13 Jahre treuer Kunde - bei Kündigung übel abgezockt

Düsseldorf

Seit über 13 Kunden war ich Kunde bei Vodafone/D2.

Ich habe meinen allerersten Handyvertrag dort abgeschlossen und habe bis zum Sommer letzten Jahres (2011) einen Wechsel nie in Erwägung gezogen (trotz zweier Angelegenheiten, die schon früher einmal nicht in Ordnung waren, die ich aus lauter Naivität aber unter "kann jedem mal passieren" abgehakt habe).

13 Jahre lang wurde monatlich die Rechnungsgebühr mittels Bankeinzug von meinem Konto abgebucht. Dies ist ein Umstand, den man unbedingt beachten sollte, wenn man liest, was im Folgenden noch kommt.

Im April 2010 habe ich die unglückselige Entscheidung getroffen, auch den DSL-Anschluss bei Vodafone zu beziehen, da ich aufgrund meines Umzugs einen neuen Anbieter wählen konnte. Da ich ja bis dato eine zufriedene Kundin gewesen bin, hielt ich Vodafone für eine gute Wahl.

Ich bin in eine Filiale der Münchner Innenstadt gegangen, um mir dort bei persönlicher Beratung den DSL-Anschluss zuzulegen. Auf meine Frage, wie schnell das DSL verfügbar sein, wurde mir nett erklärt, dass das zwei bis drei Wochen dauern wird, sie mir jedoch kostenfrei das Surf-Sofort-Paket zur Verfügung stellen, mit dem ich (wie der Name schon sagt) sofort ins Internet kann.

Gesagt getan, einen Vertrag unterzeichnet, in dem DSL und Surf-Sofort kombiniert waren, und wieder meiner Wege gegangen.

Nach vier Monaten Nutzung (wie versprochen, nach drei Wochen über das DSL, und nicht mehr über den Stick) kam eine Mahnung. Mahnung! Über vier Monatsbeträge! Ich habe angerufen, was das soll, warum der Betrag nicht abgebucht werden würde (so wie beim Handy - selbe Firma), und dass ich es nicht verstehen kann, dass man dann nach vier Monaten gleich einen so hohen Betrag an mahnt, statt gleich nach einem Monat!

Auf meine Frage, warum nicht abgebucht worden sei, wurde geantwortet, dass keine Einzugsermächtigung bestünde! Totaler Quatsch! Ich habe den Betrag dann sofort online überwiesen und darum gebeten, dass die Beträge ab sofort abgebucht werden, was mir telefonisch zugesagt worden ist.

Was soll ich sagen: nach 5 Monaten genau derselbe Mist erneut. Wieder eine Mahnung, dieses Mal vier Monatsbeträge, wieder, weil ich angeblich die Zahlart "Überweisung" gewünscht hätte. Erneuter Anruf, dieses Mal wesentlich ungehaltener. Wieder einen Riesenbatzen auf einmal überwiesen und nochmals nachdrücklich um Abbuchung gebieten, erneut mit der Zusicherung, dass es Vodafone leid tue und künftig abgebucht werde.

Der clevere Leser kann es sich vermutlich schon denken. Ein paar Monate später dasselbe Lied. Warum es nicht abgebucht werden kann, wo sie es doch beim Handy schon seit über zehn Jahren so halten, war meine Frage. Das wissen sie auch nicht, da müsse der Kollege evtl. etwas falsch verstanden haben. Klar. Der Kollege war's. Der ohne Namen. Ich habe nun mit Kündigung gedroht, wenn der Saftladen es nicht umgehend schafft, die Beträge einzuziehen, und habe das Geld überwiesen.

Als es dann wieder passierte, habe ich postwendend eine Kündigung verfasst. Nicht nur für den DSL-Anschluss, auch für das Mobiltelefon. Beides rechtzeitig abgeschickt. Ich wollte mit dem Saftladen nichts mehr zu tun haben. Ich wurde noch ein paar Mal telefonisch belästigt, weil man mich als guten (und vor allem total dämlichen) Kunden halten wollte. Sie hatten mich sogar schon so weit. Ich habe die Kündigung zurückgezogen und - oh Wunder - ein paar Tage später schon die inzwischen gewohnte Mahnung über mehrere Monate erhalten.

Nun tatsächlich fuchsteufelswild, habe ich erneut ein Einschreiben versandt und um sofortige Annullierung der Verlängerung gebeten. Glücklicherweise innerhalb der 14 Tage, in der man noch das Recht hat, eine Änderung zurückzunehmen. So dachte ich zumindest.

Denn nun ist es so: der Handyvertrag ist seit November nicht mehr existent. Auch das DSL läuft seit Kurzem nicht mehr.

Aber, was soll ich sagen? Sie haben abgebucht! Jetzt! Nach Ablauf meines Vertrages! (Man beachte an dieser Stelle, dass es während der letzten zwei Jahre nie möglich war, man mir sogar einmal vorgeworfen hat, es stünde keine Bankverbindung zur Verfügung. Wie sie dann das Handy schon seit Jahren abbuchen konnten, kann mir vermutlich nur der liebe Gott erklären.) Zusätzlich habe ich auch noch Post vom Inkasso-Unternehmen erhalten, weil ich die Beträge nicht überwiesen habe und komischerweise auch nie eine Mahnung bei mir einging!

Dieses Schreiben vom Inkasso kam fast zeitgleich mit der Abbuchung!

Geht's noch?!

Auf meinen Anruf hin, was das soll, teilte man mir mit, dass der Surf-Stick erst im April 2013 auslaufe! Ich habe um sofortige Zusendung aller Unterlagen gebeten, die das belegen, ich dachte, ich muss in die Telefonleitung steigen und jemanden anspringen!

Einige Tage später habe ich die Vertragskopie auch erhalten. Es ist dieselbe, die mir bereits vorlag. Mit einer Grundlaufzeit von 24 Monaten. Kann mir denn nun einer mit logischen Worten erklären, warum der Surf-Stick dann drei Jahre laufen soll? Ich würde es verstehen, hätte ich die Kündigungsfrist versäumt und es würde auch noch das DSL laufen, das tut es aber nicht!

Ich habe Vodafone nunmehr vor fast drei Wochen um einen Stellungnahme gebeten. Bisher kein Wort erhalten.

In meinem ganzen Leben ist mir so etwas noch nie passiert!

Bestell-/Kundennummer: 001919710698

Meine Forderung an Vodafone D2:

Kündigung aller Verträge wie vereinbart zum April 2012

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Hallo,

ich sehe bei Ihnen nur einen kleinen Fehler. Obgleich sie einen Handyvertrag hatten (und die dazugehörige Einzugsermächtigung), heißt es nicht, dass die Einzugsermächtigung auf andere Verträge gleichen Anbieters ausgedehnt werden können. Bei jedem neuen Vertrag müssen Sie eine neue Einzugserlaubnis geben (falls Sie wünschen, dass es abgebucht wird).

Ansonsten bleibt nur zu sagen HUT AB! für soviel Mut bei einem Anbieter zu bleiben, obwohl die Konkurrenz bekanntlich niemals schläft.

Wenn Vodafone sich nicht meldet sehe ich persönlich in Ihrem Fall keinen Ausweg und würde direkt beim Anwalt hilfe holen. Sobald Inkasso im Spiel ist, machts keinen Spaß mehr. Nicht, dass diese Leute vor Ihrer Haustür stehen und Sie wissen nicht mehr wie es um Sie geschieht.

Hallo!

Das Inkasso ist schon ruhig gestellt, da ich den Betrag direkt überwiesen habe.
Ich mache mir auch Vorwürfe, weil ich trotz allem nie meine Kontoauszüge kontrolliert habe.
Da sonst immer alles reibungslos verläfut, habe ich nie eine Notwendigkeit gesehen und es dann wieder vergessen.

Dem Einzug hatte ich allerdings zugestimmt bzw. ausdrücklich angefordert, schon bei Vertragsabschluss.

Das ist ja das Ärgerliche. Mir geht es jetzt vor allem darum, dass der Vertrag wie gekündigt in diesem Monat zu Ende ist. Ich sehe nicht ein noch ein Jahr zu bezahlen, da ich rechtzeitig gekündigt habe, nirgends steht dass der Stick 3 Jahre läuft und diesen außerdem seit Ewigkeiten nicht nutze.

Das mit dem Stick ist noch eine ganz andere üble Geschichte von Vodafone. Siehe http://www.telefon-treff.de/showthread.php?threadid=505152&perpage=15&pagenumber=1

Bisher hat sich keiner gemeldet.

Es hat sich noch NIEMAND auf mein Schreiben (Einschreiben) gemeldet, das ich vor fünf Wochen verschickt habe.