Fondvermögen wird nicht ausgezahlt

Mönchengladbach

Seit 2005 habe ich bei der Santander Bank eine individuelle Vermögensverwaltung. Es befinden sich ausschließlich Papiere des SEB Immo Portfolio Target Return in dieser Vermögensverwaltung.

Auf Grund der Tatsache, dass die SEB Investment GmbH vor kurzem die Liquidation des SEB Immo Invest Fond bekanntgegeben hat, habe ich meine Vermögensverwaltung sicherheitshalber zum 03.05.2012 gekündigt.

Es wurde mir in der Filiale Rostock versichert, dass es zur Zeit weder für die Vermögensverwaltung noch für den Target Return eine Rücknahmesperre gibt. Die Kündigung wurde angenommen und die Gebühren bis Mai wurden eingezogen.

Heute schreiben wir den 31.05.2012 - das Geld aus der Vermögensverwaltung ist bis heute nicht überwiesen worden.

Meine Forderung an Santander Bank:

Sofortige Überweisung des Guthabens aus der Vermögensverwaltung

Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 18 Tagen und 20 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Das Fondsmanagement hat jetzt bekanntgegeben, dass der Fonds endgültig geschlossen bleibt, da die Rückgabewünsche der Anleger die Liquidität des Fonds deutlich überstiegen hätten. Der Fonds soll bis zum 30.04.2017 liquidiert werden. Das bedeutet, dass die Immobilien, die im Fondsvermögen enthalten sind, in diesem Zeitraum verkauft und die Erlöse anteilig an die Anleger ausgekehrt werden sollen.
Bei der nun beschlossenen Liquidation müssen Anleger aufgrund der schlechten Marktlage und der weiterhin schlechten Liquidität des Fonds mit Verlusten rechnen. Die erste Rate an die Anleger ist für Juni diesen Jahres geplant.

Verbraucherzentrale Hamburg "Das falsche Spiel der SEB Bank"

Http://www.vzhh.de/geldanlage/167355/seb-vermoegensverwaltungsfonds-kapitalprotekt.aspx

Santander ist da wohl kein Einzelfall.
Ich versuche seit über vier Wochen mein Depotkonto bei der Postbank aufzulösen.
Erste Kündigung angeblich nicht angekommen.
Zweite Kündigung angekommen. Trotz aller benötigten Angaben, wird ein 08/15-Formular zugeschickt. Ausgefüllt, abgeschickt. Nichts, keine Reaktion. Letzter Anruf am vergangenen Freitag. Antwort: ja, ist in Bearbeitung, wird ZEITNAH ausgezahlt. Gegen Mittag im Briefkasten: das nächste Formular. Angeblich würde die Unterschrift anders aussehen, als sonst! Formular ausgefüllt, Unterschrift in der nächsten Postbankfiliale (20km entfernt) beglaubigen lassen. Zum 3. Mal Kosten für Einschreiben entstanden.

Scheint eine Masche der Bank-Zocker-Heinis zu sein.

Da es von Seiten der Bank keinerlei Reaktionen gibt, habe ich jetzt einen Anwalt mit der Lösung des Problems betraut.

Am 20.06.2012 hat sich nun endlich ein Verantwortlicher von der Distriktleitung Ostsee bei mir gemeldet. Es wurde mir von Schwierigkeiten der Santander Bank mit der Investmentgesellschaft SEB Investment GmbH berichtet. Zwischenzeitlich wurde nun auch bekannt, dass auch der Target Retur Fond die Rücknahme, allerdings erst ab dem 13.06.2012 ausgesetzt hat. Meine Kündigung ist aber vom 03.05. 2012. Es wurde mir zugesagt, eine möglichst kurzfristige Lösung zu finden.

Heute ist der 14.07.2012. Mein Anwalt hatte der Bank eine zweite und letzte Frist bis zum 13.07.2012 12.00 Uhr zur Auszahlung der verwalteten Vermögens gesetzt. Gleichzeitig hat er die Bank darüber informiert, das wir Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue gemäß § 266 StGB stellen werden.
Nachdem die Bank sich auch darauf hin nicht geäußert hat werden wir nun in der nächsten Woche Strafanzeige erstatten.

Trotz letzmaliger Fristsetzung zum 13.07. 12.00 Uhr durch meinen Rechtsanwalt und gleichzeitiger Mitteilung an die Bank, falls auch diese Frist ohne konkrete Terminierung der Auszahlung des verwalteten Vermögens verstreicht, werden wir Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachtes der Untreue stellen - keine Reaktion von Seiten der Santander Bank.
Wie ich finde ein unglaubliches Verhalten der Verantwortlichen.
Ebenfalls zwischenzeitlich eingeschaltet der Ombutsmann vom Bundesverband deutscher Banken e. V. Hier läuft die der Santander Bank gegebene Frist am 21.07.2012 für eine Stellungnahme ab.

Es ist unglaublich mit welch einem Gemüt die Banken gegen Ihre Anleger auftreten.
Trotz Androhung der Meldung bei der BAFIN, oder Klageerhebung (nach Fristversrteichung) bei der Staatsanwaltschaft, lehnen sich die Herren im Sessel zurück und verlassen sich auf die hauseigene Rechtsabteilung.
Der aber aus dieser Situation entstehende Irrglaube, damit etwas retten zu können funktioniert nach erfolgter Aufklärung nicht und man kann nur hoffen das solche Machenschaften öffentlich diskutiert werden um Anleger zu warnen.