Zeitungsverlag ignoriert Änderungen zur Zustellung / Abokündigung

Am 13.9. kam Mutti mit Beinbruch ins Krankenhaus, Vati wegen Demenz in die Kurzzeitpflege. Der Zeitungsverlag wurde umgehend per Mail informiert, das bestehende Zeitungs-ABO bis zum 27.10. auszusetzen. Das funktionierte auch noch gut!

Dann am 28.10. erneuter Krankenhaus-Aufenthalt vom Vater, Mutter nun im Hospiz. Am 29.10. wieder eine Mail an die Zeitung: Bitte ab sofort die Zeitungszustellung an eine geänderte Adresse (nämlich unsere) ausführen, zusätzlich Kündigung des Abos zum nächstmöglichen Termin. Nach zwei Wochen erhielten wir zwar die Kündigungsbestätigung zum 31.12.12, aber im gesamten Zeitraum wurde weiterhin der Briefkasten von den Eltern mit den Zeitungen zugestopft.

Erneut Mail an die Zeitung mit der Bitte, die Zeitung gemäß vorheriger Mail an die geänderte Adresse auszuliefern, Zusage folgt, Zeitung wurde aber wieder an die Eltern geliefert. Mittlerweile mussten wir alle drei Tage zum Entfernen der Zeitungen aus dem Briefkasten zur Wohnung der Eltern fahren! Wir versuchten es mit einem Telefonanruf: Selbstverständlich erhielten wir auch hier die Zusage, sofort die richtige Zustellung zu veranlassen. Wieder nix! Die Zeitung wird weiterhin konsequent zu den Eltern gebracht!

Es folgte die fristlose Kündigung von uns. Jetzt kam keine Reaktion der Zeitung - außer einer Abbuchung der Abogebühren bis zum Ende des Jahres - gnädigerweise abzüglich der Gebühren für die "Zeitungsaussetzung vom 16.9. bis 27.10." Diesen Lastschrifteinzug hätten wir am besten sofort zurück gebucht, denn die Zeitung ignorierte weiterhin mit stoischer Gelassenheit unse Bitte, die Zeitung entweder richtig auszuliefern (nämlich an uns) oder aber fristlos die Belieferung einzustellen.

Selbst unser Hinweis, die Geschäftsführung der Zeitung anzuschreiben und genau diese Internetveröffentlichung zu machen, stießen auf taube Ohren. Leider haben wir von keinem einzigen Ansprechpartner der WAZ einen Namen, es hat sich immer nur ein "Serviceteam" oder die "Verlagsgruppe" per Mail oder Telefon gemeldet - so kann man sich natürlich gut verstecken. Zusätzlich zur Belastung mit Pflegeheim und Hospiz müssen wir uns jetzt mit diesem "Kleinkram" beschäftigen.

Meine Forderung an Westdeutsche Allgemeine Zeitung:

Bestätigung der fristlosen Kündigung, Erstattung der Abogebühren bis zum Ende des Jahres

Firmen-Antwort ausstehend seit 13 Jahren, 206 Tagen und 16 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Abo wird lt. Schreiben der WAZ nun zum 1.12.12 beendet, die bereits abgebuchten Abogebühren bis 31.12.12 werden anteilig zurückerstattet. Da die Rückzahlung noch nicht erfolgt ist, kann der Fall allerdings noch nicht als gelöst bezeichnet werden.

Erstattung der Abogebühren ist erfolgt. Ob jetzt auch endgültig die (falsche) Zeitungszustellung eingestellt wird, können die Nachmieter der Wohnung gerne weiter verfolgen! Bis gestern war der Briefkasten wieder mit Zeitungen vollgestopft!