Horrende Datenkosten trotz Datenflat - völliges Chaos

Büdelsdorf

Seit rund 12 Jahren war ich Kunde bei debitel, neuerdings mobilcom debitel. Seit Ewigkeiten nutzte ich dabei den Telefontarif Zehnsation, und irgendwann buchte ich vor vielen Jahren einen kleinen Datentarif 5MB hinzu.

Mit dem Aufkommen der Smartphones ließ ich mich telefonisch beraten und erweitere diesen auf eine Flatrate 9,90 Euro im Monat. Alles gut - dachte ich!

Der erste Ärger trat Anfang 2010 auf, als ich eines Tages eine laufende Gebühr für einen mir unbekannten Dienst namens ServicePlus Paket auf meiner Rechnung fand. Ich hatte NIEMALS so etwas gebucht, und dummerweise fiel mir das erst nach ein paar Monaten auf.

Meine Beschwerde wurde wie folgt beantwortet:

Sehr geehrter Herr S., vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Gern gehen wir auf Ihre weiteren Hinweise ein: Ihr erster Einwand gegen das ServicePlus Paketes kam mit dem Fax vom 21.01.2010. Fragen oder Einwände zu Ihrer Rechnung benötigen wir innerhalb von acht Wochen (nach dem Rechnungsdatum) per Brief, Fax oder E-Mail. Danach erlischt Ihr Widerspruchsrecht.

Hierfür haben wir Ihnen drei Monatsgrundpreise der Option erstattet. Einer weiteren Gutschrift stimmen wir nicht zu.

Diese freche Antwort führte dazu, dass ich meinen Vertrag zum Ablauf kündigte.

Im September bemerkte ich dann plötzlich anfallende Datenkosten für Inlands-Datenverbindungen, die trotz meiner Flatrate berechnet wurden. Ich wendete mich also an den Kundenservice und erhielt folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr S., vielen Dank für Ihre Nachricht vom 26.09.2011. Sie beanstanden Internetverbindungen trotz einer Datenflat. Ihre Enttäuschung über unseren Service bedauern wir sehr, und wir möchten uns für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wir haben den von Ihnen geschilderten Sachverhalt geprüft und eine abschließende Klärung herbeigeführt.

Da es sich um eine Nachberechnung aus dem Monat Mai handelt, griff Ihre Datenflat auf Grund eines Systemfehlers nicht und es wurde Ihnen einige Datenverbindungen in Rechnung gestellt. Daraus resultierend haben wir Ihrem bei uns geführten Kundenkonto eine Gutschrift in Höhe von 2,19 € gebucht. Insofern wird zu unserer nächstfolgenden Rechnung lediglich der Differenzbetrag zwischen dem ausgewiesenen Rechnungsbetrag und Ihrer Gutschrift abgebucht. Sollte die Gutschrift höher sein als der Betrag unserer nächsten Rechnung, wird das verbleibende Guthaben, bis zu dessen vollständigen Verbrauch, mit unseren nachfolgenden Rechnungen verrechnet.

Wir gehen nunmehr von einer zufriedenstellenden Erledigung der Angelegenheit in Ihrem Sinne aus und würden uns freuen, Sie zukünftig zu unseren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen. Freundliche Grüße aus Erfurt

Nun gut, Fehler geklärt, abgehakt.

Dann, nur einen Monat später, zeigt mir das Online-System schon wieder horrende Datenkosten an. Mein Einwand wird diesmal aber ganz anders beantwortet:

Sehr geehrter Herr S., vielen Dank für Ihre Nachricht vom 31.10.2011. Wir bedauern den von Ihnen beschriebenen Sachverhalt. Gern haben wir die Prüfung der Datenverbindungen Ihrer Rechnung vom 21.10.2011 vorgenommen. Sämtliche Verbindungsdaten werden vom Netzbetreiber anhand der Kartenseriennummer und der Mobilfunk-Rufnummer aufgezeichnet und unserem Unternehmen zur Rechnungsstellung übermittelt. Der Netzbetreiber bestätigt uns mit der Übermittlung der Daten deren Richtigkeit.

Ihre Datenoption Mobile Web M hat ein Inklusivvolumen von 30 MB im Monat. Nach dem vollständigen Verbrauch dieses Volumens erfolgt die Abrechnung der Datenverbindungen über die Option „surf-by-call“. Diese Option beinhaltet einen Volumenpreis je Datenblock Web in Höhe von 0,006 Euro bzw. einen Volumenpreis je Datenblock Wap in Höhe von 0,02 Euro. Ein Datenblock hat eine Größe von 1 KB.

Insofern erfolgt die Abrechnung Ihrer Datenverbindungen nicht nach der Nutzungsdauer, sondern nach dem Datenvolumen. Abschließend bestätigen wir Ihnen, dass vor diesem Hintergrund die Datenverbindungen korrekt abgerechnet wurden und wir einer Gutschrift nicht zustimmen können. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Freundliche Grüße aus Erfurt Ihr mobilcom-debitel Kundenservice

Nanu? Wieso hat sich denn ohne meinen Eingriff meine Flatrate plötzlich auf ein Inklusivpaket 30 MB verkleinert? Also natürlich gegen diese Antwort Beschwerde eingelegt, und nur drei Stunden später dann das:

Sehr geehrter Herr S., vielen Dank für Ihre Nachricht vom 31.10.2011. Sie haben weiterhin Fragen zur Berechnung von Datenverbindungen.

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie informieren, dass Sie die Datenoption Mobile Web M für monatlich 9,95 € seit 26.11.2008 gebucht haben. Diese Option beinhaltet 250 MB inklusive. Sie Sie über die 250 MB werden Ihnen die Verbindungen berechnet. Bitte beachten Sie zunächst, dass Ihnen das monatliche Freikontingent nicht je Rechnung, sondern jeweils vom ersten bis letzten Tag eines Monats zur Verfügung steht und sich der Abrechnungszeitraum somit über zwei Rechnungen erstrecken kann.

Bei Verbindungen, welche unter Ihr Freikontingent fallen, werden die Verbindungsgebühren innerhalb des Einzelverbindungsnachweises in Klammern dargestellt. Diese Beträge werden bei Zwischensummen und dem Gesamtbetrag nicht mit erfasst! Abschließend bestätigen wir Ihnen gern, dass Ihr Freikontingent korrekt gewährt wurde. Wir bitten um Verständnis und wünschen Ihnen eine schöne Woche.

Freundliche Grüße aus Erfurt Ihr mobilcom-debitel Kundenservice
Geht's noch? Also jetzt habe ich plötzlich 250 MB, aber auch wieder nur ein Freikontingent. Für ein paar MB mehr soll ich plötzlich statt wie gewohnt 19,94 € (Zehnsation + Flatrate) 69,86 € bezahlen. Und ich staune nicht schlecht: Auch für den Folgemonat sind schon wieder so viele Kosten angefallen, dass erneut 64,94 € berechnet werden. Nun, meine weiteren Einsprüche wurden pauschal abgelehnt, ohne auch nur im geringsten auf meine Schreiben einzugehen.

Abgesehen davon, dass mobilcom debitel selbst nicht weiß, was mir da telefonisch eingebucht wurde (erst Datenflat, dann 30 MB Freikontingent, dann 250 MB Freikontingent), verschiebt mobilcom debitel dieses ominöse Freikontingent auch noch asymmetrisch über den Monatswechsel hinweg, so dass man gar nicht mehr durchsteigt.

Um Klarheit in dieses Dickicht zu bringen, rief ich über meinen Account die Rubrik 'Meine Verträge' auf. Dort ist aber überhaupt kein Datentarif enthalten.

Naja, was bleibt dem Kunden letztendlich: Er widerruft die Lastschrift und zahlt den korrekten Rechnungsbetrag per Überweisung. So bin ich auch vorgegangen und habe diese Maßnahme parallel schriftlich erläutert und erneut um Korrektur der Rechnungen gebeten. Antwort? - Fehlanzeige!

Und nun staunte ich nicht schlecht, als ich im Januar eine Mail mit dem Text: Ihre Rechnung erhielt. Mein Vertrag endete doch bereits am 12.12.2011. Nun, neugierig loggte ich mich ein und finde einen Rechnungsbetrag für Januar 2012. Eine Rücklastschriftgebühr i. H.v. 29,90 €!

Diese Firma kann ich jetzt wirklich nicht mehr ernst nehmen. Dann warten wir mal auf das Inkassobüro, Mahnbescheid oder was sonst da noch so kommen möge. Die Aufsichtsbehörde werde ich jedenfalls über den Vorgang in Kenntnis setzen. Ich empfinde das als Verbraucherirreführung höchster Güte.

Bestell-/Kundennummer: 406592914

Meine Forderung an mobilcom-debitel:

Korrektur der Rechnungen Oktober, November 2011 und Januar 2012

Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 153 Tagen und 11 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Ich habe (leider erst) letzte woche festgestellt, dass diese firma mir seit über einem jahr monatlich 9,95 euro für einen zusatztarif (internetflat) berechnet, den ich nie bestellt habe.

ich habe nicht einmal ein internetfähiges handy, was der firma bekannt ist.

auf nachfrage hieß es: die widerrufsfrist ist vorbei.

ich kann aber keinen vertrag widerrufen, den ich nie geschlossen habe.

abzocke!

Update meines Falls:

Anstatt sich mit dem Kunden einmal in Verbindung zu setzen, bucht man heute sage und schreibe einfach mal so 124,82 Euro ab, trotz nicht mehr vorhandener Einzugsermächtigung.

Aber Hauptsache wir werben mit einem TÜV-Siegel auf unserer Homepage.

Heute Beschwerde Nummer 5 abgefaxt und Lastschrift widerrufen.

Kein Lebenszeichen mehr von Mobilcom Debitel.

Aber was ich feststellen konnte: Meine Frau hatte in ihrem ebenfalls gekündigten Vertrag dieselbe Tarifoption, und dort fand niemals eine Einzelabrechnung von Datenverbindungen statt.
Alles höchst suspekt.

Mobilcom Debitel hat mir geschrieben, dass alles korrekt ist und man mir auf weitere Einwände meinerseits keine Antworten mehr schicken wird. So kann man das natürlich auch angehen.

Ansonsten: Mahnung, das übliche Programm.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Jetzt wird mit einem Schufa-Eintrag gedroht. Da gerät die Firma mobilcom debitel an den Richtigen.

Nach wie vor ungeklärt. MD meint, es ist alles korrekt gelaufen.