Von Zufall kann hier keine Rede mehr sein, ich unterstelle E.ON Mitte nunmehr mutwillige Manipulation zu Lasten des Endverbrauchers und werde mich auch nur schwer von dieser Meinung abbringen lassen. Etwaige Klage seitens E.On Mitte gegen mich, wegen dieser Behauptung stehe ich vollkommen tiefenentspannt entgegen und vertraue hier dem Deutschen Rechtsstaat.
Mein Fall hat eine lange Vorgeschichte, weshalb ich eben nicht mehr an den "Zufall" glauben mag. Alles würde sicherlich den Rahmen hier sprengen, weshalb ich nur einige "Zufälle" hier anspreche, selbstverständlich bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung sämtliche Fakten niederlegen werde.
Von meinem derzeitigen Stromlieferant bekam ich gestern Post. Es war eine Korrekturrechnung. Erfasst wurde bisher der Zeitraum 19.08.2011-04.09.2012 was ja nun bekanntlich etwas mehr als ein Jahr ist. In dieser Zeit wurden 2633 kWh verbraucht. Angeblich fehlten, ich komme weiter unten im Text darauf weshalb angeblich, die Verbrauchsdaten vom 01.08.2011-18.08.2011. Es handelt sich hierbei um 17 Tage. Diese Daten hat nun laut meinem Anbieter Econsum die Firma E.On Mitte übermittelt. Betonen möchte ich an dieser Stelle, dass in diesem Zeitraum der 17 Tage niemand der Firma E.On bei mir im Haus war. Die Daten wurden demzufolge geschätzt. Sage und Schreibe 4418 kWh soll ich nun in gerade mal 17 Tagen verbraucht haben. E.On Mitte nennt dieses im Kleingedruckten übrigens "rechnerisch ermittelter Zählerstand". Liebe E.On für Mathe bekommt ihr von mir eine saube 6, Null Punkte, setzen!
Ihr geht also von einem Stromverbrauch von 94857 kWh (4418/17*365) aus? Da kann ich ja gerade noch froh sein, dass ihr nur 17 Tage korregiert habt und ich somit nun lediglich 821,37 Euro dafür nachzahlen soll. Glück gehabt, hättet ihr ein Jahr korregiert wäre ich doch bei 17635 Euro Nachzahlung gelandet. Ich betone Nachzahlung, meinen ordentlichen monatlichen Abschalg bezahle ich als guter Kunde immer pünktlich ohne Probleme. Und wenn ihr jetzt glaubt, dass dies ein Einzelfall ist, sowas wird jedenfalls gerne bei E.On als Einzelfall entschuldigt, so ist es dies nicht. Eine befreundete Familie zahlt seit Monaten über 800 Euro monatlichen Abschlag, übrigens auch dieser Zählerstand wurde "rechnerisch ermittelt". Anrufe und Einschreiben monatelang vergebens. Zum Glück können sie sich ihren Wahnsinn noch leisten, da er als Arzt ihre "mathematische Berechnung" glücklicherweise über hat. Was ist aber mit Normalverdiener? Habt ihr darüber euch schon einmal Gedanken gemacht?
Weiter in meinem Fall: Auch bei mir habt ihr Glück gehabt, auch ich könnte mir die Nachzahlung von 821,37 Euro leisten. Werde ich aber nicht, garantiert. Und im Gegensatz zu euch stehe ich zu meinem Wort.
Fakt ist, der Zählerstand war am 31.07.2011 54527 Einheiten. An dieser Stelle möchte ich freundlichst auf Ihr Schreiben vom 02.03.2011 verweisen und erlaube mir, dies auszugsweise zu zitieren.
Nette Überschrift: "Bitte entschuldigen Sie- wir wollten Sie nicht verärgern! "
In dem Schreiben geht es um die Abrechnung vom 17.08.2010. Diese war- wie sollte es anders sein, falsch. Warum: Rechnerisch ermittelter Zählerstand. Ich brauche Ihnen wohl kaum mitteilen, dass Fax, Einschreiben, Telefonate geführt wurden und dieser Zählerstand nachweislich vorlag, leider aber wie hieß es so schön am Telefon: "Sie haben derzeit ein Problem mit Ihrem Abrechnungsprogramm". Das derzeit finde ich wirklich passend. Ich weise Sie damals noch freundlich am 31.05.2010 auf die Fehler hin und bekomme "schon" am 02.03.2011 die richtige Abrechung. Ebenfalls möchte ich an dieser Stelle daran erinnern, dass ich trotz Rüge Ihrer falschen Abrechnung Mahngebühren bis hin zur Sperrandrohung unserer Anschlüsse (natürlich mit dem freundlichen Hinweis auf weitere Kosten) zahlen oder in Kauf nehmen sollte. Ihre damals noch kostenpflichtige Telefonhotline schmeißt einen nach 20 Minuten aus der Leitung, da diese; wieder "derzeit" belegt ist. Immerhin haben Sie es nach 9 Monaten geschafft, nachdem ich einen ganzen Aktenordner mit ihren fehlerhaften Schreiben hatte, unzähle Schreiben, Telefonat geführt habe, eine richtige Abrrechnung zu erstellen. Obwohl richtig es ja auch nicht, wenn Sie sich für: "Wir wissen, dass wir Sie in den letzten Monaten mit unserem schlechten Servive enttäuscht haben. Die von Ihnen erlebte Servicequalität entspricht werder dem Niveau, noch dem Standard, den wir uns selbst gesetzt haben". Ist klar.
Bereits am 29.09.2010 hatten Sie schriftlich den Fehler eingeräumt. Zitat“ Die Korrektur Ihrer Schlussrechnung vom 31.10.2010 nehmen wir mit sofortiger Wirkung…vor. “ Sofortige Wirkung sind dann 4 Monate für die Abrechnung. Warum bleibt wohl für immer Ihr Geheimnis.
Ich selbst bin Unternehmer, würde ich mich so meinen Kunden gegenüber verhalten, hätte ich keine mehr. Wohl dem der nicht im Wettbewerb steht und sich derartiges Verhalten, aufgrund fehlenden Wettbewerb leisten kann.
"Für die entstanden Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns nochmals ausdrücklich bei Ihnen. Als kleinen Ausgleich legen wir diesem Schreiben noch eine Tankkarte im Gegenwert von 10,- Euro bei. "
Nun wollten Sie mich doch wirklich richtig verarschen, oder? Ich bin nicht undankbar und würde behaupten, dass mehrere Stunden kostenpflichtige Telefonate, unzählige Einschreiben und Ihre "freundlichen" Drohbriefe mit 10 Euro etwas lächerlich entschuldigt sind. Nein, die Geste ist das was zählt. Eine kleine Aufmerksamkeit und eine Entschuldigung. Herzlichen Dank. Dass die Tankkarte selbstverständlich und das nachweislich nicht in diesem Schreiben enthalten war und auch später niemals zugestellt wurde brauche ich Ihnen wohl nicht erzählen. Streng genommen ist dies übrigens Steuerbetrug, wenn Sie auf Endverbraucher Tankkarten buchen, diese aber dem Endverbraucher nicht übergeben. Mal eine dumme Frage, Energie ist teuer. Aber verdient man bei E.On derart schlecht. Oder war es mal wieder einer dieser unzähligen Zufälle. Ich fühlte mich latent verarscht, der Leser wird es wohl nachvollziehen können.
In der Abrechnung vom 26.09.2011 zeigten Sie dann wieder Ihre wirkliche Kompetenz. Der Zählerstand zum 17.06.2011 wurde „rechnerisch ermittelt“. 50157 Einheiten sollen es gewesen sein. Nach einem wirklich unfreundlichen Anruf meinerseits bei Ihrer „Servicehotline“ wurde dieser dann am 28.09.2011 auf den richtigen Wert: 53854 korrigiert. Wieder Zufall, ist klar… Ich erkenne ehrlich gesagt keine Verbesserung oder nur ansatzweise, dass Sie Ihrem Entschuldigungsschreiben Taten folgen lassen. In den beiden Schreiben von Ihnen vom 26.09.2011 sowie 28.09.2011 wurde aber auch etwas Richtiges geschrieben. Der Zählerstand zum 31.07.2011 versehen mit der Fussnote 13 (13 Abgelesener Zählerstand zum Ende des Berechnungszeitraums) 54527 Einheiten.
Meine Frage und Forderung: Wie kommen Sie nun ein Jahr später dazu meinem Anbieter Econsum den Zählerstand 01.08.2011 von 50364 Einheiten mitzuteilen. Werfen Sie mir nun Betrug vor, dass ich den Zähler rückwärts gedreht habe, oder wie erklären sie sich, dass auf unserem Zähler über Nacht nun angeblich 4163 Einheiten fehlen, die bereits bezahlt sind? Sie sollten Ihr mathematisches Programm dringend korrigieren, sodass maximal ein bereits abgerechneter Wert zugrunde gelegt werden kann.
Wie kann es zudem sein, dass ich heute, als ich sowohl mit E.On Mitte als auch E.On Vertriebt, die Taktik ist gut; man kann immer sagen es sind zwei Firmen und die andere hat den Fehler gemacht, meine Daten nicht vorliegen. Hier wird mir fröhlich offeriert, man habe am 31.07.2011 gar keinen zur Ablesung bei mir gehabt, deshalb seien die Daten „errechnet worden“. Stimmt, die Person war am 18.08.2011 da und nun mal nicht täglich, da Sie bei uns nicht wohnt, sondern einmal jährlich. Bei beiden Gesprächspartnern wurde mir erklärt, meine Daten würden nicht vorliegen. Werfen Sie mir nun zudem noch Urkundenfälschung vor, indem ich Schreiben von Ihnen gefälscht habe und diese Werte da selbst eingefügt habe?
Ich fordere sie letztmalig auf, den richtigen Zählerstand zum 01.08.2011 in Ihrem System zu hinterlegen und diesen der Firma Ecomsum zu übermitteln. Ferne wäre es sehr freundlich, wenn Sie mir ansatzweise erklären könnten, wie man es hinbekommt fortlaufend immer wieder falsche Zahlen und Daten zu verwenden und wann Sie gedenken dies zu unterlassen.
Als Frist hierzu habe ich mir den 05.11.2012 notiert. Ich behalte mir ausdrücklich den Rechtsweg offen und werde diese Angelegenheit, gerade weil es kein Einzelfall, sondern die Regel ist, nun meinem Rechtsanwalt vorlegen.
Sollten Sie erneut vorhaben mir ein Entschuldigungsschreiben zu übersenden und darin einen 10 Euro Tankgutschein versprechen, so weise ich Sie vorsorglich darauf hin, dass weitere Schreiben unter Zeugen geöffnet werden. Sollte sich dann herausstellen, dass der fehlende Tankgutschein erneut kein Einzelfall ist, werde ich ohne weitere Ankündigung Strafanzeige erstatten.
Zudem fordere ich Sie auf, die Serviceleistung vor Ort „Ablesung“ zukünftig gesetzkonform zu gestalten. Das Thema E.On Mitte hat es geschafft über Jahre ein absolutes Reizthema bei mir zu werden. Hoffen Sie also nicht auf Nachsichtigkeit meinerseits, wenn ich bei Ihren Mitarbeitern vor Ort Fehler rügen werde. Ich vertraue hierbei auf Ihre versprochene Kompetenz und lasse mich gerne positiv überraschen.
Bestell-/Kundennummer: 282006897880
Meine Forderung an E.ON Mitte:
Zählerstand mal wieder korregieren und hört bitte bitte mit diesem Wahnsinn auf!
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 5
Warum haben Sie kein Verständnis für E.ON?
Nur so haben die doch noch die Chance, etwas länger im Dax zu verbleiben. Da zählt jeder Cent, den man bilanztechnisch ausweisen kann.
Kaufen Sie doch einfach ein paar E.ON-Aktien (z. Zt. 17,66 Euro) und stellen als Aktionär auf der nächsten Hauptversammlung über den dazu gehörigen Fragenkatalog ein paar unangenehme Fragen. Z. B.: "Wie verbuchen Sie in Ihrem Jahresabschluss fehlerhafte, zu Lasten der Kunden gehenden Zählerstände? ".
Das könnte spaßig werden, insbesondere, wenn so etwas bestritten wird und Sie dann Ihre Unterlagen auf den Tisch legen.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist noch nicht gelöst
Von Econsum und E.On Vertrieb habe ich eine Stellungnahme erhalten. Zusammenfassung Econsum: Man bedauert diesen Vorfall, bekommt die Daten aber vom Netzbetreiber (EON Netz). E.ON Vertreib: Hier wird sich wirklich freundlich für die Vorfälle in der Vergangenheit entschuldigt, auch die damals fehlende Tankkarte scheint ein Fehler gewesen zu sein. Persönliches Schreiben und meiner Meinung nach ernsthaftes Bedauern für das bisher Geschehene. Tankgutschein 25 Euro und ja, dieser war enthalten. Herzlichen Dank. Aus beiden Schreiben geht aber folgendes hervor: Verursacher, wohl auch die letzten Jahre, ist EON Netz. Eventuell würden die Damen und Herren von E.On Netz zu diesem Vorfall Stellung nehmen und zudem mit diesem Schwachsinn endlich aufhören. Es kann doch nicht so schwer sein, eine einzige Zahl im Jahr richtig in ein System einzugeben und diese richtig zu übermitteln.
Bisher keine Neuigkeiten, man hat es scheinbar nicht nötig, bestehende Probleme zu erfassen und diese dann abzustellen.
Aufgrund der Nachfrage von Reclabox: Es gibt nichts neues zu berichten. Bisher immer noch keine Stellungnahme.