Sehr geehrtes Vodafone Team,
hiermit beschwere ich mich über einen Ihrer Vodafone-Arcor-Shop Geschäftsführer. Es handelt sich hierbei um den Shop in Essen-Holsterhausen.
Im folgenden werde ich Ihnen meinen Fall schildern, in der Hoffnung, dass sich eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden lässt.
Zum bisherigen Geschehen muss ich etwas weiter ausholen:
22.11.2011:
Meine Mutter ist mit Ihrer defekten CallYa Simkarte zu oben genanntem Vodafone-Arcor-Shop gegangen, um eine neue Simkarte zu beantragen. Nach gut zehn Jahren ist die alte halt kaputt gegangen.
Da meine Mutter aber in psychiatrischer Behandlung ist, bekommt sie manchmal aufgrund der Medikamente nicht alles mit, was ihr erzählt wird. Sie ist demnach auch leicht zu "bequatschen".
Da ich bei dem "Verkaufsgespräch" nicht zugegen war, kann ich zu dem genauen Ablauf leider nicht viel sagen. Fakt ist, dass meine Mutter aber mit einem Handyvertrag statt mit einer neuen Simkarte nach Hause kam. Wobei da natürlich eine Simkarte bei war.
23.11.2011:
Meine Mutter ruft mich an und bittet mich, ihr bei der Simkarte den alten Tarif einzustellen (bisher hatte sie einen CallYa-Vertrag mit dem OpenEnd Talk & SMS Tarif).
Als ich bei ihr ankomme, sehe ich ein neues Handy (Samsung Slim & Sleek), das bei der Simkarte dabei war, und befürchte das Schlimmste. Was ich dann allerdings zu hören bekam, übertraf meine Befürchtung noch um einiges.
Der Vodafone-Shop-Betreiber hat meiner Mutter erzählt, dass es nicht möglich sei, die defekte Simkarte einfach auszutauschen, dazu müsse man einen neuen Vertrag abschließen, er hätte da was sehr günstiges, was er ihr anbieten könne. Da hat meine Mutter ihn aufgeklärt, dass sie Hartz 4 Empfängerin ist und nicht mehr als 15 Euro im Monat für das Handy ausgeben könne, zumal sie ja nicht telefoniere, sondern nur SMS schreibe.
Daraufhin hat er meiner Mutter einen Vertrag "angedreht", bei dem sie 90min/mon und am Wochenende umsonst telefonieren kann. Allein das ist schon mal eine vollkommen falsche Beratung und eine bodenlose Frechheit, da ja feststeht, dass meine Mutter nie telefoniert.
Nachdem meine Mutter mir dies nun erzählt hatte, bin ich mit sämtlichen Unterlagen, dem Handy und einer Vollmacht meiner Mutter zu dem Vodafone-Shop gegangen, um die Sache nach Möglichkeit rückgängig zu machen. Meine Mutter braucht den Vertrag ja nicht.
Angekommen, stellte ich den Vodafone-Shop-Betreiber zur Rede und bat um die Stornierung des Vertrages, da dieser von meiner Mutter nicht benötigt würde. Er sagte mir daraufhin, dass dies nicht mehr möglich sei (wie ich im Nachhinein weiß eine Lüge, da er sehr wohl im Stande gewesen wäre, dies zu tun, wenn er gewollt hätte).
Auch nach der Erklärung, dass meine Mutter doch gar nicht telefoniere, war er nicht einsichtig, sondern sagte mir nur: "Dann muss sich ihre Mutter umgewöhnen und statt der SMS halt telefonieren."
Auf die Frage, warum er denn nicht einfach die Simkarte ausgetauscht hätte, meinte er dann: "Das dauert zu lange und außerdem verdiene ich nichts daran." (sinngemäß wiedergegeben) Da fiel mir doch nichts mehr zu ein.
Ich habe dann im Namen meiner Mutter den Vertrag gekündigt, noch eine neue CallYa Karte gekauft, den Shop mit jeder Menge Wut im Bauch verlassen und bin wieder zu meiner Mutter gegangen. Wo ich mich an das Telefon gesetzt und den Kundenservice angerufen habe.
Dort wurde ich dann von einem Mitarbeiter betreut, der auch der Meinung war, dass die Vorgehensweise nicht ganz in Ordnung war. Es endete mit dem Resultat, dass die Sache überprüft werden sollte und man sich wieder bei mir melden würde. Wenn ich nach 5-6 Tagen nichts hören würde, solle ich nochmal anrufen.
07.12.2011:
Ich hatte noch nichts von Vodafone gehört, meine Mutter auch nicht, also rief ich noch einmal bei der Kundenbetreuung an. Was ich allerdings dort erfuhr, schlug dem Fass den Boden aus.
Der Mitarbeiter am anderen Ende teilte mir mit, dass nach meinem Telefonat am 23.11. die Sache bearbeitet wurde. Es ging wohl auch alles seinen Weg.
Dann erfuhr ich jedoch, dass am 30.11./01.12. der Storno abgewendet wurde, da sich die Parteien geeinigt hätten. Kinnlade unten und ich musste um Fassung ringen.
Es hatte sich NIEMAND mit mir in Verbindung gesetzt, die Nummer meiner Mutter wurde für die Zwecke nicht angegeben und laut interner Dokumentation habe man sich mit MIR telefonisch in Verbindung gesetzt und geeinigt. Soweit jedenfalls die Aussage des Vodafone-Shop-Geschäftsführers, wie mir wenig später bestätigt wurde.
Es kann doch nicht sein, dass ein Vodafone-Shop-Betreiber einfach behaupten kann, er habe mit mir telefoniert und sich darauf geeinigt, dass der Vertrag bestehen bleibt. Und das ohne Konsequenzen. Ich setze doch nicht Gott und die Welt in Bewegung, um den Vertrag zu stornieren und dann sage ich: "Oh, ich behalte den Vertrag doch." Das muss doch selbst Vodafone komisch vorkommen, oder?
09.12.2011:
Leider konnte mir der Verbraucherschutz nicht weiterhelfen, da der Vertrag ja rechtsgültig ist. Mir wurde allerdings gesagt, dass ich gegen den Shop-Besitzer zivilrechtlich vorgehen könne, wegen dem Verdacht des Betruges.
11.12.2011:
Ich habe einen Brief mit obigem Inhalt an Vodafone geschickt.
12.2011:
Die erste Rechnung von Vodafone kommt bei meiner Mutter an. Da auf ihrer alten Simkarte noch Guthaben vorhanden war, wird dieses mit der Forderung verrechnet.
Stutzig machte uns aber ein Posten, der auf dem Einzelverbindungsnachweis auftaucht: 4,99€ für einen Download in 12.2011.
Das Handy mitsamt Simkarte liegt ungenutzt und getrennt seit dem 23.11. im Schrank meiner Mutter. Da frage ich mich doch, wie sie damit einen Download aktivieren konnte.
Mir ist natürlich klar, dass der Vertrag rechtskräftig ist. Doch angesichts der offensichtlich bestehenden falschen Angaben des Vodafone-Shop-Betreibers und der Dreistigkeit, mit welcher in dem Fall vorgegangen wurde, bitte ich um eine angemessene Vorgehensweise.
Bestell-/Kundennummer: 0173/811xxxx (Annegret Froegel)
Meine Forderung an Vodafone D2:
Stornierung des nicht benötigten Handyvertrages
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 3
Ich würde vermuten, dass der shop-betreiber kein angestellter von vodafone ist sondern ein franchise-"partner". vodafone kann ihm arbeitsrechtlich nix und er freut sich über den umsatz.
ich würde gegen den shop-betreiber strafanzeige erstatten (wenn er das öfters so macht und es häufiger anzeigen gibt, wird die staatsanwaltschaft auch aktiv) und das ganze so öffentlich wie möglich machen - medien, verbraucherzentralen.
Nach nochmaliger Kontaktaufnahme, diesmal per Fax an die Reklamationsabteilung, wurde der Vertrag meiner Mutter heute außerordentlich gekündigt. Das Handy darf sie behalten, als "Entschädigung" für die letzten zwei Rechnungen. Somit ist mein Problem zu unserer Zufriedenheit gelöst.^^ Und zu dem besagten Vodafone Shop werde ich und auch alle, die ich kenne, niemals wieder hin gehen.
ZITAT: Das Handy mitsamt Simkarte liegt ungenutzt und getrennt seit dem 23.11. im Schrank meiner Mutter. Da frage ich mich doch, wie sie damit einen Download aktivieren konnte. ENDE
Schön für Sie, das Ihre Beschwerde für Sie persönlich gelöst ist. Doch auf eine Erklärung des oben genannten Sachverhaltes hätte ich gedrungen. Das ist für mich B E T R U G!
Andere ReclaBoxler sprechen in solchen Fällen von: Selber Schuld!