden, meinen Strom über STROMIO beziehen zu wollen, um ein paar Euro zu sparen. Dies war im Sommer 2010. Seit 01.11.2010 waren wir Kunde der genannten Firma. Die monatlichen Abschläge waren zwar höher als bei unserem Grundversorger, aber ich habe mir damals gedacht, das zu viel gezahlte Geld zurückerstattet zu bekommen.

Unser Vertrag war auch eigentlich mit Geldpreisgarantie abgeschlossen gewesen. Davon war im Vertrag auch keine Rede mehr. Noch hatte ich Vertrauen in Stromio.

Gegen 20. März 2011 kam dann ein für mich ersichtlicher Werbeflyer an uns adressiert. Mich machte stutzig, dass die Firma Stromio uns einen Flyer zuschickt, obwohl wir Kunden des Unternehmens sind. Ich legte damals den Flyer weg, ohne wirklich ihn durchgelesen zu haben.

Drei Tage später unterhielte ich mich mit einem Bekannten. Der sagte, er hätte Schwierigkeiten mit einem Stromanbieter, er glaubte, es ist Stromio. Die würden getarnte Preiserhöhungen in einem Werbeflyer verschicken. Ich schaute später auf den erhaltenen Werbeflyer und entdeckte die Preiserhöhung. Auf dem Flyer stand kein Datum. Ich fühlte mich ein wenig verschaukelt. Die Preiserhöhung war für den 01.05.2011 angekündigt.

Vergeblich versuchte ich die Kundenbetreuung von Stromio zu erreichen. Ein Durchkommen nach mehrmaligem Warten von mindestens 15 Minuten war allerdings nicht möglich.

Ich beschloss die Kündigung aufgrund von der Preiserhöhung zum 30.04.2011 zu schreiben. Dieses Schreiben habe ich am 25.03.2011 per Einschreiben an Stromio geschickt. Gleichzeitig habe ich auch vorsorglich die Einzugsermächtigung ab dem 30.04.2011 entzogen. Dieses Schreiben wurde bei der Annahme quittiert. Doch eine Reaktion blieb aus.

Ich dachte, jetzt kann ich noch nicht mal von meinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen, da die Firma Stromio auf Kündigungen nicht reagiert. Um sich bei einem anderen Stromanbieter anzumelden, muss Stromio erst mal meine Leitung freigeben. Ich war also bei Stromio gefangen. Briefe werden nicht geantwortet, die Kundenbetreuung war nicht zu erreichen.

Mitte April (20.04.2011) schickte ich ihnen ein erneutes Einschreiben. Dort habe ich der Firma Stomio erneut die Einzugsermächtigung entzogen und erneut auf meine letzte Kündigung hingewiesen und ihnen eine Frist gesetzt bis zum 30.04.2011 zu antworten. Ich habe geschrieben: "Hiermit kündige ich den mit ihnen Vertrag zum 30.04.2011. Falls ich bis zum 30.04.2011 keine Reaktion ihrerseits erhalte, ist die Kündigung rechtens und wurde von Ihnen anerkannt." Das Einschreiben wurde quittiert, doch eine Reaktion blieb aus. Sie buchten im Mai 2011 rechtswidrig ihre Abschläge trotz Entziehung der Abbuchungserlaubnis ab. Ich habe das Geld dann aber direkt von meiner Hausbank zurückholen lassen.

Am 04.05.2011 habe ich der Firma Stromio den Zählerstand vom 30.04.2011 per Einschreiben zugeschickt. Wieder quittiert. Mitte Mai die erste Mahnung mit Rücklastschriftgebühr und Mahngebühr. Ich beschloss die Rechnung nicht zu begleichen, da ich von ihnen ja weiterhin widerrechtlich mit Strom beliefert werde. Ende Mai zweite Mahnung. Falls ich nicht bezahle, wollen sie mich kündigen. Ich dachte, dass ist das, was ich von Stromio die ganze Zeit möchte. Dritte Mahnung am 09.06.2011.

Ende Juni haben sie von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht (endlich) und mich meinem Grundversorger ab dem 01.08.2011 übergeben. Die Endabrechnung enthielt die zwei Monate (also bis zum 31.07.2011), in denen ich rechtswidrig mit Strom beliefert wurde und Mahngebühren sowie die Rücklastgebühr. Briefe dorthin zu schreiben hatten keinen Sinn, weil auf meine letzten drei Briefe bekam ich ja auch keine Antwort. Noch nicht mal eins von wegen ihre Sache ist in Bearbeitung oder so, ich bekam rein gar keine Antworten in irgendeiner Art und Weise. Ich habe also nicht reagiert. Am 26.09.2011 weitere Mahnung mit dem Hinweis meinen Fall dem Inkassobüro zu übergeben.

Schlussendlich am 7.11.2011 kam dann auch das Schreiben von "Techinkasso". Dort verlangen sie die Gebühren von Stromio und zusätzlich Bearbeitungsgebühr, Auslagepauschale von Techinkasso von etwa 80 Euro. Eine Drohung, mich mit einem Schufaeintrag zu versehen und weitere Schritte einleiten zu wollen, bekam ich gratis dazu.

Ich habe alles widerrufen, da der Fall mit Stromio nicht geklärt ist.

Bestell-/Kundennummer: 1313423

Meine Forderung an Stromio:

Stromio soll mir eine ordnungsgemäße Abrechnung schicken. Techinkasso aus dem Fall zu lassen.

Antwort auf die Beschwerde vom 14.11.2011
Stromio GmbH

Abteilung: Kundenservice

16.11.2011 | 06:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Büschgens,

vielen Dank für Ihren Eintrag.

Ihr Anliegen möchten wir gern persönlich mit Ihnen besprechen und werden Sie noch heute kontaktieren.

Nochmals vielen Dank für Ihre Geduld und entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Freundliche Grüße

Ihr Stromio Kundenservice

bewerten sie die antwort von Stromio GmbH

Danke für die gegebenen Informationen. Ich habe mich im Brief verschrieben: Das Inkassobüro heißt nicht Techinkasso, sondern Teschinkasso.

Dank der ReclaBox ging alles auf einmal plötzlich sehr schnell. Das Inkassoerfahren wurde storniert und alle Mahngebühren wurden gelöscht. Haben auch eine Gutschrift erhalten für unsere Unannehmlichkeiten. Abschlussrechnung wurde uns auch schon neu zugesandt. Betrachten die Sache als gelöst.

PS: Bei der Schufa wurde kein Eintrag gemacht. Nochmal Danke ReclaBox