Eine schwer krebskranke Bürgerin Berlins, schwere Allergikerin, erhält nach großer Krebsoperation nun seit Wochen Chemotherapie.
Eine riesige Akazie ragt aus einer öffentlichen Grünfläche weit in das Grundstück der Kranken und überschüttet das komplette Grundstück mit tausenden Akazienblüten. Die allergische Reaktion auf die Blüten "akute Atemnot".
Neben ihrer Krebserkrankung und den Nebenwirkungen der Chemotherapie leidet die geplagte Frau nun auch an allergisch bedingter, schwerer Atemnot aufgrund des massiven Blütenabfalls der Akazie auf das Grundstück der Kranken! Einen Brief der Kranken mit der Bitte um Unterstützung hat Bürgermeister Wowereit im Tenor beantworten lassen: Es tue ihm leid, aber das Wohngebiet sei eine begrünte Region, und deshalb müsse die Kranke das eben hinnehmen und aushalten.
Menschenrechte und Gesundheitsgründe fallen unter den Baum und er lässt sie in ihrer Not alleine. Wer braucht so einen Bürgermeister?
Meine Forderung an Bürger in Berlin-Rudow:
Der Baum muss zurückgeschnitten werden, damit die Blüten, Blätter und morschen Äste nicht auf das Grundstück der Kranken fallen und sie wieder durchatmen kann.
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Man sollte da auch als Adressaten den Berliner Senat oder Herrn Wowereit angeben, und nicht Bürger in Berlin. So schwer kann das doch nicht sein!
So tragisch die Geschichte auch ist, hier hilft nur ein Umzug.
Ich reagiere empfindlich auf Autoabgase. Ich fordere die Vernichtung sämtlicher Fahrzeuge in meinem Umkreis!
Die Vorkommentatoren machen es sich hier wiedereinmal sehr leicht. Über Allergien genauso wie Rheuma oder Gicht lachen immer alle, bis sie irgendwann selbst betroffen sind. Meine Erfahrung mit diesem Thema. So ohne weiteres läßt sich ein Beseitigungsanspruch nicht vom Tisch wischen, da hier eine besondere Härte vorliegt. Am Ende würde wohl ein Gericht entscheiden. Wie das Ausgeht ist kaum zu prognostizieren. [...] PS. Die Pollen von Akazien, Birken und Ambrosia sind sehr potent im Vergleich mit den meisten anderen Pflanzenarten. Deshalb sollen bei Neugestalltung von öffentlichen Anlagen in Wohngebieten KEINE Akazien und Birken mehr gepflanzt werden. Das Thema ist leider noch nicht bei allen Landschaftsarchitekten auf dem Radar.
@Ludwig: Natürlich ist das keine angenehmen Situation für die Anwohnerin und sie darüber auch noch lustig zu machen, halte ich auch für vermessen.
Aber ich denke auch, daß man nicht mal eben so eine Akazie, noch dazu auf einer öffentlichen Anlage, fällen wird, nur weil eine Person allergisch reagiert auf die Pollen und dies sich noch negativer auf ihren gesundheitlichen Zustand auswirkt. Mal ganz abgesehen davon, daß dies ja auch nicht 365 Tage im Jahr der Fall ist.
Ich bin kein "Rechtsverdreher", aber mir fällt da nur Artikel 14GG ein. Absatz 2, glaube ich, besagt. .. wenn das Interesse der Allgemeinheit über dem Interesse des Einzelnen steht.
Und dies ist meiner Meinung nach der Fall und vermutlich würde so auch ein Gericht argumentieren.
Ihr Rat, Kupfernägel in den Stamm zu schlagen, ist im übrigen auch nicht angemessen und außerdem wird die Akazie dort auch nicht erst seit gestern stehen.
Die Sache mit den Kupfernägeln, lieber Ludwig, fällt leider in den Bereich der sogenannten "urbanen Legenden". Davon abgesehen bin ich auch gegen diverese Dinge hochallergisch. Ich habe allerdings noch nicht ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, zu beantragen, alle Birken, Gräser und Katzen abzuschaffen im Interesse meines eigenen Wohlbefindens.Es kann halt in einer Gesellschaft aus Millionen Bürgern nicht auf jeden Einzlnen Rücksicht genommen werden.
Als nächstes wird von den Wespen- und/oder Bienengiftallergikern noch ein Überflugverbot über Ihrem Grundstück erwirkt?