Liebe DEUTSCHE POST,
Rheinfelden in Baden (Baden-Württemberg) ist so weit von der Zivilisation entfernt, dass der Transport von Briefsendungen, wie Einschreiben m. Rückschein international, mit der Postkutsche in zwei Tagen bis nach Frankfurt transportiert werden muss. National dauert das nur zwei Tage, bis man den Rückschein zurück hat.
Hierzu kann man nur den Kopf schütteln und sich fragen, wie wir die Zukunft auf die Reihe bekommen sollen, wenn so kleine Dinge, wie ein Brief so lange Wege beschreiten müssen.
Bis zum Abschicken dieses Einschreiben mit R. intern. /Eigenhändig/Priority nach Portugal habe ich aus dem Internet über die Seite www.deutschepost/globalmail/land-fuer-land die Transportbedingungen heraus gesucht und wollte dazu auch noch Eil-international buchen. Da ich Online nicht registriert war, musste der Brief über die Postfiliale gesendet werden. Hier begann das Chaos.
Dem Postangestellten am Schalter habe ich erklärt, was ich alles rausgesucht habe und welche Versendungsformen ich mit dem Einschreiben buchen will. Nichts da, das Angebot ist zwar da, aber dieses kann wegen der Software-Vorgabe im Schalterrechner nicht eingegeben werden. Da ist nur eine einfache Möglichkeit zu gelassen.
Kundenwunsch: Einschreiben mit Rückschein international, Eigenhändig, Eil-international und alles mit Sendungsverfolgung, ich kam dann noch mit Wertbrief und das war auch nicht möglich. Habe, um das Online zu testen, mich bei PostKIT registriert und siehe da, es geht es auch nicht. Eine Eilsendung als Einschreiben und Empfängerunterschrift ist etwas ganz exotisches und stellt man sich vor, in dem Brief ist auch noch etwas Wertvolles als Inhalt. Alles das ist als Portkosten zu rechnen, wird aber wegen der beschränkten Vorgaben nicht angeboten.
So, das Einschreiben war am 27.6.2012 um 12:00 Uhr bei dem einzigen Postamt in unserer 36000 Einw. Stadt eingeliefert worden. War nun soweit zufrieden, wenigstens habe ich Sendungsverfolgung. Am 27.6. keine Nachricht, wo der Brief ist. Am 28.6 um 12:17 Uhr das die Sendung in der Postfiliale eingeliefert wurde. 24 Stunden später als laut Beleg. Am 29.6. ist der Brief dann schon in Frankfurt auf den Weg nach Portugal zu Weiterbeförderung gestellt worden. Warum hat die Sendung einen Tag sich nicht bewegt. Hätte ich das Einschreiben online ausgestellt, und/oder hätte ich dieses in den Briefkasten vor dem Postamt gesteckt, wäre er schon weiter gewesen. Wir haben hier am Nachmittag ja zwei Leerungen. Sollte auch abgeschafft werden, spart wieder eine Arbeitskraft und Kosten. Ich verstehe das nicht.
So, weil es so schön ist, gleich noch das Nächste: Eine Paketsendung, in dem Fall eine Rücksendung eines Artikels, der am Vortag mit DHL angekommen war, sollte zurückgeschickt werden. Paketgröße 125x20x20 und 5,5 kg Gewicht war durch den Versender für 7,95 Euro Porto berechnet, dieses sollte bei der Rücksendung 26,90 Euro kosten. Begründung, es handelt sich hier um ein Sperrgut. 6,90 Euro kosten die Pakete bis 10kg und den Maßen 120x60x60. Das Paket ist 5 cm zu lang und ist deshalb ein Sperrgut und kostet 20,-Euro Aufschlag. Trotz meiner Belehrung des Schalterangestellten, dass hier das Kleingedruckte Gurtmaß gilt (Max. Gurtmaß = L + 2x Breite + 2x Höhe für DHL Pakete bis 10kg innerhalb Deutschlands und in die EU: 300 cm), ist mir die Berechnung für ein normales Paket nicht abgenommen worden. Hab mir dann vom Lieferanten ein Retoureschein ausstellen lassen und das Paket versendet. Wie kann das angehen, dass ich als Kunde, dem Personal sagen muss, wie es richtig ist.
Bestell-/Kundennummer: E Int Eig RSch - RT158816121DE - nach PT
Meine Forderung an Deutsche Post:
Antwort und Stellungnahme
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 4
Weil Sie ein Besserwisser sind, meinen Sie die "Postangestellten" belehren zu müssen.
Zumindest in Bezug auf die Definition "Sperrgut" haben Sie eben nicht recht. Wenn eines der Maximalmaße überschritten ist (120,60,60) ist das Paket als Sperrgut zu deklarieren und entsprechend zu bezahlen. Wenn das Gurtmaß überschritten wurde, handelt es sich auch um Spergut und zwar auch dann, wenn alle Einzelmaße unterhalb der Sperrgutgrenze (z. B. 110x50x50) sind.
Zu Ihren anderen Themen will ich mal nichts sagen. Ich denke mir nur meinen Teil.
Ich habe am 22.06. ein Einschreiben an einen Empfänger innerhalb der Stadt eingeliefert. Laut Sendungsverfolgung hat der Brief immer noch nicht den Empfänger erreicht, sondern befindet noch heute in der Zustellung.
Alles ganz normal.
Habe die Deutsche Post dito angeschrieben und auch die Bundesnetzagentur, die als Aufsichtsbehörde für die Post zuständig ist. Die BNA hat das an die DP weitergeleitet. Nun heisst es warten.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist gelöst