Es handelt sich um die Jahresabrechnung 2010/11, da wurde festgestellt, dass mit den Zählern etwas nicht in Ordnung sei. Zur Erklärung, es handelt sich hierbei um Zähler für Heizstrom mit Hoch- und Niedertarif. Nach Einreichen der Ablese Karten (Ablesedatum Juni 2011) wurde also festgestellt, dass da etwas nicht stimmen kann.
Mir ist schriftlich mitgeteilt worden, dass zur Klärung des Fehlers ein Techniker vorbeigeschickt wird. Dieser ist dann im August erschienen und hat festgestellt, dass die Zähler irgendwann auf Hochtarif stehengeblieben sind, meiner Schätzung nach und das vom Stromverbrauch so ca. 9 Monate. Er hat mir mitgeteilt, dass er es weitergibt zur Bearbeitung. Dann fing es erst an, oder auch nicht.
Noch kurz gesagt, seit dem Ablesedatum wurde mir keine Abschlagszahlung mehr abgebucht bis zu heutigem Datum, jetzt mittlerweile ja schon 16 Monate, ist ja soweit nicht schlecht.
Mitte Oktober habe ich dann angefangen, mich per Email zu erkundigen, wie es weitergeht, da ich bis dahin noch keine schriftliche Mitteilung erhalten habe, was überhaupt defekt ist.
Antwort auf das Mail:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihre E-Mail haben wir erhalten. Vielen Dank dafür.
Es liegt uns viel daran, Ihre Anfrage zeitnah zu klären.
Da wir Ihr Anliegen mit der entsprechenden Sorgfalt bearbeiten möchten, bitten wir Sie noch um etwas Geduld.
Für Ihr Verständnis bedanken wir uns.
Freundliche Grüße
Ihre E.ON Bayern Vertrieb GmbH
Das ging noch 2-mal so, bis sich dann kurz vor Weihnachten 2011 wieder ein Techniker telefonisch angemeldet hat, er kam vorbei, stellte fest, die Zähler seien defekt und wechselte sie aus. Er sagt, er gibt den Zählerwechsel der zuständigen Abteilung weiter.
Ende Februar 2012 dann endlich der Brief mit der Jahresrechnung. In der Rechnung stand, dass ich 1303 € zu zahlen habe, das ist der Betrag für die acht Monate, wo mir nichts abgebucht wurde, das ist soweit OK. Nur ich müsste die nächsten drei Monate eine Abschlagszahlung von 670,0 €, je Monat entrichten, was mir vollkommen absurd vorkam. Also, ab ans Telefon und den E.ON Bayern Vertrieb angerufen, der Mitarbeiter hat dann auch, nach langem hin und her, festgestellt, dass da was nicht in Ordnung ist, und hat die Rechnung storniert und es wird sich darum gekümmert, anscheinend ging der Bescheid vom Techniker noch ab. Ende März wurden mir dann die 1303 €, ohne dass ich irgendwie benachrichtigt wurde, abgebucht. Ich also wieder ans Telefon, mit dem Mitarbeiter alles geklärt, das geht anscheinend automatisch so, und er kümmert sich darum, das Geld habe ich wieder zurückgebucht.
Im Mai habe ich dann die „Korrektur das Jahresrechnung“ erhalten. Da sind dann Beträge aufgetaucht, mit denen ich überhaupt nicht zurecht kam. Ich also wieder ans Telefon, mit Mitarbeiter viel bla bla gemacht und er kümmert sich um alles, er versprach mir, ich bekomme erst wieder was, wenn alles in Ordnung ist.
Ein paar Erkundigungen und ebenso viele Antworten (siehe oben) per Mail weiter, was ich mittlerweile als absolute Frechheit halte, da bei mir die Worte „zeitnah“ und „Sorgfalt“ etwas anders bedeuten, oder?
Jetzt im August bekam ich Nachricht, dass ich mich telefonisch melden solle, die Sachlage zu besprechen. Ich also wieder ans Telefon, mit Mitarbeiterin wieder alles durchgekaut und dann der Hammer, ich sollte mich mit dem Netzbetreiber (E.ON) in Verbindung setzen, da ihnen noch irgendwelche Angaben fehlen.
Ich fragte nach wieso ich? Antwort: Sie dürfen das nicht! Ich? Was bitte soll das?
Also Telefonat mit Netzbetreiber – wieder viel bla bla, sie schicken alles nochmal an den Vertrieb.
Ich: „Klären sie das doch untereinander.“ Antwort: das DÜRFEN sie nicht!
Wie bitte soll ich unter solch katastrophalen Umständen jemals eine ordnungsgemäße Rechnung erhalten, wenn die einzelnen Abteilungen nicht miteinander kommunizieren? Ich werde also noch ein paar Monate, wenn nicht Jahre, auf meine Rechnung warten.
Das ist die Kurzform, ich konnte hier meinen Emotionen leider keinen freien Lauf lassen. Nur schade, dass man den Heizstrom nicht einfach so wechseln kann.
Ich warte gespannt auf eine Antwort von E.ON, aber was sollen sie antworten, da sie ja untereinander nicht kommunizieren dürfen. Wie sollen sie dann wissen, was los ist? Blamabel für so einen großen Konzern.
Bestell-/Kundennummer: Vertragskonto 282 015 893 660
Meine Forderung an E.ON Bayern:
Ich weiß nicht, was man da noch fordern soll, am besten wir vergessen die Jahresrechnung und fangen ab Juni 2012 neu an!
Antwort auf die Beschwerde vom 10.10.2012
Lieber Herr A.
es tut uns leid, dass Sie so viel Ärger mit uns haben. Wir bitten Sie dafür in aller Form um Entschuldigung.
Die Aussage, dass wir nicht mit dem Netzbetreiber sprechen dürfen, ist falsch. Da haben Sie Recht. Selbstverständlich dürfen Klärungen zwischen den beiden getrennten Unternehmen erfolgen. Und das ist in der Zwischenzeit auch geschehen.
Uns liegt die sogenannte Defektumrechnung des Netzbetreibers vor. Sie erhalten von uns auf Basis der korrigierten Zählerstände auch eine neue Rechnung. Bitte haben Sie noch etwas Geduld.
Wir versichern Ihnen, dass wir uns um alles kümmern und uns bei Ihnen melden.
Beste Grüße
Ihr E.ON Vertrieb
kommentare und trackbacks 4
Wie in der Antwort zu lesen ist, muss ich mich noch etwas Gedulden, also wird sich das ganze noch eine weile hinziehen.
Leider hat sich E.ON weder telefonisch noch schriftlicht bei mir gemeldet, bin mal gespannt, wenn ich mir mit der Zahlung so lange Zeit lasse, wieviel Geduld das sie haben?
Sie haben es geschaft, habe am 27.10.2012 meine korrigierte Jahresrechnung erhalten. Sogar ein Entschuldigungsschreiben mit einer kleinen Aufwandsentschädigung. Es geht doch, aber sowas darf einfach nicht sein.
Die Reclabox ist auf alle fälle eine super Sache und ist weiterzuempfehlen, da es diesen Fall, denke ich, doch beschleunigt hat.