Stromio reagiert nicht inhaltlich, sondern mit Mahnungen

Stromio GmbH
Düsseldorf

Ich habe im Oktober 2010 über Verivox zu Stromio gewechselt. In der „Vertragsbestätigung“ von Stromio vom 15.12.2010 waren von der Bestellung abweichende Preise (Arbeits- und Grundpreis) und Verbrauch angegeben sowie eine geforderte Abschlagszahlung von 80 € (bei einem 2 Personen Haushalt).

Daraufhin habe ich eine E-Mail an Stromio geschrieben, die Korrektur der Daten gefordert und deutlich gemacht, dass ich die Abschlagszahlung zu hoch finde. Außer einer automatischen Eingangsbestätigung und dem erneuten Abbuchen des Betrages im nächsten Monat erfolgte keine Reaktion von Stromio. Daraufhin ließ ich den 2. Abbuchungsbetrag zurück buchen und schickte den Widerruf aufgrund einseitig geänderter Vertragsbedingungen per Einschreiben mit Rückschein. Stromio reagierte mit Mahnungen für die Rücklastschriftgebühren und die Hauptforderung.

Per E-Mail erfolgte die Widerrufsbestätigung am 26.01.2011, während per Post am 28.01.2011 eine weitere Mahnung mit der Androhung der Vertragskündigung kam und schließlich auch die Kündigung. Nach Eingang der Abschlussrechnung vom 19.04.2011 bezahlte ich den ausstehenden Strombetrag, nicht aber die Mahngebühren, da diese meiner Meinung nach durch die Nichtreaktion seitens Stromio zustande kamen. Dies teilte ich Stromio per E-Mail mit, deren Eingang am 26.04.2011 automatisch bestätigt wurde. Dann war acht Monate Ruhe.

Im Januar 2012 erhielt ich eine erneute Mahnung von Stromio mit der Ankündigung, dass der Vorgang bei Nichtzahlung ans Inkassobüro übergeben werden würde. Das Schreiben von TeschInkasso folgte Anfang Februar mit der Androhung eines Schufa-Eintrags. Ich habe per Einschreiben mit Rückschein Widerspruch eingelegt, den Sachverhalt deutlich gemacht und dass ich nicht zahlen werde und abgesehen davon eine Vollmacht gefordert.

In ihrem Antwortschreiben bezog sich die TeschInkasso auf mein „Schreiben vom 30.05.2011“, sie gab eine falsche Adresse als Firmensitz von Stromio an (unter angegebener Adresse findet sich eine Werbeagentur) und sie behauptete, die Vollmacht würde als Anlage beiliegen, was aber nicht der Fall war. In ihrem letzten Schreiben vom 08.03.2012 bietet TeschInkasso eine Ratenzahlung an und droht auf subtile Art und Weise.

Ich habe bereits vor einem Jahr deutlich gemacht, dass ich die Forderung von Stromio für unrechtmäßig halte und werde diese deshalb weiterhin nicht bezahlen.

Bestell-/Kundennummer: 1348207

Meine Forderung an Stromio:

Rücknahme der Forderung und Einstellung des Inkassoverfahrens

Antwort auf die Beschwerde vom 14.03.2012
Stromio GmbH

Abteilung: Kundenservice

19.03.2012 | 12:46 Uhr

Sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für Ihren Eintrag.

Ihr Anliegen möchten wir gern persönlich mit Ihnen besprechen und werden Sie noch heute kontaktieren.

Nochmals vielen Dank für Ihre Geduld und entschuldigen Sie bitte die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Freundliche Grüße

Ihr Stromio Kundenservice

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Wann wird dieser Firma endlich die Lizenz zum Energievertrieb entzogen
ReclaBoxler-1150471, ich würde mich mal an meinen Bundestagsabgeordneten wenden wenden.

Da Sie jetzt widersprochen haben, können Sie sich beruhigt zurücklehnen. Er wenn ein Mahnbescheid (was ich stark bezweifle) kommen sollte, diesem wiedersprechen innerhalb von 14 tagen. Nach Ihrer Schilderung haben Sie sehr gute Chancen vor einem Gericht. Sollten Siejedoch von der Inkassofirma einen Schufaeintrag erhalten, sofort Strafanzeige erstatten wegen Kreditgefährdung (§ 824 BGB).

Am 19.03. kam vom Stromio-Kundenservice eine E-Mail mit der Bestätigung, dass die Mahngebühren storniert und das Inkassoverfahren eingestellt wurde. Damit hat sich meine Beschwerde gelöst.

Vielen Dank für die beiden Kommentare sowie die hilfreichen Erfahrungsberichte, die andere Nutzer über diese Plattform teilen.