Blitzerwarnungen im Radio

Frankfurt

Wie die meisten privaten und öffentlichen Radios, sendet auch der hr im dritten Programm Blitzerwarnungen.

Er lädt zur Regelübertretung ein, indem er auch sprachlich banalisiert ("Blitzer" statt Radarmessungen, "Flitzer" statt Raser) und riskiert, dass Uneinsichtige mit Punktekonto an anderer Stelle weiter so fahren wie gewohnt.

Er trägt zur laissez-faire-Mentalität im Verkehr, zur Regelmißachtung, zur augenzwinkernden Solidarisierung, zur Strafvereitelung bei. Er konterkariert die Arbeit der Polizei und verhindert, dass die Richtigen aus dem Verkehr gezogen werden.

Er sieht dies alles als Beitrag zur Verkehrssicherheit und mindert sie doch, wie man an den nach wie vor hohen Unfallzahlen ablesen kann.

Nicht zuletzt ist die Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer 1

Meine Forderung an Hessischer Rundfunk hr3:

Einstellung der Blitzerwarnungen, stattdessen Senden von warnenden Spots.

Antwort auf die Beschwerde vom 04.03.2009
Hessischer Rundfunk

Abteilung: Multimedia

10.01.2013 | 13:03 Uhr

Liebe ReclaBox-Nutzer,

die Beschwerde liegt schon eine Weile zurück; wir sind erst jetzt auf die Meldung aufmerksam gemacht worden, trotzdem verdient sie natürlich eine Antwort.

Die Blitzermeldungen in hr3 senden wir nicht mit dem Ziel, Raser zu schützen, sondern sie sollen im Gegenteil möglichst einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Behörden wie das Polizeipräsidium Frankfurt oder die Stadtverwaltung Kassel geben übrigens selbst im Internet im voraus Standorte von Radarkontrollen bekannt.

Insofern arbeiten wir auch nicht gegen die Polizei. Im Rahmen von Verkehrssicherheits-Aktionen haben wir auf ausführlichen Wunsch der Polizei die Standorte von Geschwindigkeitskontrollen gemeldet, die an ausgesuchten Unfallschwerpunkten stattfanden und Gefahrenbewusstsein erhöhen sollten.

Somit hoffen wir mit unseren Meldungen dazu beizutragen, dass die, die sie hören oder im Netz lesen, tatsächlich langsamer und aufmerksamer fahren.

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Antwort auf die Beschwerde vom 04.03.2009
Hessischer Rundfunk

Abteilung: Multimedia

16.01.2013 | 16:30 Uhr

Lieber Christof Sperl, bei allem verständlichen Unmut darüber, dass Sie das nicht zum ersten Mal zu hören bekommen: das ist nun mal unsere Haltung zur Blitzermeldungs-Frage. Deshalb werden Sie auf dieselbe Frage auch immer wieder ähnliche Antworten bekommen. Auch wenn uns Fragen wie die Ihre immer wieder zwingen, unsere Position zu überprüfen: in der Sache stehen wir zu unserer Position.

Wir wissen, das ist nicht das, was Sie erreichen wollen - aber wir hoffen, dass wir wenigstens ein bisschen nachvollziehbarer machen können, warum wir in Hinblick auf die Blitzer-Meldungen dieser Ansicht sind.
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Hallo Christof Genauso,sehe ich das auch,schließe mich deiner Forderung an. Blitzwarnung ist der Freibrief für alle Verkehrsidioten.

Ich schließe mich der Forderung nicht an. Wem die Meldungen nicht passen, der kann sie ja ignorieren. Die Radarmessungen sind ohnehin stets dort, wo sie keinen Sinn machen. Da wo ich wohne gibt es die Meldungen über das Radio nicht. Aber auch wenn es sie geben würde, dann würde es an meiner Fahrweise nichts ändern. Ich halte mich an die Verkehrsregeln und mit meinem 10jährigen Führerschein darf ich zurecht anmerken, dass ich noch nie geblitzt wurde (trotz vieler und häufiger Radarfallen). Ich bin kein Raser oder so, aber trotzdem bin ich gegen Abschaffung der Meldung. Außerdem, Geschwindigkeit ist NICHT die Unfallursache Nummer 1 - sondern zu wenig Abstand (und die daraus resultierende unangepasste Geschwindigkeit). Was mich viel mehr stört sind eingeschaltete Nebelscheinwerfer oder gar die Nebelschlussleuchte.

An Oskar M. Warum ignorierst du nicht einfach die Beschwerde von Christof. Du hast viel von dir erzählt,aber ob das einer wissen möchte?

Auch ich finde es ätzend wenn vor Blitzern gewarnt wird!Ich möchte mal den Ignoranten erleben,wenn er durch so einen Idioten ein Familienmitglied verliert.Die Strafen für solche Verkehrsrowdys sind viel zu human!Warum wird bei Wiederholungstätern nicht der Führerschein auf lebenszeit eingezogen?Nein,man bekommt ein paar Euro Strafe und wenns hoch kommt einen Monat Fahrverbot!Lächerlich!

Ich finde es in Ordnung, wenn man gewarnt wird. So etwas hilft schon, mit besserer Laune durch diesen Polizeistaat zu kommen, ausserdem, wenn Sie das stört, dann werfen sie doch einfach eine CD ihrer Wahl ein, drehen die Lautstärke voll auf und Kurven 10 min vor einer Polizeiwache hin und her. Kleiner Tip: Das gibt 2 mal Geld bezahlen. Viel Spaß. Prost.

Hallo Zusammen, ich finde ja Euere Kommentar schon sehr putzig. Ich bin FÜR die Warnungen. Überlegt doch mal, wenn gewarnt wird, werden die Autofahrer an der Stelle langsamer fahren und genau das ist es, was diese Blitzer erreichen wollen, oder etwa nicht? Oder habe ich da bei diesem Prinzip etwas falsch verstanden?

@Papabaer Knuddel

ja, das verstehen Sie falsch. Aus dem einfachen Grund, die Raser fahren dann zwar an der besagten Stelle langsamer, aber ansonsten wird weiter gerast, weil ja keine spürbaren Konsequenzen erfolgen. Wenn ich mich immer schön auf die Warnungen verlassen kann, fahre ich an den Stellen langsamer, an anderen rase ich munter weiter. Wurde ich jedoch mehrfach eben nicht gewarnt und erwischt, muss ich mir schon zweimal überlegen ob ich so weiter mache und den Lappen irgendwann los bin- oder ob ich mich an die Richtlinien halte.

Die Radiostation arbeitet mit den üblichen nichtssagenden Textbausteinen, die in vergleichbaren Fällen immer wieder verwendet werden.

Die Antwort gibt die immer wieder wiederholten und wenig überzeugenden Standardfloskelt wieder. Man wolle daran erinnern, daß man sich an Verkehrsregeln halten soll. Das weiß jeder Grundschüler.