Ich habe meinen Stromvertrag letztes Jahr (2011) zum Oktober gekündigt. Eine finale Abrechnung sollte folgen. Nachdem vier Monate verstrichen, habe ich mich beim Service-Telefon gemeldet. Die freundliche Dame sagte, es hätte Probleme mit der Systemumstellung gegeben, aber das Thema sollte in den nächsten Tagen erledigt sein (ist ja grundsätzlich kein Problem, schön wäre es gewesen, wenn man mal eine Info bekommen hätte).
Zwei Wochen später mein nächster Anruf, da sagte man mir, der Netzbetreiber hätte noch kein grünes Licht gegeben, was mich wunderte, also machte ich mich auf die Suche bei EON Netzbetreiber. Oh Wunder, es gab keine Schwierigkeiten und EON Bayern hat direkt bei Vertragsende die Freigabe an EON Bayern Vertrieb weitergeleitet.
Also wieder EON Bayern Vertrieb GmbH angerufen. Da konnte man mir sehr plötzlich auch mitteilen, dass seitens Netzbetreiber alles in Ordnung sei und die Abrechnung jetzt in den nächsten Tagen ausgestellt wird (das war März 2012). Ca. 4 Wochen später keine Rechnung und keine Info, also mal wieder am Servicetelefon. Erst wollte man mir etwas von einer Freigabe Netzbetreiber erklären, dann mit Systemumstellung und schließlich würde die Rechnung nun händisch bearbeitet werden.
Bei meinen nächsten Anrufen die selben Aussagen, woraufhin ich den Damen am Telefon gesagt habe, ich möchte eine Beschwerde einleiten, die sie auch laut ihrer Aussagen weitergeleitet haben wollen. Nächstes Wunder, ich bekomme Mitte Juni eine Dame ans Telefon bei der Servicenr., die erklärt mir, dass im System keine Beschwerde verzeichnet ist und dass dadurch wahrscheinlich auch nicht viel passiert ist. Sie würde allerdings alles jetzt sofort in die Wege leiten mit Rechnung, Beschwerde etc.
Zwei Wochen später mein nächster Anruf, die Dame vom letzten Gespräch war weder bekannt noch erreichbar und natürlich nichts von Beschwerde oder Ähnlichem. Daraufhin habe ich am 23.5. einen Brief an EON Bayern Vertrieb GmbH Landshut geschrieben mit der Aufforderung einer Erklärung innerhalb von 14 Tagen. Auch diese ist anscheinend im Nirwana verschwunden, in den heiligen Hallen der EON Bayern Vertieb GmbH mit Systemumstellungsproblemen und Servicetelefon, bei dem neben falschen Versprechungen auch den Mitarbeitern eine Weiterverbindung zu einer verantwortlichen Person untersagt ist.
Jetzt habe ich im Internet gelesen, dass ich nicht der Einzige bin, dem es bei EON Bayern Vertrieb so ergeht bzw. ergangen ist. Da ich auch schön hohe Abschlagszahlungen geleistet habe und mehrere hundert Euro Rückzahlung erwarte, frage ich mich inzwischen, ob ich jemals freiwillig eine finale Abrechnung bekommen hätte (bzw. bekommen werde), wenn ich mich nicht selber darum gekümmert hätte bzw. leider weiterhin tun muss?
Ist schon ein sehr trauriges Bild, was da abgegeben wird, seitens EON Bayern Vertrieb GmbH.
Bestell-/Kundennummer: ehemalige Vertragsnr: 200107010717
Meine Forderung an E.ON Bayern:
Finale Stromabrechnung
Antwort auf die Beschwerde vom 18.06.2012
Sehr geehrter Herr Kneifel,
wir verstehen, dass Sie sich über uns ärgern. Dafür bitten wir Sie in aller Form um Entschuldigung. Heute haben wir auch eine gute Nachricht für Sie: Ihre Schlussrechnung ist auf dem Weg zu Ihnen.
Und Sie haben Recht, dass eine derartige Verzögerung nicht vorkommen sollte. Es entspricht definitiv nicht unserem eigenen Anspruch an Servicequalität. Wie Sie schon geschrieben haben, liegt die Verspätung auch an der Umstellung unseres Abrechnungssystems. Nach so einer großen IT-Umstellung machen wir immer umfassende Qualitätsprüfungen. Denn unser Anspruch ist, so schnell wie möglich eine fehlerfreie Rechnung auf den Weg zu Ihnen zu bringen. Wir versichern Ihnen, dass die Verzögerung nicht mit dem Ergebnis (Guthaben oder Nachzahlung) zusammenhängt.
Wir hoffen, dass die Angelegenheit damit für Sie erledigt ist.
Beste Grüße
Ihr E.On Vertrieb
kommentare und trackbacks 1
Für mich überraschend schnell hat sich jetzt die finale Abrechnung von EON Bayern Vertrieb GmbH bei mir im Briefkasten eingefunden und das Geld wurde auch bereits überwiesen.
Danke hierfür an die Damen und Herren vom Servicemanagement, die anscheinend mehr bewegen können als die Mitarbeiter am Servicetelefon.
Leider scheint erst der öffentliche Druck bzw. die Veröffentlichung meiner Beschwerde hier im Internet notwendig gewesen zu sein, um das Rad zum Laufen zu bekommen.
Danke somit auch an die ReclaBox für die Bereitstellung einer solchen Plattform.