Neuer "Service" von DHL

DHL
Bonn

Nun hat sich DHL wieder etwas ausgedacht, was die Nutzung des Paketdienstes umständlicher macht: Die SMS-Tan. Für die angebliche Sicherheit.

Wenn jemand betrügen wollte, könnte er das dank DHL auch ganz anders machen: Pakete auf einen fremden Namen bestellen (etwa, wenn der Inhaber des Namens in Urlaub ist) und den Paketboten abfangen. Denn die Mitarbeiter lassen Pakete sehr bereitwillig irgendwo anders (im Treppenhaus, vor der Tür, bei irgendwelchen Leuten 3 Straßenzüge weiter, etc.). Das alles hat DHL bisher auch nicht gekümmert. Es kam auch vor, dass gar nicht benachrichtigt wurde oder dass eine schwere Sendung einfach irgendwo im Erdgeschoss abgegeben wurde, auch wenn der Empfänger zu Hause war und sich die Ware extra hat liefern lassen um sie nicht tragen zu müssen.

Zum Schutz vor solchen "Zustellungen" habe ich mich bei der Packstation angemeldet, nur um jetzt überhaupt nicht mehr an meine Post zu kommen, da ich kein Mobiltelefon haben möchte. Nun bekomme ich eine Mail, dass ich mich an eine Service-Nummer wenden soll (0800 4 159 159), rief vom Festnetz aus an und hänge nun inzwischen eine halbe Stunde in der Warteschleife.

Meine Forderung an DHL:

Sofortige Aushändigung meines Paketes

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Simlockfreie, einfache Handys bekommen Sie für ca 20-25 Euro schon hinterher geschmissen. Prepaidkarte für 5-10 Euro rein und fertig. Telefonieren müssen Sie nicht damit, nur einmal im Jahr aufladen. Ich frag mich bei den Handyverweigerern immer, was macht ihr eigentlich, wenn ihr unterwegs mal Hilfe, Polizei, ein Taxi, einen Krankenwagen braucht? Hoffen dass jemand MIT einem Handy vorbeikommt oder darauf vertrauen, das man bis ins hohe Alter niemals in solch eine Situation kommt?

Wir haben früher ohne Handys auch gut gelebt! Ich habe ein Handy, aber man sollte es auch akzeptieren wenn jemand keines haben möchte.

Ja, früher hatte man auch keine Wahl, heute schon. Habe die Situation selber erlebt. Radtour mit meinem Vater gemacht, der erlitt unterwegs einen Schwächeanfall. Ich musste dann einen Passanten bitten zur nächsten Telefonzelle zu fahren, um einen Krankenwagen zu rufen. Der Passant wusste aber selber nicht, wo eine zu finden war, musste also erstmal suchen. Zum Glück kam er an einer Tankstelle vorbei. Dennoch ist wertvolle Zeit vergangen, bei einem Herzinfarkt wäre das ggf tödlich gewesen, und das ein Passant vorbeikam, war reiner Zufall! Soviel dazu! Hätte es damals Handys gegeben, hätte ich mir sofort eins angeschafft. Das kann nämlich Leben retten, vor allem wenn man selber schon Einschränkungen wie Diabetes, Herzschwäche etc hat. Eine Reifenpanne auf einsamer Landstrasse. Oder der Partner oder das Kind seit Stunden überfällig ist. Früher hätte man dann ggf stundenlang die Gegend mit dem Auto oder dem Rad abgesucht.