Im Dezember 2010 bin ich zu HitEnergie gewechselt. Am 04.12.2011 bin ich der Aufforderung, meinen Zählerstand nach dem ersten Jahr Belieferung zu übermitteln, nachgekommen. Nach einem Monat habe ich dann zum ersten Mal nachgefragt, wann meine Abrechnung kommen würde.
Ein "Service"-Mitarbeiter sagte mir, dass mein Anfangszählerstand fehlen würde, also der vom Dezember 2010, zum Einzug in die neue Wohnung. Dieser müsste erst vom Netzbetreiber übermittelt werden. Man versicherte mir, dass die Abrechnung in Arbeit wäre, man ja eh einen Zeitraum von 2 (?) Monaten zur Bearbeitung hätte und sie also bald online zur Verfügung stehen würde. Am 09.02.2012 rief ich erneut die Hotline an, es hatte sich bisher nichts getan, wieder versicherte man mir, die Abrechnung sei in Arbeit, sie läge schon in der Abteilung, aber mein Anfangszählerstand würde ja immer noch fehlen.
Man gab mir den Hinweis, ich könne selber beim Netzbetreiber anrufen (RWE) und dort nachfragen. Der nette Dame dort an der Hotline schilderte ich mein Problem. Sie teilte mir direkt meinen Anfangszählerstand mit, sagte mir aber dazu, dass diese Daten erst im Juni offiziell ExtraEnergie mitgeteilt werden würde, weil dann erst das erste Abrechnungsjahr zwischen ExtraEnergie und RWE beendet sei. Trotzdem übermittelte sie den Stand an ExtraEnergie, um meine Abrechnung dort zu beschleunigen. Fehlanzeige!
Noch am selben Tag rief ich wieder bei der Hotline von ExtraEnergie an, um dort meinen Anfangszählerstand mitzuteilen. Man versicherte mir, die Rechnung sei in Arbeit. Sollte nur noch maximal zwei Wochen dauern. Ich habe im ersten Jahr für 3200 Kwh bezahlt, aber nur 1447 Kwh verbraucht. Ich habe also mal eben 392€ zu viel bezahlt! Rückzahlung Fehlanzeige.
Am 22.2.2012 rief ich erneut an, zwischenzeitlich hatte ich eine E-Mail geschrieben. Antwort darauf: Ich solle von weiteren Anfragen zum selben Thema absehen, mein Fall würde bearbeitet werden. Auch am 22.02. wieder die selbe Antwort am Telefon. nur noch zwei Wochen, meine Rechnung läge ja schon in der Rechnungsabteilung! Wäre also dann bald online abrufbar. Ich teilte mit, dass ich nun erst mal die Abschlagszahlungen einstellen werde, bis meine Abrechnung da ist. Keine Reaktion.
Am 12.04. dann flatterte auf dem Postweg die 1. Mahnung rein. Komisch, das klappte ja echt zügig. Ich rief wieder die Hotline an, erklärte der Dame, dass ich nicht eher zahle, ehe meine Abrechnung fertig ist. Sie sagte mir wieder, sie wäre ja schon in der Rechnungsabteilung, dürfte ja nur noch einige Tage dauern. Also, ja, da ist mir ja einiges klar, anscheinend hat HitEnergie eine andere Zeitrechnung, was zwei Wochen angeht, die sind dort eher in 2-3 Monate definiert.
Ich gab dann auch auf, dort anzurufen. Die Mitarbeiter im Service-Center können eh nicht mehr online sehen, als das was mir auch zur Verfügung steht, wenn ich mich auf der Internetseite einlogge. Und Notizen/Mitteilungen von denen scheinen ja genauso viel zu bringen wie Mails, die ich schreibe. Am 05.06. flatterte nun die nächste Mahnung ein. Forderung 309,48€.
Ich rief also mal wieder die Hotline an und ein Wunder, der Mitarbeiter sagte mir, meine Jahresabrechnung sei nun erstellt und wäre verfügbar. Nö, nix. Online war sie noch nicht zu sehen. Er lief also mit dem Telefon in eine andere Abteilung, um zu fragen, wann ich die einsehen könnte. Innerhalb von 24h sollte sie freigeschaltet werden, er könnte sie auch noch nicht einsehen.
Nun gut, gestern Abend dann konnte ich sie endlich öffnen und was sah ich: 392€ zu viel bezahlt, direkt verrechnet mit meinen Abschlägen von 72€, die ich trotz meines wesentlich wenigeren Verbrauches weiter zahlen sollte. Am Ende des Jahres hätte ich also wieder einen Überschuss von min. 300€ bezahlt! Ich rief also wieder mal im Service-Center an, fragte, wieso meine Abschläge nicht reduziert wurden. Sie sagte, sie weiß es auch nicht, leite es aber weiter. Irgendwann ist das Maß voll.
Können die Mitarbeiter in diesem Service-Center, was meiner Meinung nach den Namen nicht verdient hat, überhaupt irgendetwas anderes, als einem Märchen zu erzählen, einen hinzuhalten und zu vertrösten? Sie konnte mir keine Telefonnummer, keine E-Mail Adresse von der Abteilung oder vom Geschäftsführer geben. Wollte aber mal wieder einen Vermerk machen! Und sagte, dass erst nach dem zweiten Jahr eine Abschlagszahlung reduziert wird. Außerdem müsse ich ja eh 1 Cent mehr pro Kwh bezahlen, wegen Ökostrom. Sind 1 Cent bei 1500kwh 390€? Als ich noch einmal nach ihrem Namen frage, wurde sie frech, und meinte, den hätte sie mir ja am Anfang gesagt. Ich konnte sie eh so schlecht verstehen und fragte, ob sie buchstabieren könnte. Netter wurde sie nicht, eher noch pampiger. Ich habe im Übrigen alle Namen der Mitarbeiter notiert.
Die Kündigung steht eh fest, zum Dezember komme ich aus diesem Vertrag raus und weg von ExtraEnergie. Vom Neukundenbonus habe ich auf meiner Rechnung auch nix gesehen, man wird also mit super Angeboten gelockt und am Ende hat man nur Stress, sieht nix vom Bonus und muss noch hinter seinem zu viel bezahlten Geld her rennen. Während schön mit meinem Geld gewirtschaftet wurde und ich nix von Zinsen gesehen habe, hätte ich am Ende ja noch in die Röhre geguckt, wenn das Unternehmen dicht gemacht hätte.
Wäre schön, mal eine anständige Stellungnahme zu bekommen und dass das Service-Center mal seinem Namen gerecht werden würde.
Mein Fazit, ich gehe lieber wieder zur RWE zurück, zahle etwas mehr (wenn's überhaupt so ist) und weiß, dass ich dort auch wirklich Service bekomme. Abrechnungen liegen nach maximal einem Monat vor und das überschüssige Geld wird einem direkt auf der Stelle zurück gezahlt oder verrechnet, wie man's eben wünscht. Die Mitarbeiter sind kompetent und freundlich. Von "billiG" Stromanbietern lasse ich jedenfalls die Finger.
Bestell-/Kundennummer: D00261384
Meine Forderung an ExtraEnergie:
Vorzeitige Vertragsauflösung, Anpassung der Abschläge an meinen realen Verbrauch, Neukundenbonus?
Antwort auf die Beschwerde vom 06.06.2012
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihren Eintrag.
Wahrscheinlich lag Ihr Jahresverbrauch unter dem Verbrauch den Sie uns bei Vertragsabschluss gemeldet hatten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Abschlagshöhe erst ab einer signifikanten Abweichung anpassen: Abweichungen über einen bestimmten Schwellenwert hinaus führen bei der Berechnung der neuen Abschlagshöhe zu Anpassungen nach unten. Liegt die Abweichung noch innerhalb des Toleranzbereiches, werden sie als Schwankungen bewertet, die sich im Folgejahr z. B. aufgrund von veränderten Wetterbedingungen oder individuellen Schwankungen pro Haushalt durchaus wieder in die andere Richtung entwickeln können. Wenn der Abschlag dann bereits gesenkt worden wäre, könnten evtl. hohe Nachzahlungen auf Sie zukommen.
Mit freundlichen Grüße
Ihre ExtraEnergie
kommentare und trackbacks 16
Hallo,
machen Sie sofort die RE selbst (mit Boni+Frei-Kw), entziehen die Einzugsermächtigung, legen neue Abschläge selber fest + selber zahlen (bei erneutem Einzug sofort zurückbuchen lassen! ), und alles mit nettem Ablauf-Schreiben per Einschreiben (mit R) dahin.
Gruß Wolf
Beim Bund der Energieverbraucher habe ich den Artikel "Neuer Tarifrechner verspricht Transparenz" - es handelt sich hierbei um die HausPilot GmbH - entdeckt:
www.energieverbraucher.de/de/Energiebezug/Strom/Wechsel-des-Stromanbieters/Strompreisvergleiche-im-Internet__504//ContentDetail__12694/
www.hauspilot.de/privatkunden/index.html
Zitat: "Bei ihm haben nur seriöse und gute Anbieter eine Chance auf die begehrten vorderen Plätze. Verbraucher sparen sich damit eine Menge Recherchearbeit: Hauspilot wirbt damit, die Angebote der Energiekonzerne vorab zu sieben und irreführende Angaben gegebenenfalls zu korrigieren. "
Ich habe es ausprobiert: die Energielieferanten, die mich solche Nerven kosten und von mir auf die Einhaltung von geschlossenen Verträgen, Gesetzen und den AGB hingewiesen werden müssen, erscheinen im Preisvergleich von HausPilot GmbH in meinem Postleitzahl-Bereich nicht!
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Danke für die viele Hinweise.
Ich hatte zwei Mal die Abschläge zurückgebucht, die Rückbuchungsgebühr wurde mir zur Last gelegt.
Danach hatte HinEngergie mich von selbst aus dem Lastschriftverfahren ausgeschlossen.
Auf meinem Anruf vom 6.06. habe ich auch noch keine Rückmeldung erhalten. Die Mitarbeiterin hatte ja versichert, das sie mein Anliegen weiter leitet (die Reduzierung der Raten).
Ich bin vor 1 1/2 Jahren über die seite verivox.de auf diesen Anbieter gekommen.
Für mich steht fest, nie nie wieder!
Es ist ohne Sinn, sich weiterhin mit dem netten Call-Center zu beratschlagen.
Warum machen Sie nicht alles selber?
Diesen Monat muss ich wegen der hohen Nachzahlung ja noch nichts überweisen. Im nächsten Monat kommt dann die gekürzte Rate.
Ich bin also dabei alles selber zu machen, man wird aber nochmal träumen dürfen; )
... aber besser nicht von Extraenergie träumen. ..
Als ehemalige Kundin habe ich zahlreiche schlaflose Nächte gehabt, weil mein Ärger darüber, dass ich meine vertraglich zugesicherten Rechte nur mit Rechts- / Zwangsmitteln erhalte, mich einfach nicht zur Ruhe kommen ließ. ..
Ich hoffe der Wechsel zum Netzbetreiber (RWE) klappt Ende des Jahres reibungslos.
"Ich konnte sie eh so schlecht verstehen"
- darüber muss ich nun schmunzeln, da ich den sehr ausgeprägten Dialekt der netten Call-Center Mitarbeiter/innen auch nur unter höchster Konzentration und gleichzeitiger Abschaltung sämtlicher Geräusche verursachender Geräte im Abstand von mehreren Metern zum Telefon verstehen konnte.
Aber eigentlich war es sowieso egal, was die sagten und was wir akustisch verstanden oder auch nicht verstanden, in meinem Fall stimmte es eh nicht, was die an Aus- und Zusagen von sich gaben. Ein Anruf bei der Zeitansage bringt mehr, da kriegt man wenigstens eine klare und verläßliche Auskunft!
Haben Sie gegen die Nichtanrechnung des Bonus Widerspuch eingelegt? Mit welcher Begründung wurde die Zahlung des Bonus abgelehnt?
Auf der Internetseite von Hitenergie heißt es bei dem Thema "Berechnung der Abschlagszahlungen"
www.hitenergie.de/service-center/abschlag.html
Zitat: "Die ------ jährlichen ------- Verbrauchskosten für unsere HitStrom- und HitGas-Tarife, geteilt durch die Anzahl der Abschlagstermine bis zur nächsten turnusmäßigen Jahresrechnung (11 Abschlagszahlungen + 1 Jahresrechnung) bilden die Berechnungsgrundlage der Abschlagsbeträge.
Der errechnete Bruttowert wird auf den vollen Betrag gerundet. Die Summe der jährlichen Verbrauchskosten ergibt sich aus Ihrem jährlichen Grundpreis und dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde. "
Ich bin kein Jurist, sondern Laie.
Trotzdem würde ich die Abschläge - wie von Hitenergie höchstselbst angegeben und im Beispiel auf der Internetseite dargelegt - auf der Grundlage des Jahresverbrauchs gemäß der letzten Jahresabrechnung von Hitenergie - wie im Kommentar vom 06.06.12 schon beschrieben - berechnen.
Da sich der Abschlag nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraums oder dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Kunden nach § 41 Absatz 2 Energiewirtschaftsgesetz richten MUSS, verstoßen doch nicht Sie gegen ein geltendes Gesetz / Recht, wenn Sie den Abschlag - nach vorheriger Mitteilung sowie Aufforderung an Hitenergie, den Abschlag entsprechend dem Vorjahresverbrauch zu berechnen / zu senken - nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraums berechnen (aktuellen Preis berücksichtigen) und zahlen sondern Ihr Vertrags"partner". ...
Aus Erfahrung lernt man bekanntlich, es zukünftig besser zu machen; und aus negativen Erfahrungen muss mann lernen, dann haben die negativen Erfahrungen wenigstens einen Sinn.
Ich würde nicht hoffen, dass der Wechsel klappt, sondern umgehend schriftlich beim Netzbetreiber anfragen, ob Hitenergie Ihren Zähler abgemeldet hat und wenn ja, zu welchem Termin.
Wenn Hitenergie Ihren Zähler noch nicht oder zu einem falschen Termin abgemeldet hat, würde ich zur Höchstform auflaufen. ..
Bei mir gab es definitiv nicht so viel Diskussion, denn dass ein Ruf beim Call-Center nix bringt, war wohl zeitig klar. Generell sehe ich mich als die eine Seite eines Vertrages, und wenn alle Fehler der einen Seite gemacht sind, ist eben die andere dran. Die Zeit, denen ein zinsloses Darlehen zu überlassen, habe ich nicht. Und so bin ich nicht ewig dabei, alles selber zu machen, sondern mache ALLES auf einen Schlag selber.
Dazu gehört eben einiges, ohne "vielleicht" und "warten wir mal ab". Da ist es geschehen, fertig. Hier gibts doch wirklich alle guten Ratschläge, man muss nur lesen und machen.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Am 04.07.12 wurde in der ARD in der Sendunge Plusminus der Bericht "Rückschau: Strompreise - Richtig billig funktioniert nicht mehr" gesendet.
Hierin hieß es unter anderem Zitat: ". . Plusminus läßt renommierte Wirtschaftsprüfer die Bilanzen und Finanzdaten einiger Billiganbieter prüfen.
Ergebnis: Der Versorger ExtraEnergie ist überschuldet, hat hohe Anzahlungen seiner Kunden erhalten und diese als Darlehen an seine Gesellschafterin weitergegeben – bedenklich. . "
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Die Antwort ist ja wohl wirklich lachhaft.
Bisher gab es keine Abschlagsenkungen, ja noch nichtmal eine Reaktion auf meine Emails oder ähnliches!
Haben sie überhaupt meinen Beitrag gelesen, anscheinend nicht.
Genau dieses Problem habe ich auch, ich habe fast 700 kWh weniger verbraucht und soll trotzdem die alte Abschlagshöhe bezahlen. Das habe ich 3 Monate gemacht (Feb-Apr), danach wurde mein Guthaben aus der Jahresabrechnung (nach 14 Wochen betteln erstellt, Euro 229,88) mit den Abschlägen verrechnet. Ab sep 2012 soll ich nun wieder zahlen. Aber ohne mich! Ich habe meine Abschläge gemäß meinem Verbrauch und dem, was ich bereits gezahlt habe berechnet und schriftlich (Einschr. /Rücksch.) an Hitstrom mitgeteilt. Mein Vetrag läuft noch bis 31.1.13. Den letzten Abschlag passe ich dann meinem bis dahin aufgelaufenen Verbrauch an. Die bekommen keinen Cent mehr als ich verbraucht habe. Sollen die mich doch verklagen, ich mache mir da keine Sorgen.
Was bedeutet ALLES-SELBER-MACHEN? Nicht nur Aufrechnung und dann wieder bittend bei EE vor der Tür zu stehen. Sondern das ZEPTER IN DIE HAND nehmen und nicht mehr abgeben.
Wenn ich dann in 1 h alles selbst gemacht habe, gibt es keine Notwendigkeit mehr, mit EE zu kommunizieren, denn ich bin am Steuer und ich mache.